Brasilien profitiert vom Ölboom und gerät zugleich unter Druck

Brasilien profitiert vom Ölboom und gerät zugleich unter Druck

21. April 2026
Durch die Explosion der Erdölpreise aufgrund der Blockade der Straße von Hormus erfreut sich Brasilien eines unverhofften Geldsegens. Bei 100 US-Dollar für das Barrel Brent – vor der Krise in der Meerenge waren es etwa 65 US-Dollar – wird die Ölgesellschaft Petrobras zu einer wichtigen Geldquelle für den Staat, der die Mehrheitsanteile an ihr hält. Bis Mitte April 2026 verzeichnete der Ölriese einen Kurssprung von 80 %. Ein Glücksfall für Präsident Lula, der im Alter von 80 Jahren auf seine Wiederwahl im kommenden Oktober setzt. Das ist die Gelegenheit, mit Subventionen seinen Wählerstamm auszubauen.
„China setzt bei Taiwan auf Entschärfung – und auf das Jahr 2028“

„China setzt bei Taiwan auf Entschärfung – und auf das Jahr 2028“

20. April 2026
China positioniert sich international als berechenbarer Gegenpol zur US-Politik und verlagert im Taiwan-Konflikt den Schwerpunkt: weniger militärische Machtdemonstration, mehr politische Annäherung. Kay-Peter Tönnes, Gründer und Geschäftsführer von Antecedo Asset Management, sieht darin eine spürbare Risikoreduktion – aber ohne Entwarnung für Anleger. 
Fed-Bilanz: Weitere Schrumpfung ohne Marktreaktionen?

Fed-Bilanz: Weitere Schrumpfung ohne Marktreaktionen?

20. April 2026
Die US-Notenbank könnte schon bald wieder ihre Bilanz verkleinern – und die Märkte dürften davon kaum Notiz nehmen. So lautet das Ergebnis einer aktuellen Analyse von PIMCO-Ökonomin Tiffany Wilding. Bereits das Ende der jüngsten Phase des Quantitative Tightening (QT) sei „weitgehend geräuschlos“ verlaufen. 
20 Euro, 2 Milliarden und die deutsche Lust am Hadern

20 Euro, 2 Milliarden und die deutsche Lust am Hadern

19. April 2026
Die aktuellen Entlastungspakete der Bundesregierung spalten Politik, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Der Spritrabatt gilt vielen Ökonomen als Symbol verfehlter Krisenpolitik, die steuerfreie 1.000-Euro-Prämie als teure und systemwidrige Nothilfe. Doch hinter der Kritik an der „Gießkanne“ steckt auch ein grundsätzlicher Zielkonflikt: Zwischen ordnungspolitischer Sauberkeit und akuter politischer Handlungsfähigkeit klafft in Krisenzeiten oft eine Lücke. Warum die theoretische Kritik berechtigt sein mag, schnelle Entlastung politisch aber dennoch notwendig sein kann, erläutert Carsten Klude, Chefvolkswirt von M.M.Warburg & CO, in folgendem Kommentar.
Ein hilfreicher Waffenstillstand, aber eine fragile Atempause

Ein hilfreicher Waffenstillstand, aber eine fragile Atempause

19. April 2026
Der Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran stützt die Märkte zwar geringfügig, doch die neue US-Blockade iranischer Häfen bedeutet, dass der Öl- und Schifffahrtsschock nicht gelöst wurde; er hat sich zu einem Risiko durch Engpässe gewandelt. Wir betrachten die jüngste Marktbewegung als taktische Relief Rallye und nicht als dauerhafte Normalisierung, insbesondere da Diplomaten weiterhin versuchen, die Gespräche wieder aufzunehmen, und die Schifffahrtsbedingungen durch die Straße von Hormus noch weit von der Normalität entfernt sind.
Markterwartungen für Q1 2026: Zwischen Gewinnresilienz und Bewertungsfragen

Markterwartungen für Q1 2026: Zwischen Gewinnresilienz und Bewertungsfragen

16. April 2026
Die Berichtssaison für das erste Quartal 2026 dürfte auf den ersten Blick überzeugen – sie fällt jedoch in eine Phase, in der sich das Umfeld bereits eingetrübt hat. Die Märkte blicken damit auf rückwärtsgerichtet starke Gewinne, während die Unsicherheit über die kommenden Quartale zunimmt. Analysten erwarten für den S&P 500 ein Gewinnwachstum von bis zu 17 %. Dieses basiert allerdings vor allem auf der bis Februar robusten Konjunktur, einem schwächeren US-Dollar sowie konkreten Investitionszyklen – insbesondere rund um das Thema Künstliche Intelligenz. Auffällig ist dabei die Diskrepanz zwischen fundamentalen Erwartungen und Marktpositionierung: Trotz der starken Gewinnprognosen bleiben viele Investoren vorsichtig, insbesondere in Technologie- und Softwarewerten.
US-Inflation wieder über 3%

US-Inflation wieder über 3%

10. April 2026
Die US-Verbraucherpreise sind im März um 0,9% und damit erwartet kräftig gestiegen. Die Inflationsrate liegt damit wieder deutlich über 3%. Verantwortlich war der starke Anstieg der Benzinpreise, die infolge des Ölpreisschocks durch den Irankrieg zum Vormonat um 35% zugelegt haben. Ohne Energie und Nahrungsmittel lag die monatliche Teuerung bei 0,2%. Die jährliche Rate für die Kerninflation lag damit bei 2,6%. Der Anstieg der Verbraucherpreise setzt die Politik aber stärker unter Druck als die Notenbank. Denn solange die Kerninflation und die Inflationserwartungen nicht deutlicher zulegen, ist eