„Deutschland hat eine gute Wachstumsperspektive“

„Deutschland hat eine gute Wachstumsperspektive“

15. Juni 2026
Wachstumslokomotive Deutschland? Das war einmal. Zumindest sah es wirtschaftlich hierzulande schon besser aus. Aber muss man das Land abschreiben? Wohl kaum! Jörg Hoppe, Fondsmanager des MEAG ProInvest, nimmt zu deutschen Aktien Stellung.
Die USA finanzieren sich zunehmend selbst

Die USA finanzieren sich zunehmend selbst

11. Juni 2026
Die Diskussion über die US-Staatsverschuldung wird häufig von der Sorge begleitet, ausländische Gläubiger könnten sich aus dem Markt für US-Staatsanleihen zurückziehen und damit die Finanzierung der Vereinigten Staaten gefährden. Tatsächlich zeigen die Daten jedoch seit Jahren eine andere Entwicklung.
Erfolgsaussichten fraglich, Europas Wirtschaftswachstum unter ein Prozent

Erfolgsaussichten fraglich, Europas Wirtschaftswachstum unter ein Prozent

11. Juni 2026
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat heute wie von uns erwartet den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte auf nun 2,25 Prozent angehoben. Dieser Schritt begünstigt unserer Meinung nach tendenziell länger laufende Euro-Anleihen, da sich Investoren in einem unsicheren konjunkturellen Umfeld verstärkt in sichere Anlagen umorientieren. Gleichzeitig dürften Aktien zyklischer, binnenorientierter Sektoren unter Druck geraten.
Was hat Donald Trump mit seiner Handelspolitik erreicht?

Was hat Donald Trump mit seiner Handelspolitik erreicht?

8. Juni 2026
Die USA, Deutschland und China werden ihre Außenhandelsdaten für April beziehungsweise Mai veröffentlichen. Vor etwa einem Jahr schockte US-Präsident Donald Trump die Welt mit seinen Zollankündigungen am „Liberation Day“. Seitdem musste er mehrmals in seiner Zollpolitik zurückrudern, nichtsdestotrotz ist der Zollsatz aktuell merklich höher als vor seiner Wahl.
Warsh vs. Powell: Vom Personalwechsel zum Paradigmenwechsel

Warsh vs. Powell: Vom Personalwechsel zum Paradigmenwechsel

4. Juni 2026
Kevin Warsh, ehemaliges Mitglied des Fed-Gouverneursrats und Vertrauter von Präsident Trump, hat im Mai Jerome Powell als Fed-Vorsitzender abgelöst. Der personelle Wechsel ist zugleich ein Paradigmenwechsel: Warsh steht für eine fundamental andere Vorstellung davon, wie Geldpolitik funktionieren soll. Jörg Held, Head of Portfolio Management bei ETHENEA Independent Investors S.A., erklärt, wo die Unterschiede liegen:
Inflation bleibt beherrschbar

Inflation bleibt beherrschbar

30. Mai 2026
Die zuletzt höhere Inflation ist vor allem eine Folge höherer Energiepreise und bislang kein Hinweis auf einen neuen, breit angelegten Inflationsschub. Im Mai ist die Inflation im Jahresvergleich auf 2,6 Prozent gesunken und liegt damit etwas unter dem Niveau von April mit plus 2,9 Prozent. Der Preisdruck bleibt auf Kraftstoffe und energienahe Produkte begrenzt. Ohne die Preise für Energie- und Nahrungsmittel beträgt die Kerninflation 2,5 Prozent. Das zeigt: Der zugrundeliegende Preisdruck ist in der Breite beherrschbar.
Die neue Verwundbarkeit der Schwellenländer

Die neue Verwundbarkeit der Schwellenländer

27. Mai 2026
Warum Ausschläge bei Ölpreisen, Zinsen und Währungen offenlegen, welche Finanzierungsstrukturen Stressphasen standhalten.
Deutsche Inflation im Mai erstmals seit 2023 wohl wieder über 3 %

Deutsche Inflation im Mai erstmals seit 2023 wohl wieder über 3 %

22. Mai 2026
Nächste Woche werden die ersten vorläufigen Verbraucherpreisdaten für Mai publiziert. „Die Inflationsrate dürfte in Deutschland erstmals seit Ende 2023 wieder über drei Prozent gestiegen sein“, sagt Robert Greil.
Ifo-Index: Stimmung stabilisiert sich

Ifo-Index: Stimmung stabilisiert sich

22. Mai 2026
Nach zwei spürbaren Rückgängen in Folge stabilisiert sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft. Der ifo-Geschäftsklimaindex ist im Mai leicht um 0,4 auf 84,9 angestiegen. Im März und April hatte die geopolitische Unsicherheit rund um den Irankonflikt die Stimmung in den deutschen Unternehmen noch merklich belastet. Mittlerweile haben die Geschäftserwartungen, die in den Vormonaten den Rückgang maßgeblich verursacht hatten, ihren Abwärtstrend gestoppt.
Japanische Aktien: Warum der Yen jetzt Risiko und Rückenwind zugleich ist

Japanische Aktien: Warum der Yen jetzt Risiko und Rückenwind zugleich ist

20. Mai 2026
Die meisten Aktieninvestoren betrachten die Yen-Volatilität weiterhin als beherrschbar und nicht als grundlegende Bedrohung, auch wenn die Anlegerstimmung inzwischen ausgewogener ist als in einer früheren Phase der Rally. Ein schwächerer Yen stützt Exporteure, Hersteller und global ausgerichtete Industrieunternehmen weiterhin, weil er ihre Ertragskraft im internationalen Wettbewerb stärkt.
Indien auf Wachstumskurs: Neue Partnerschaften als Schlüssel zum Erfolg

Indien auf Wachstumskurs: Neue Partnerschaften als Schlüssel zum Erfolg

18. Mai 2026
Indiens Wirtschaft ist weiter auf rasantem Wachstumskurs. Das mit 1,5 Milliarden Menschen bevölkerungsreichste Land der Welt dürfte heuer stärker wachsen als der Rest Asiens. Der Weltwährungsfonds (IWF) hat seine Wachstumsprognose für Indien zuletzt auf 6,5 Prozent für heute und das kommende Jahr angehoben. Für den gesamten asiatischen Raum erwartet der IWF für 2026 nur ein Wachstum von 4,4 Prozent (siehe Abbildung 1). Indiens ist mit einem Bruttoinlandsprodukt von rund 4 Billionen Dollar derzeit je nach Datenquelle die fünft- bzw. sechstgrößte Volkswirtschaft, könnte aber vielen Expert:innen zufolge mittelfristig auf den vierten oder sogar dritten Platz aufrücken (siehe Abbildung 2).
Künstliche Intelligenz als neuer Investitionszyklus

Künstliche Intelligenz als neuer Investitionszyklus

18. Mai 2026
Künstliche Intelligenz entwickelt sich mit hoher Geschwindigkeit von einem Technologiethema zu einem wirtschaftlichen Strukturtreiber. Hohe Investitionen in Rechenzentren, neue Agentensysteme und steigende Produktivitätserwartungen treffen zugleich auf Engpässe bei Energie, Chips und Infrastruktur. Dr. Johannes Mayr, Chefvolkswirt, und Kristina Bambach, Portfoliomanagerin beim Münchner Vermögensverwalter Eyb & Wallwitz, ordnen ein, warum KI nicht nur einzelne Geschäftsmodelle verändert, sondern zunehmend auch makroökonomische und kapitalmarktbezogene Folgen hat.
Börsen zwischen Geopolitik und Berichtssaison

Börsen zwischen Geopolitik und Berichtssaison

13. Mai 2026
Der anhaltende Iran-Konflikt hält Finanz- und Rohstoffmärkte in Atem und verstärkt die Unsicherheit bei Inflation, Zinsen und Konjunktur. Gleichzeitig zeigen sich Aktienmärkte trotz hoher Volatilität robust. Der aktuelle Investment Radar der BCA AG und BfV Bank für Vermögen AG liefert hierzu Einordnung.
INTELLIGENT INVESTORS trifft Daniel Happ (Ampega)

INTELLIGENT INVESTORS trifft Daniel Happ (Ampega)

12. Mai 2026
Viele Aktienindizes befinden sich im Höhenrausch. Ist das noch gerechtfertigt? Sind europäische Aktien wieder einen Blick wert? Welchen Rat sollten Anleger derzeit befolgen? Daniel Happ ist Head of Equity und Multi Asset bei Ampega. Chefredakteur Alexander Heftrich fragte ihn zu seiner Sichtweise auf die Märkte. 
Trump und der Doppelfehler

Trump und der Doppelfehler

8. Mai 2026
Der US-Dollar auf dem Rückzug, das Verbrauchervertrauen auf dem tiefsten Stand seit 1952, und ein US-Präsident, der die Unabhängigkeit der Notenbank offen infrage stellt. Reinhard Panse, Chief Investment Officer (CIO) des Multi Family Office FINVIA, kommt in seinemKapitalmarktausblick zu einem klaren Befund. Vieles spricht dafür, dass die aktuellen Entwicklungen politisch bewusst in Kauf genommen werden.
INTELLIGENT INVESTORS trifft Moritz Kronenberger (Union Investment)

INTELLIGENT INVESTORS trifft Moritz Kronenberger (Union Investment)

7. Mai 2026
Wie stabil zeigt sich die europäische Wirtschaft? Sind europäische Aktien wieder einen Blick wert? Wie fällt der Blick auf Deutschland derzeit aus? Moritz Kronenberger ist u.a. Lead-Manager des UniEuroAktien. Chefredakteur Alexander Heftrich fragte ihn zu seiner Sichtweise auf die Märkte. 
Berenberg reduziert Aktienübergewicht

Berenberg reduziert Aktienübergewicht

6. Mai 2026
Auf die anfängliche Euphorie um den Waffenstillstand am Persischen Golf folgten ernüchternde Verhandlungen zwischen den Konfliktparteien. Zwar blieben größere Kampfhandlungen bislang aus, doch ist die Straße von Hormus für den Großteil des internationalen Schiffsverkehrs weiterhin so gut wie nicht passierbar.
Let’s talk about Europe!

Let’s talk about Europe!

5. Mai 2026
Über die Vereinigten Staaten als Motor und Epizentrum der Weltwirtschaft reden viele. Im vergangenen Jahr wurde das Comeback der europäischen Aktien ausgerufen. Nur ein kurzes Intermezzo oder steckt mehr dahinter? INTELLIGENT INVESTORS im Expertengespräch mit Dr. Christian Funke (Source for Alpha), Daniel Happ (Ampega) und Moritz Kronenberger (Union Investment). Mehr zu lesen gibt es demnächst in der Printausgabe. 
EZB-Entscheidung – warten auf mehr Daten

EZB-Entscheidung – warten auf mehr Daten

4. Mai 2026
Die EZB hat den Einlagensatz unverändert bei 2,0 Prozent belassen. Angesichts der unvollständigen Datenlage und der unklaren geopolitischen Situation war dies eine gute Entscheidung, die zudem einstimmig getroffen wurde. In der anschließenden Pressekonferenz wurde jedoch deutlich, dass die EZB eine klare Tendenz in Richtung Zinserhöhung hat.
Argentinien rückt im globalen Energiesystem stärker in den Fokus

Argentinien rückt im globalen Energiesystem stärker in den Fokus

29. April 2026
Seit die Straße von Hormus gesperrt ist, geht ein unerwarteter Dollar-Regen (oder Yuan-Regen) auf die ölexportierenden Länder nieder. Abgesehen von den großen Exporteuren wie Brasilien, Russland oder den USA, die von dieser Krise profitieren, könnte auch Argentinien aufgrund der Situation am Persischen Golf eine tiefgreifende Transformation durchmachen und seinerseits zu einer Umgestaltung des weltweiten Energiesystems beitragen. 
„Pausentaste gedrückt, aber die Finger zucken”

„Pausentaste gedrückt, aber die Finger zucken”

29. April 2026
Steht die Geldpolitik vor einem Wendepunkt? Trotz einer Woche voller Zentralbanktermine deutet vieles auf Stillstand hin. Doch unter der Oberfläche wächst der Druck durch Inflation und Geopolitik. In seinem Kommentar erläutert Kevin Thozet, Mitglied des Investment-Komitees bei Carmignac, warum die Ruhe trügerisch ist und wo sich für Anleger trotz Abwartemodus neue Chancen bieten.
Energiepreisschock stellt die EZB vor den nächsten Zinspfad-Test

Energiepreisschock stellt die EZB vor den nächsten Zinspfad-Test

27. April 2026
Jan Felix Glöckner, Senior Investment Specialist bei Insight Investment kommentiert die anstehende EZB-Sitzung:
EZB muss und wird zunächst stillhalten – Juni-Zinserhöhung offener denn je

EZB muss und wird zunächst stillhalten – Juni-Zinserhöhung offener denn je

26. April 2026
Die Auswirkungen des Iran-Krieges werden in der Eurozone immer sichtbarer und die jüngsten Konjunkturdaten sollten der Europäischen Zentralbank klar zeigen, dass der Energiepreisschock bereits ohne Zinserhöhung die Binnennachfrage dämpft und damit perspektivisch auch die Inflation. Der Service-PMI ist im freien Fall und im April auf 47,4 Punkte deutlich in den Kontraktionsbereich gefallen. Zudem zeigt die größte Volkswirtschaft der Eurozone, Deutschland, zunehmend Auflösungserscheinungen.
Der Schock, der begrenzt blieb?

Der Schock, der begrenzt blieb?

26. April 2026
Kurzfristige Inflationsrisiken steigen, auch in den USA. Doch die längerfristigen Erwartungen bleiben bemerkenswert stabil.
“Trotz geopolitischer Risiken: Märkte zeigen sich widerstandsfähig”

“Trotz geopolitischer Risiken: Märkte zeigen sich widerstandsfähig”

22. April 2026
Die Marktteilnehmer richten ihren Fokus zunehmend auf ein baldiges Ende des Irankonflikts und eine Entspannung der damit verbundenen Energieengpässe. Die Börsen zeigten in den vergangenen Wochen daher wieder eine positive Tendenz. Zwar ist der Konflikt nach wie vor nicht gelöst und der Deeskalationspfad folgt der üblichen nichtlinearen Logik, wie die wechselnde Nachrichtenlage rund um die Blockade der Straße von Hormus zeigt.
Brasilien profitiert vom Ölboom und gerät zugleich unter Druck

Brasilien profitiert vom Ölboom und gerät zugleich unter Druck

21. April 2026
Durch die Explosion der Erdölpreise aufgrund der Blockade der Straße von Hormus erfreut sich Brasilien eines unverhofften Geldsegens. Bei 100 US-Dollar für das Barrel Brent – vor der Krise in der Meerenge waren es etwa 65 US-Dollar – wird die Ölgesellschaft Petrobras zu einer wichtigen Geldquelle für den Staat, der die Mehrheitsanteile an ihr hält. Bis Mitte April 2026 verzeichnete der Ölriese einen Kurssprung von 80 %. Ein Glücksfall für Präsident Lula, der im Alter von 80 Jahren auf seine Wiederwahl im kommenden Oktober setzt. Das ist die Gelegenheit, mit Subventionen seinen Wählerstamm auszubauen.
„China setzt bei Taiwan auf Entschärfung – und auf das Jahr 2028“

„China setzt bei Taiwan auf Entschärfung – und auf das Jahr 2028“

20. April 2026
China positioniert sich international als berechenbarer Gegenpol zur US-Politik und verlagert im Taiwan-Konflikt den Schwerpunkt: weniger militärische Machtdemonstration, mehr politische Annäherung. Kay-Peter Tönnes, Gründer und Geschäftsführer von Antecedo Asset Management, sieht darin eine spürbare Risikoreduktion – aber ohne Entwarnung für Anleger. 
Fed-Bilanz: Weitere Schrumpfung ohne Marktreaktionen?

Fed-Bilanz: Weitere Schrumpfung ohne Marktreaktionen?

20. April 2026
Die US-Notenbank könnte schon bald wieder ihre Bilanz verkleinern – und die Märkte dürften davon kaum Notiz nehmen. So lautet das Ergebnis einer aktuellen Analyse von PIMCO-Ökonomin Tiffany Wilding. Bereits das Ende der jüngsten Phase des Quantitative Tightening (QT) sei „weitgehend geräuschlos“ verlaufen. 
20 Euro, 2 Milliarden und die deutsche Lust am Hadern

20 Euro, 2 Milliarden und die deutsche Lust am Hadern

19. April 2026
Die aktuellen Entlastungspakete der Bundesregierung spalten Politik, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Der Spritrabatt gilt vielen Ökonomen als Symbol verfehlter Krisenpolitik, die steuerfreie 1.000-Euro-Prämie als teure und systemwidrige Nothilfe. Doch hinter der Kritik an der „Gießkanne“ steckt auch ein grundsätzlicher Zielkonflikt: Zwischen ordnungspolitischer Sauberkeit und akuter politischer Handlungsfähigkeit klafft in Krisenzeiten oft eine Lücke. Warum die theoretische Kritik berechtigt sein mag, schnelle Entlastung politisch aber dennoch notwendig sein kann, erläutert Carsten Klude, Chefvolkswirt von M.M.Warburg & CO, in folgendem Kommentar.
Ein hilfreicher Waffenstillstand, aber eine fragile Atempause

Ein hilfreicher Waffenstillstand, aber eine fragile Atempause

19. April 2026
Der Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran stützt die Märkte zwar geringfügig, doch die neue US-Blockade iranischer Häfen bedeutet, dass der Öl- und Schifffahrtsschock nicht gelöst wurde; er hat sich zu einem Risiko durch Engpässe gewandelt. Wir betrachten die jüngste Marktbewegung als taktische Relief Rallye und nicht als dauerhafte Normalisierung, insbesondere da Diplomaten weiterhin versuchen, die Gespräche wieder aufzunehmen, und die Schifffahrtsbedingungen durch die Straße von Hormus noch weit von der Normalität entfernt sind.
Markterwartungen für Q1 2026: Zwischen Gewinnresilienz und Bewertungsfragen

Markterwartungen für Q1 2026: Zwischen Gewinnresilienz und Bewertungsfragen

16. April 2026
Die Berichtssaison für das erste Quartal 2026 dürfte auf den ersten Blick überzeugen – sie fällt jedoch in eine Phase, in der sich das Umfeld bereits eingetrübt hat. Die Märkte blicken damit auf rückwärtsgerichtet starke Gewinne, während die Unsicherheit über die kommenden Quartale zunimmt. Analysten erwarten für den S&P 500 ein Gewinnwachstum von bis zu 17 %. Dieses basiert allerdings vor allem auf der bis Februar robusten Konjunktur, einem schwächeren US-Dollar sowie konkreten Investitionszyklen – insbesondere rund um das Thema Künstliche Intelligenz. Auffällig ist dabei die Diskrepanz zwischen fundamentalen Erwartungen und Marktpositionierung: Trotz der starken Gewinnprognosen bleiben viele Investoren vorsichtig, insbesondere in Technologie- und Softwarewerten.
US-Inflation wieder über 3%

US-Inflation wieder über 3%

10. April 2026
Die US-Verbraucherpreise sind im März um 0,9% und damit erwartet kräftig gestiegen. Die Inflationsrate liegt damit wieder deutlich über 3%. Verantwortlich war der starke Anstieg der Benzinpreise, die infolge des Ölpreisschocks durch den Irankrieg zum Vormonat um 35% zugelegt haben. Ohne Energie und Nahrungsmittel lag die monatliche Teuerung bei 0,2%. Die jährliche Rate für die Kerninflation lag damit bei 2,6%. Der Anstieg der Verbraucherpreise setzt die Politik aber stärker unter Druck als die Notenbank. Denn solange die Kerninflation und die Inflationserwartungen nicht deutlicher zulegen, ist eine abwartende Haltung der FED angebracht, meint Dr. Johannes Mayr, Chefvolkswirt bei Eyb & Wallwitz.
Zwischen Ölpreisschock und Erholungschance — Die Märkte bleiben unter Spannung

Zwischen Ölpreisschock und Erholungschance — Die Märkte bleiben unter Spannung

9. April 2026
Nach dem positiven Jahresstart im Januar und Februar kam es im März zu einem stärkeren Rückgang an den globalen Kapitalmärkten. Auslöser dafür waren der Krieg zwischen den USA/Israel und dem Iran sowie die dadurch steigenden Energiepreise, infolge der Schließung der Straße von Hormus.
Waffenstillstand sorgt für Entspannung

Waffenstillstand sorgt für Entspannung

9. April 2026
Kommt mit dem Waffenstillstand im Iran die langersehnte Entspannung? Obwohl die Straße von Hormus aktuell noch geschlossen ist, fiel der Ölpreis wieder auf unter 100 US-Dollar pro Barrel (WTI) und besonders Grundstoffaktien erholen sich stark – allen voran Gold. Mögliche Szenarien, wie es nach dem Waffenstillstand weitergeht und worauf Anleger sich einstellen sollten, erläutert Roger Rüegg, Leiter Multi-Asset-Solutions bei ZKB/Swisscanto:
Diversifizierung von US-Investments durch Small-Cap-Unternehmen

Diversifizierung von US-Investments durch Small-Cap-Unternehmen

8. April 2026
Die Investition in US-Unternehmen mit geringer Marktkapitalisierung kann deutliche Vorteile gegenüber der Exposition zu Large und Mid-Caps bieten: Small Caps stehen oft an der Spitze der Innovation und befinden sich in den frühen Phasen des Wachstumszyklus. Traditionell sind Small-Cap-Unternehmen zudem stärker von der Entwicklung heimischer Wirtschaft anhängig, da sie typischerweise eher auf lokalen Märkten als auf internationalen Märkten tätig sind.
“Die USA behalten ihr Anker-Potenzial”

“Die USA behalten ihr Anker-Potenzial”

31. März 2026
Wie geht es weiter mit der Vormachtstellung der USA? Was macht der neue Fed-Chef? Und wie steuert man ein Multi-Asset-Flaggschiff durch die stürmische See? Jörg Held, Head of Portfolio Management bei Ethenea, im exklusiven Interview. 
“Knappheit wird wieder zum Strukturprinzip”

“Knappheit wird wieder zum Strukturprinzip”

26. März 2026
Geopolitische Spannungen treiben die Energiepreise – und erinnern daran, dass Knappheit zurückkehrt. Europa bleibt verwundbar, physische Ressourcen gewinnen an Wert, und Energie wird zum entscheidenden Faktor für Märkte und Portfolios. Was das für Investoren bedeutet, erklärt Dr. Johannes Mayr, Chefvolkswirt bei Eyb & Wallwitz.
Deutsche Wirtschaft im perfekten Sturm

Deutsche Wirtschaft im perfekten Sturm

26. März 2026
Der diese Woche von der Ifo veröffentlichte Geschäftsklimaindex zeigt eine deutliche Verschlechterung der Stimmung in der Industrie – und auch seine Erwartungen für die Exportwirtschaft hat das Institut deutlich nach unten korrigiert. Für Carsten Klude, Chefvolkswirt der Bank M.M.Warburg & CO, ist das keine Überraschung. Warum er die deutsche Wirtschaft aktuell im perfekten Sturm sieht – und warum die Politik jetzt zügig Antworten auf die neue geopolitische Realität finden muss, erklärt der Experte in folgendem Kommentar.
“Der Irankrieg belastet die Märkte – das Investmentumfeld bleibt grundsätzlich intakt”

“Der Irankrieg belastet die Märkte – das Investmentumfeld bleibt grundsätzlich intakt”

24. März 2026
Der Irankrieg hält die Marktteilnehmer weiter in Atem und dominiert das Marktgeschehen. Besonders stark unter Druck stehen die Börsen in Regionen, die in hohem Maße von Energieimporten abhängig sind – und wo die gestiegenen Energiepreise daher eine erhebliche Belastung darstellen. Dazu zählen neben Europa und Japan auch asiatische Schwellenländer. Die USA sind im Gegensatz dazu weniger betroffen, da sie energiepolitisch weitgehend autark sind. Hinzu kommt, dass vor allem große US-Technologiewerte derzeit als sichere Häfen gehandelt werden und daher im Vergleich zu anderen Branchen geringere Kursverluste verzeichneten. Neben soliden Bilanzen und einer starken Marktstellung profitieren sie vor allem von Geschäftsmodellen, die deutlich weniger energiepreisabhängig sind als die klassischen konsumsensitiven Sektoren.
US-Geldpolitik: Stillstand jetzt, zwei Zinssenkungen im zweiten Halbjahr

US-Geldpolitik: Stillstand jetzt, zwei Zinssenkungen im zweiten Halbjahr

19. März 2026
Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hat ihren Leitzins wie erwartet unverändert bei 3,75 Prozent belassen. Die Abstimmung fiel mit 11:1 sehr eindeutig aus, wobei Stephen Miran wenig überraschend das einzige abweichende Mitglied war. Dies dürfte mit hoher Wahrscheinlichkeit im gesamten ersten Halbjahr so bleiben.
Der strategische Wettbewerb zwischen China und den USA

Der strategische Wettbewerb zwischen China und den USA

17. März 2026
Die Welt kehrt in ein bipolares System zurück – China und die USA befinden sich in einem globalen Wettstreit um strategische Vorherrschaft. Trotz Chinas Umsetzung des Programms „China 2025“ konnte die USA offenbar ihre technologische Führungsrolle in Bereichen wie Halbleitern und Künstlicher Intelligenz behalten. Somit konzentriert sich ein zentraler Aspekt des Wettbewerbs zunehmend auf Ressourcen – insbesondere auf Energie sowie kritische Mineralien und Seltene Erden (REEs).
Bank of England: Zinssenkungen wahrscheinlich, Timing unklar

Bank of England: Zinssenkungen wahrscheinlich, Timing unklar

17. März 2026
An diesem Donnerstag findet die Sitzung der Bank of England statt. Mit Blick auf die weiteren Aussichten und Entscheidungen der Währungshüter kommentiert Peder Beck-Friis, Ökonom bei PIMCO:
„Die Reformwilligkeit der Regierung bleibt gefragt“

„Die Reformwilligkeit der Regierung bleibt gefragt“

16. März 2026
Eine kleine Reise um die Welt. Wie sieht es volkswirtschaftlich in den Regionen aus? Dr. Felix Schmidt, Leitender Volkswirt bei Berenberg, sprach Ende Februar in Frankfurt mit Alexander Heftrich.
„Wir sind für Aktien im Jahresverlauf positiv gestimmt“

„Wir sind für Aktien im Jahresverlauf positiv gestimmt“

16. März 2026
Wie entwickeln sich die Aktienmärkte 2026? Diese Frage stellen sich viele Investoren, insbesondere nach den Anstiegen in den vergangenen Jahren. Chefredakteur Alexander Heftrich sprach Mitte Februar mit Marc Decker, Co-Aktienchef bei Quintet, der Muttergesellschaft von Merck Finck, zu den Aussichten dieser Anlageklasse im laufenden Jahr.
Die Notenbankentscheidungen

Die Notenbankentscheidungen

16. März 2026
Die anstehenden Fed- und EZB-Zinsentscheiden kommentiert Daniel Kerbach, CIO der BayernInvest.
Die drei wichtigsten Risikoszenarien für 2026

Die drei wichtigsten Risikoszenarien für 2026

12. März 2026
Das Jahr 2026 bietet aktuell ein konstruktives Makroumfeld, beurteilt Jörg Held, Head of Portfolio Management bei ETHENEA Independent Investors S.A. Es herrsche ein „Goldilocks“-Setup: Wachstum über dem Trend, Inflation auf dem Rückzug und Zentralbanken mehrheitlich in einer Pause oder mit moderaten Lockerungsschritten. Die Marktbreite nehme zu, das Thema Künstliche Intelligenz (KI) verbreite sich global, und fiskalische Impulse in Deutschland sowie den USA wirkten stützend. Dennoch warnt Held vor potenziellen Risiken, die die Lage zum Kippen bringen könnten:
Kerninflation fällt unter Zielwert, Abwärtsrisiken durch Energiepreisschocks ausgeglichen

Kerninflation fällt unter Zielwert, Abwärtsrisiken durch Energiepreisschocks ausgeglichen

12. März 2026
Den am 19. März bevorstehenden Zinsentscheid der EZB kommentiert Katharine Neiss, Chief European Economist, Fixed Income bei PGIM:
sentix-Konjunkturindex fällt

sentix-Konjunkturindex fällt

10. März 2026
Der sentix-Konjunkturindex liefert eine erste Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung nach dem Ausbruch des Iran-Krieges. Nach drei Verbesserungen in Folge fällt der Gesamtindex für den Euroraum um 7,3 Punkte auf ‑3,1 und stellt damit den jüngsten Aufschwung infrage.
Türkische Zentralbank im Dilemma – Golfkrieg belastet

Türkische Zentralbank im Dilemma – Golfkrieg belastet

9. März 2026
In der Türkei liegt die Inflation immer noch bei über 36%. Eigentlich hatten Investoren erwartet, dass die türkische Zentralbank (CBRT) die Leitzinsen bei ihrer nächsten Sitzung am 12. März weiter senken würde. Doch der neue Golfkrieg dürfte die Geldpolitiker am kommenden Donnerstag dazu bewegen, die Leitzinsen vorerst unverändert zu lassen, erläutern Polina Kurdyavko, Senior Portfolio Manager & Head of Emerging Markets und Timothy Ash, Senior Emerging Markets Sovereign Strategist, bei RBC BlueBay Asset Management:
Nahostkonflikt: Warum haben die asiatischen Aktienmärkte stärker gelitten als die US-Märkte?

Nahostkonflikt: Warum haben die asiatischen Aktienmärkte stärker gelitten als die US-Märkte?

9. März 2026
Der wichtigste wirtschaftliche Übertragungskanal des Nahostkonflikts ist die Energie. Die Märkte konzentrieren sich weniger auf direkte Handelsstörungen als vielmehr auf das Risiko eines anhaltenden Anstiegs der Öl- und Erdgaspreise. Das ist für Asien besonders wichtig.
Anlageperspektiven zu Marktauswirkungen – Schwellenländer

Anlageperspektiven zu Marktauswirkungen – Schwellenländer

5. März 2026
Derrick Irwin, Senior Portfolio Manager und Co-Head of Intrinsic Emerging Markets Equity bei Allspring Global Investments, kommentiert die Auswirkungen der Lage im Nahen Osten auf die Finanzmärkte: 
Diversifikation statt Aktionismus

Diversifikation statt Aktionismus

3. März 2026
Die jüngste Eskalation im Nahen Osten – insbesondere der US-Militärschlag gemeinsam mit Israel gegen Iran – hat die Märkte bewegt, aber nicht in Panik versetzt. Die Ölpreise zogen spürbar an, Aktien gerieten etwas unter Druck und klassische sichere Häfen wie Gold verzeichneten leichte Zuflüsse. Entscheidend für Anleger ist jetzt weniger die Frage nach kurzfristigen Reaktionen als nach der Robustheit der eigenen Portfoliostruktur.
Märkte im Nahost-Stresstest

Märkte im Nahost-Stresstest

3. März 2026
Die Eskalation im Nahen Osten hat die Märkte aus dem Tritt gebracht – und sie erinnert daran, wie schnell Geopolitik wieder zum Preistreiber wird. Entscheidend ist jetzt weniger die Schlagzeile als die Frage, ob aus Risiko auch ein realer Angebotsschock wird. Denn davon hängt ab, ob wir nur eine Volatilitätswelle sehen – oder den Beginn eines Inflationsrückschlags, analysiert Carsten Klude, Chefvolkswirt der Bank M.M. Warburg & CO, in seinem Marktkommentar.
„Rohölpreis könnte deutlich in den dreistelligen Bereich ansteigen”

„Rohölpreis könnte deutlich in den dreistelligen Bereich ansteigen”

2. März 2026
Hakan Kaya, Senior Portfolio Manager Quantitative und Multi-Asset Strategien bei Neuberger, ordnet die marktrelevanten Auswirkungen der jüngsten Angriffe der USA und Israels auf den Iran sowie die nach sich ziehenden militärischen Gegenschläge in der Nahost-Region wie folgt ein:
Anleihen: Richtig aufgestellt für unsichere Zeiten

Anleihen: Richtig aufgestellt für unsichere Zeiten

2. März 2026
Das globale makroökonomische Umfeld ist innerhalb kurzer Zeit deutlich unsicherer geworden, nachdem es Ende 2025 noch weitgehend dem wirtschaftlichen Idealzustand zu entsprechen schien, auch bekannt als „Goldilocks“-Szenario: einer soliden Wachstumsdynamik gepaart mit einer nachlassenden Inflation.
Strukturelle Bedeutung der Emerging Markets noch nicht eingepreist

Strukturelle Bedeutung der Emerging Markets noch nicht eingepreist

26. Februar 2026
Angesichts der Rückkehr von Donald Trump mit seiner „America-First“-Politik hatten zahlreiche Marktbeobachter 2025 ein schwieriges Jahr für die Schwellenländer vorhergesagt. Die tatsächliche Entwicklung sorgte jedoch für Überraschung. Mit einem Plus von 31 % in US-Dollar übertraf der MSCI Emerging Markets die Industrieländer um 11 %.[1] Anleger investieren nicht mehr nur reflexartig in Schwellenländer, wenn der US-Dollar abwertet.  Zunehmend sehen sie diese Märkte  als strukturelle Gewinner einer multipolaren Welt. Diese taktische Vorgehensweise könnte durchaus in eine langfristige strategische Allokation münden.
Gerichtliche Aufhebung der US-Zölle: Brasilien, China, Indien und Kanada könnten zu den Gewinnern zählen

Gerichtliche Aufhebung der US-Zölle: Brasilien, China, Indien und Kanada könnten zu den Gewinnern zählen

25. Februar 2026
Das US-Zollsystem steht vor seiner nächsten Phase, nachdem der Oberste Gerichtshof die auf dem IEEPA basierenden Abgaben aufgehoben hat. Diese Abgaben wirkten sich auf US-Importe im Wert von 1,5 Billionen Dollar und 70 % der Zolleinnahmen aus. Die Ersetzung von etwa 80 % dieser Zölle durch einen globalen Zollsatz von 15 % gemäß Abschnitt 122 durch die Regierung könnte eine vorübergehende Übergangslösung für 150 Tage sein – die zufällig bis zu den Zwischenwahlen im November läuft, bevor sie durch Zölle gemäß Abschnitt 232 oder 301 ersetzt werden. 
Untergewichtet. Unterbewertet. Unterschätzt.

Untergewichtet. Unterbewertet. Unterschätzt.

24. Februar 2026
In einem Jahr, das viele Skeptiker überrascht hat, legten chinesische Aktien 2025 deutlich zu – getragen von besseren Unternehmensfundamentaldaten, steigenden Gewinnen und politischen Reformen. China startet 2026 damit aus einer soliden Ausgangslage in die nächste Phase der Erholung, wobei ein selektiver Ansatz entscheidend bleibt. Darauf verweist John Lin, Chief Investment Officer—Emerging Markets Value Equities and China Equities bei AllianceBernstein, und betont: Nach zwei Jahren zweistelliger Zuwächse bei Offshore-China- und A‑Aktien verschiebt sich die Debatte von der Frage der Investierbarkeit hin zur optimalen Portfolio-Allokation.
Das Ende von Trumps Notstandsregime – nicht aber der Zölle

Das Ende von Trumps Notstandsregime – nicht aber der Zölle

24. Februar 2026
Die vergangene Woche endete mit einem Paukenschlag: Der Oberste Gerichtshof der USA, der Supreme Court, hat entschieden, dass US-Präsident Donald Trump keine Zölle auf Basis des International Emergency Economic Powers Act (IEEPA) erheben darf. Die Kompetenz zur Erhebung von Zöllen ist Teil der Steuerhoheit des Kongresses; die Exekutive kann sie nur auf Grundlage einer ausdrücklichen gesetzlichen Delegation ausüben. Wichtig ist: Das Urteil ist statutenspezifisch, nicht generell handelspolitisch. Andere Instrumente wie Anti-Dumping-Maßnahmen bleiben unangetastet. Allerdings sind diese verfahrensgebunden und setzen mehrmonatige Prüfprozesse voraus – eine kurzfristige Substitution auf diesem Wege ist damit ausgeschlossen.
Keine klaren Aufwärts- oder Wachstumssignale

Keine klaren Aufwärts- oder Wachstumssignale

23. Februar 2026
„Das Ifo-Geschäftsklima ist im Februar deutlich auf 88,6 Punkte gestiegen und signalisiert damit eine leichte Stimmungsaufhellung sowie eine leichte Überschreitung der Erwartungen. Trotz spürbarer Erholung senden weder das Ifo-Geschäftsklima noch andere Frühindikatoren wie der Einkaufsmanagerindex ein klares Aufwärts- oder Wachstumssignal.
„AI Anxiety“ – siegt Optimismus oder Pessimismus?

„AI Anxiety“ – siegt Optimismus oder Pessimismus?

22. Februar 2026
Letztes Jahr war die KI-Stimmung noch besser, doch inzwischen werden die Untergangspropheten lauter. Ist das Ende nah? Von etwaigen Friedensverhandlungen zwischen Russland und der Ukraine bis hin zu den Zukunftsaussichten für Weltstädte wie New York und Singapur – niemand kann aktuell vorhersagen, was KI in Zukunft leisten wird. Die Warnung vor der Übernahme aller Bürojobs innerhalb weniger Jahre klingt allerdings eher alarmistisch, meint Mark Dowding, Fixed Income CIO bei RBC BlueBay Asset Management.
Supreme Court kassiert Trumps Zoll-Politik

Supreme Court kassiert Trumps Zoll-Politik

22. Februar 2026
Das lang erwartete heutige Urteil des Supreme Court zu Trumps Zöllen entzieht der bisherigen Praxis die Rechtsgrundlage. Die pauschale Anwendung des Notstandsrechts (IEEPA) für globale Importabgaben wurde überraschend klar mit 6:3 Stimmen gestoppt. Das Urteil sorgt für eine Zäsur in der US-Handelspolitik. Auch wenn US-Präsident Trump versuchen wird, über eine „Notstands-Zollpolitik 2.0“ (Sektion 232) gegenzusteuern, hat sich die Situation mit dieser Entscheidung grundlegend verändert.
ZEW-Index bleibt stabil

ZEW-Index bleibt stabil

17. Februar 2026
„Der ZEW-Index bleibt stabil. Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einer Phase fragiler Erholung. Die strukturellen Herausforderungen, insbesondere in der Industrie und bei den Privatinvestitionen, bleiben erheblich. Die anstehenden Reformen der Sozialversicherungssysteme sollten dazu genutzt werden, die Standortattraktivität wesentlich zu steigern“, kommentiert ZEW-Präsident Prof. Achim Wambach, PhD die aktuellen Ergebnisse.
Argentinien vor möglichem Wendepunkt

Argentinien vor möglichem Wendepunkt

17. Februar 2026
Argentinien befindet sich in einer außergewöhnlichen Übergangsphase. Dieser Ansicht ist James Donald, Portfoliomanager/Analyst und Leiter der Emerging-Markets-Plattform von Lazard Asset Management. Nach dem klaren Sieg von Präsident Javier Milei bei den Zwischenwahlen im Oktober 2025 verfüge die Regierung über ein deutlich gestärktes politisches Mandat. Entscheidend sei nun, ob dieses Momentum in nachhaltige makroökonomische Stabilität und dauerhaften Marktzugang übersetzt werden könne.
Wie struktureller Wandel neue Aktien-Gewinner definiert

Wie struktureller Wandel neue Aktien-Gewinner definiert

17. Februar 2026
Die Kapitalmärkte stehen vor einem Jahr, in dem weniger kurzfristige Konjunkturschwankungen als vielmehr tiefgreifende Strukturtrends die Chancenverteilung bei Aktien bestimmen dürften. Zu diesem Schluss kommt Christophe Braun, Equity Investment Director bei Capital Group. Dabei komme es für Anleger darauf an, die langfristigen Treiber hinter den Schlagzeilen zu erkennen und Unternehmen zu identifizieren, die sich in diesem Umfeld anpassen und Marktanteile gewinnen könnten. „Wir sehen strukturellen Wandel nicht als Risiko, das man pauschal meiden sollte, sondern als Quelle für selektive Chancen – vorausgesetzt, man bleibt diszipliniert und unterscheidet genau zwischen Hype und echter Wettbewerbsstärke“, erläutert Braun. Vier Entwicklungen seien dabei besonders relevant:
Jetzt beginnt die Bewährungsprobe für die Kreditmärkte

Jetzt beginnt die Bewährungsprobe für die Kreditmärkte

17. Februar 2026
Die Emissionen im Technologiesektor standen auch in der vergangenen Woche im Mittelpunkt, die Nachfrage blieb außergewöhnlich hoch. Oracle platzierte eine 25-Mrd.-USD-Mehrtranchenanleihe und sammelte über 129 Mrd. USD an Orders ein. Damit zerstreute das Unternehmen frühere Sorgen, dass KI-getriebene Investitionen den Markt überfordern könnten.
Die Weltwirtschaft wächst über Trend

Die Weltwirtschaft wächst über Trend

16. Februar 2026
Trotz aller geopolitischen Querelen ist der globale Konjunkturtrend 2026 zunehmend aufwärtsgerichtet: „Wir haben unsere globale Wachstumsprognose noch einmal auf 3,4 Prozent angehoben“, sagt Robert Greil. Der Chefstratege von Merck Finck: „Haupttreiber bleiben die USA und auch China, wo wir unsere Prognose besonders stark angehoben haben – während die Dynamik in Europa weiterhin hinterherhinkt.“ Greil: „Hinter der positiven Entwicklung stehen vor allem vier Haupttreiber: weniger Handelskonflikte als im Vorjahr, zumeist weiter sinkende Leitzinsen, klar steigende Staatsausgaben und gerade in den USA und China noch mehr KI-Investitionen.“
Euro-Bonds: „Allgemeine Transferunion wäre gefährlich“

Euro-Bonds: „Allgemeine Transferunion wäre gefährlich“

16. Februar 2026
Die EU-Führung hat diese Woche über die Wettbewerbsfähigkeit Europas diskutiert. Im Raum stand auch die Frage, inwiefern die notwendigen Reformen durch gemeinsame Schulden finanziert werden können. Euro-Bonds könnten massive Skaleneffekte freisetzen, schätzt Carsten Klude, Chefvolkswirt von M.M.Warburg & CO. Dennoch wäre eine allgemeine Transferunion gefährlich. Die Analyse des Experten im Kommentar.
Japans finanzpolitische Renaissance beginnt

Japans finanzpolitische Renaissance beginnt

16. Februar 2026
Die „Sanaenomics“ haben die Zustimmung des japanischen Volkes erhalten. Sanae Takaichi, die als Protegé von Shinzo Abe gilt, wird in ihrer Wirtschaftspolitik häufig als Fortsetzung der „Abenomics“ charakterisiert und hinsichtlich deren Wirksamkeit in Frage gestellt. Ein wesentlicher Unterschied liegt jedoch in ihrem Ansatz. Abe war vor allem ein Monetarist, die Umsetzung seiner Politik inkonsistent. Die verfrühte Haushaltskonsolidierung im April 2014, als die Mehrwertsteuer von 5 % auf 8 % angehoben wurde, erstickte Japans beginnende Erholung.
Kapitalmarkterwartungen 2026: Erwartungen für die nächsten 20 Jahre weitgehend unverändert

Kapitalmarkterwartungen 2026: Erwartungen für die nächsten 20 Jahre weitgehend unverändert

11. Februar 2026
Capital Group hat seine Kapitalmarkterwartungen (Capital Market Assumptions, CMAs) für 2026 veröffentlicht. Diese skizzieren die langfristigen Erwartungen des Unternehmens hinsichtlich Renditen, Korrelationen und Volatilitäten für die wichtigsten Assetklassen über einen Zeitraum von 20 Jahren. Die Schätzungen für Aktien- und Anleiherenditen sind im Vergleich zu 2025 leicht gesunken. Das Unternehmen hält an einem konstruktiven langfristigen Ausblick fest, der durch stabile Inflationstrends, Produktivitätsgewinne und ein breiteres Chancenspektrum für diversifizierte, langfristige und aktiv gemanagte Portfolios gestützt wird.
Gründe für eine Outperfromance von Schwellenländeranleihen 2026

Gründe für eine Outperfromance von Schwellenländeranleihen 2026

9. Februar 2026
Die Fundamentaldaten der Schwellenländer haben sich in den vergangenen Jahren spürbar verbessert. Während viele entwickelte Volkswirtschaften mit steigenden Finanzierungskosten und einer Verschlechterung ihrer fiskalischen Position konfrontiert sind, zeigen zahlreiche Schwellenländer robuste Haushalte und solide Wachstumsdynamiken. Diese Entwicklung spiegelt sich auch in den Kreditratings wider: 2025 lag das Verhältnis von Rating‑Upgrades zu Downgrades bei rund 2:1 – ein klares Signal für eine strukturelle Verbesserung innerhalb der Anlageklasse.
Wahl in Japan — vor allem die Rhetorik von Sanae Takaichi beunruhigt

Wahl in Japan — vor allem die Rhetorik von Sanae Takaichi beunruhigt

6. Februar 2026
Die jüngsten Turbulenzen am japanischen Finanzmarkt können unserer Einschätzung nach durchaus als eine Zäsur bezeichnet werden, die das Potenzial hat, weit über eine kurzfristige Marktreaktion hinauszugehen. Ausgelöst wurden sie durch eine ungewöhnliche Kombination aus politischem Timing, fiskalpolitischer Rhetorik und strukturellen Verschiebungen am Markt für japanische Staatsanleihen (JGBs).
Kurzkommentar zur EZB-Sitzung

Kurzkommentar zur EZB-Sitzung

4. Februar 2026
Angesichts des robusten Wachstums in der Eurozone und einer Inflationsrate, die sich in der Nähe des Zwei-Prozent-Ziels bewegt, gibt es für die Europäische Zentralbank (EZB) derzeit keinen Grund, ihre Geldpolitik zu ändern. Die Währungshüter aus Frankfurt werden den Einlagesatz daher mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit am 5. Februar bei 2,0 Prozent belassen. Lediglich der gegenüber dem US-Dollar weiter erstarkte Euro wird etwas Würze in die ansonsten wintergraue EZB-Sitzung bringen. 
Darum kommen Produktivitätszuwächse in den USA nicht mehr bei Arbeitnehmern an

Darum kommen Produktivitätszuwächse in den USA nicht mehr bei Arbeitnehmern an

4. Februar 2026
Hinter der insgesamt hohen Widerstandsfähigkeit der Wirtschaft verbirgt sich eine ausgeprägte Divergenz. Politische Kursänderungen in den USA sowie die zunehmende Verbreitung von KI-Technologien haben klare Gewinner und Verlierer hervorgebracht: Viele große, kapitalintensive Unternehmen mit hoher KI-Nutzung entfernen sich zunehmend vom Rest der Wirtschaft, während immer mehr Arbeitnehmer und ihre Haushalte zurückfallen. Diese prägenden makroökonomischen Entwicklungen dürften sich fortsetzen und auch im Jahr 2026 und darüber hinaus spürbare Auswirkungen auf Wirtschaft, Märkte und Politik haben.
„Kevin Warshs Nominierung zum Fed-Vorsitzenden könnte einen Regimewechsel einleiten“

„Kevin Warshs Nominierung zum Fed-Vorsitzenden könnte einen Regimewechsel einleiten“

2. Februar 2026
„Wir müssen über Kevin sprechen. Nicht nur, weil Donald Trump (ein enger Freund von Mr. Warshs Schwiegervater Ronald Lauder) sagt, er habe ‚großen Scharfsinn und ein großartiges Aussehen‘, sondern weil Kevin Warshs Nominierung zum Vorsitzenden der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) einen Regimewechsel in der US-Geldpolitik einleiten könnte – mit Folgen für Zinsstrukturkurve, Liquidität und Risikoanlagen. Warsh bringt solide Qualifikationen mit. Als Fed-Gouverneur während der globalen Finanzkrise spielte er eine Schlüsselrolle und wurde von Ben Bernanke dafür gelobt, in einer Phase, in der institutionelles Vertrauen entscheidend war, konstruktive Verbindungen zwischen der Fed und dem Kongress aufrechterhalten zu haben. Zugleich verfügt Warsh jedoch über eine Historie als beharrlicher – und bisweilen fehlgeleiteter – Inflationsfalke. Während seiner Amtszeit (2006–2011) hielt Warsh an einer inflationären Falkenhaltung fest – bis Ende 2009, als die Kernrate des PCE-Deflators bei 0,6 Prozent lag und die Arbeitslosigkeit 9,9 Prozent betrug. Zudem ist er für seine restriktive Haltung zur Bilanz der Fed bekannt. Er argumentiert seit Langem, dass quantitative Lockerung (QE) und eine überdimensionierte Notenbankbilanz die Wall Street gegenüber der Main Street bevorzugen, indem sie Vermögenspreise nach oben treiben, ohne die Kreditkosten, die für Haushalte und kleine Unternehmen tatsächlich relevant sind, spürbar zu senken. Aus seiner Sicht drückt QE die langfristigen Renditen, lässt die kurzfristigen Finanzierungsbedingungen jedoch weitgehend unberührt. Konsequent aus dieser Perspektive betrachtet plädiert Warsh für zwei bis drei Zinssenkungen im Jahr 2026 – eine gute Nachricht für die Main Street. Für das obere Ende der K‑förmigen Wirtschaft könnte ein Zinsniveau von 3,75 Prozent bereits potenziell akkommodierend sein; für das untere Ende bleibt selbst 3 Prozent restriktiv. Anders gesagt: das kurze Ende lockern, nicht die Bilanz. Theorie ist jedoch das eine, Praxis das andere. Eine solche Ausrichtung wird nicht über Nacht umgesetzt – und ein solcher Übergang (falls er tatsächlich erfolgt) würde mit dem US-Finanzministerium (Scott Bessent) koordiniert, welches seinerseits die Emissionen am langen Ende weiter reduzieren würde. Die Implikation wäre eine steilere US-Zinsstrukturkurve. Die kurzfristigen Zinssätze würden durch Senkungen der Leitzinsen stabilisiert, während langfristige Renditen auf ein höheres, marktbasiertes Niveau steigen dürften – getrieben von Marktkräften in einem Umfeld mit einer robusten (und sehr wahrscheinlich wieder beschleunigenden) US-Wirtschaft, anhaltendem Inflationsdruck, hohen Haushaltsdefiziten und fortgesetztem Angebot an US-Staatsanleihen. Für Risikoanlagen könnte dieser Policy-Mix allerdings als leicht negativ interpretiert werden. Bilanzreduktion in Zeiten großer fiskalischer Defizite bedeutet eine höhere Nettoemission, die vom Markt absorbiert werden muss – und das in einem ohnehin fragilen Liquiditätsumfeld. Stressanzeichen am Repo-Markt und wiederkehrende Finanzierungsspannungen deuten darauf hin, dass die Liquiditätsbedingungen alles andere als unproblematisch sind. Vor diesem Hintergrund könnte eine weniger unterstützende Bilanzpolitik auf Aktien und andere Risikoanlagen drücken – selbst wenn Zinssenkungen am kürzeren Ende der Kurve der Realwirtschaft etwas Entlastung verschaffen.“ 
Europa im Zykluswechsel: Warum 2026 mehr ist als eine Aufholstory

Europa im Zykluswechsel: Warum 2026 mehr ist als eine Aufholstory

2. Februar 2026
Die Performance der europäischen und US-amerikanischen Märkte war im Jahr 2025 in Lokalwährung vergleichbar, in Euro betrachtet lagen die europäischen Märkte sogar deutlich vorne. Wir starten 2026 mit ähnlichen Aussichten, wobei Europa eine solide Performance zeigt. Darüber hinaus deutet sich an, dass die Phase starker Gewinnsteigerungen im Technologiebereich, insbesondere bei Rechenzentren, nun abnimmt. Parallel dazu setzt die Erholung der übrigen Wirtschaft ein, sowohl in den USA durch Steuererleichterungen und mögliche Konsumanreize als auch in Europa durch die beginnenden fiskalischen Impulse und potenziell positive Entwicklungen im Ukraine-Konflikt.
Zinshalt: Die Fed wählt die Warteposition

Zinshalt: Die Fed wählt die Warteposition

27. Januar 2026
Die Federal Reserve (Fed) steht vor einer Zäsur: Nach drei Zinssenkungen in Folge signalisiert sie nun eine Phase der Stabilität. Für die Januarsitzung erwartet Jörg Held, Head of Portfolio Management bei ETHENEA Independent Investors S.A., dass die Fed den Leitzins unverändert in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent belassen wird. Die Notenbanker betrachteten die aktuelle Geldpolitik als „gut positioniert“ und würden eine abwartende „Wait-and-see“-Haltung einnehmen, um die Wirkung der bisherigen Lockerungen zu evaluieren. Helds detaillierte Einschätzung:
Fed vs. Trump: Schlagabtausch mit hohem Einsatz

Fed vs. Trump: Schlagabtausch mit hohem Einsatz

27. Januar 2026
Der Geldpolitische-Kurs der US-Notenbank für diese Woche ist gesetzt. Wichtiger sind in diesen Wochen zwei Fragen: Wie unabhängig bleibt die Federal Reserve (Fed) und wer folgt auf den scheidenden US-Notenbankchef Jerome Powell? Die Angriffe Trumps auf hohe Entscheidungsträger wie Gouverneurin Lisa Cook zeigen, wie viel auf dem Spiel steht. Wie er diese politischen Entwicklungen einordnet und warum Jerome Powell auch nach seiner Amtszeit eine zentrale Rolle bei der Verteidigung der Unabhängigkeit der Fed einnehmen könnte, erläutert Eric Winograd, Chief US Economist bei AllianceBernstein.
Fed-Sitzung: Zwei Zinsschritte, aber erst im zweiten Halbjahr

Fed-Sitzung: Zwei Zinsschritte, aber erst im zweiten Halbjahr

26. Januar 2026
Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) dürfte die Leitzinsen auf der morgigen Sitzung unverändert bei 3,75 Prozent belassen. Dies entspricht dem breiten Marktkonsens: Die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung wird derzeit lediglich auf drei Prozent geschätzt.
Globaler Aufschwung bleibt trotz Geopolitik intakt

Globaler Aufschwung bleibt trotz Geopolitik intakt

23. Januar 2026
Trotz aller geopolitischen Schlagzeilen hat der Internationale Währungsfonds seine globale Wachstumsprognose für 2026 von 3,1 % auf 3,3 % angehoben. „Die Weltwirtschaft trotzt der geopolitischen Unsicherheit“, sagt Robert Greil. Der Chefstratege von Merck Finck weiter: „Solange der von den USA vor China und Europa angeführte Konjunkturaufschwung anhält, sollte der Börsentrend trotz aller geopolitisch verursachten Volatilitätssprünge nach oben gerichtet bleiben.“
Euro-Konjunktur: Stabilisierung, mehr nicht

Euro-Konjunktur: Stabilisierung, mehr nicht

23. Januar 2026
Die Stimmung der Unternehmen im Euro-Raum hat sich im Januar nach dem Rücksetzer im Vormonat stabilisiert. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) für die Gesamtwirtschaft lag erneut bei 51,5 Punkten. Damit bleiben die Zweifel an der erwarteten Belebung der Konjunktur in Europa bestehen. Sie haben sich aber zumindest nicht verstärkt. Trotz der geopolitischen Schlagzeilen und insbesondere der Zolldrohungen der Trump-Administration. Zusammen mit den Ereignissen der letzten Tage zeigen die Daten aber auch: Ohne mutige Reformschritte auf nationaler Ebene wie auch auf EU-Ebene bleibt Europa politisch und außenwirtschaftlich zu abhängig und der Binnenkonjunktur fehlt die Kraft für eine dynamische Belebung, erklärt Dr. Johannes Mayr, Chefvolkswirt bei Eyb & Wallwitz. 
Pax Groenlandica – Ein Deal in Davos?

Pax Groenlandica – Ein Deal in Davos?

23. Januar 2026
Außer Spesen nichts gewesen? Nach viel verbaler Aufrüstung und neuen Zollandrohungen will Trump jetzt doch eine einvernehmliche Lösung in der Grönlandfrage finden. Wer jetzt entspannt aufatmet, übersieht, welche Spuren die letzten Tage in der Weltpolitik hinterlassen haben: Von der transatlantischen Partnerschaft bis hin zu russischen und chinesischen Großmachtambitionen sind die langfristigen Folgen noch kaum absehbar, analysiert Mark Dowding, Fixed Income CIO bei RBC BlueBay Asset Management.
Südkorea: Kursrakete trotz politischer Turbulenzen

Südkorea: Kursrakete trotz politischer Turbulenzen

20. Januar 2026
Dem jüngst abgesetzten Präsidenten droht die Todesstrafe. Mehrere seiner Vorgänger wurden wegen Korruption verurteilt — und später von Nachfolgern begnadigt, die teils selbst vor Gericht landeten. Hinzu kommen mächtige aber finanziell intransparente Industriekonglomerate, eine rückläufige Demografie und immer wieder aufflammende Massenproteste. Und dennoch erlebt der Aktienmarkt einen historischen Höhenflug: Innerhalb nur eines Jahres legte er um 91 % zu![1]
Ostrum AM: Zinssenkung der Fed unwahrscheinlich

Ostrum AM: Zinssenkung der Fed unwahrscheinlich

20. Januar 2026
Von der Fed-Sitzung in der kommenden Woche erwartet Axel Botte, Chefstratege des französischen Investmenthauses Ostrum Asset Management, keine Zinssenkung. Die Daten zur Inflation in den USA seien bestenfalls gemischt; der Erzeugerpreisindex habe sogar die Befürchtungen vor einem Wiederanstieg der Inflation wieder angefacht.
Deutsche Wirtschaft rückt 2026 ins Mittelfeld auf

Deutsche Wirtschaft rückt 2026 ins Mittelfeld auf

15. Januar 2026
Deutschlands Wirtschaft stagnierte im Jahr 2025. Das Bruttoinlandsprodukt lag nur um schmale 0,2 Prozent höher als im Vorjahr. Das überrascht kaum. Zur bekannten Strukturschwäche der deutschen Industrie gesellte sich in 2025 noch die Unsicherheit durch die erratische Zollpolitik der USA. Zudem konnten die von der Politik beschlossenen Ausgaben für Infrastruktur und Verteidigung bis Jahresende noch keine spürbare Wirkung entfalten.
Macht vor Regeln: Venezuela, die neue Weltordnung und vier Lehren daraus

Macht vor Regeln: Venezuela, die neue Weltordnung und vier Lehren daraus

13. Januar 2026
Bereits an den ersten Tagen des Jahres hat sich eine zentrale These unseres Jahresausblicks für 2026 bestätigt: „Politik treibt Märkte“. Die regelbasierte Weltordnung löst sich auf, und es bildet sich eine neue Struktur heraus, in der einzelne Länder ihre Interessen ohne Rücksicht auf übergeordnete Werte durchzusetzen versuchen. Dass dies auch für die USA gilt, ist für nüchterne Beobachter keine Überraschung. Es handelt sich vielmehr seit dem Amtsantritt Donald Trumps um die konzeptionelle Grundlage, auf der die US-Regierung agiert. Die Folgen dieser Entwicklung gilt es genau zu analysieren. 
Inflationsrate in der Eurozone wieder auf dem EZB-Ziel

Inflationsrate in der Eurozone wieder auf dem EZB-Ziel

8. Januar 2026
Zum Jahresende 2025 ist die Inflation in der Eurozone wieder auf 2,0 Prozent gefallen. Dies ist vor allem auf einen Rückgang der Energiepreise um 1,9 Prozent zurückzuführen. Der Preisanstieg bei Konsumgütern blieb mit 0,4 Prozent dagegen nahezu stabil. Im Gegensatz zur Entwicklung in Deutschland sind die Nahrungsmittelpreise in der Eurozone um 2,6 Prozent gestiegen, nachdem sich der Preisauftrieb in den letzten Monaten mit 2,5 bzw. 2,4 Prozent etwas verlangsamt hatte. Zwar dürfte der Höhepunkt hinter uns liegen, doch gerade der Preisanstieg bei den unverarbeiteten Lebensmitteln um 4,2 Prozent im Dezember erweckt bei vielen Konsumenten den Eindruck, dass alles teurer wird.
KI-Wachstum, Globalität, Dividenden – drei Anker für Aktienportfolios in 2026

KI-Wachstum, Globalität, Dividenden – drei Anker für Aktienportfolios in 2026

8. Januar 2026
2026 dürften die Aktienmärkte weniger von einer einzigen, dominanten Story geprägt werden, als dies in den letzten Jahren der Fall war. Zu diesem Schluss kommt Christophe Braun, Equity Investment Director bei Capital Group. Nach Jahren, in denen vor allem wenige große US-Tech-Titel die Renditen getrieben hätten, sieht er Anzeichen für eine zunehmende Marktbreite: „Wir bewegen uns weg von einem binären Markt hin zu einem ausgewogeneren Umfeld mit vielfältigen Chancen“, so Braun.
Im Wechselbad der Gefühle: Ein Ausblick auf das Kapitalmarktjahr 2026

Im Wechselbad der Gefühle: Ein Ausblick auf das Kapitalmarktjahr 2026

19. Dezember 2025
Die Jahreswende steht vor der Tür und mit ihr ein Börsenumfeld, das rauer wird. Investoren fragen sich: Wo liegen die Chancen, welche Risiken gilt es zu umschiffen? Auch in unruhigen Zeiten lassen sich ordentliche Erträge erzielen, wenn Risiken nicht aus dem Blick geraten.
Tauziehen zwischen KI und Defiziten

Tauziehen zwischen KI und Defiziten

18. Dezember 2025
Stehen wir vor gesamtwirtschaftlichen Umbrüchen? Für Vanguard gibt es dafür klare Anzeichen. Die parallele Rally von Gold und Tech-Aktien ist mehr als ein makroökonomisches Kuriosum. Warum sich die Weltwirtschaft dem Zustand einer quantenmechanischen Superposition nähert – und was Anleger daraus für ihr Portfolio ableiten können, erklärt dieser Beitrag.
Multi-Faktor-Strategie

Multi-Faktor-Strategie

17. Dezember 2025
Größe, Qualität, Momentum etc. Es gibt viele Faktoren, die die Basis einer Investmentstrategie ausmachen können. Marc Ospald, Managing Director – Portfoliomanagement bei der Habbel, Pohlig & Partner Vermögensverwaltung weiß, worauf es beim Selektionsprozess ankommt. INTELLIGENT INVESTORS traf ihn in Wiesbaden zum Austausch.

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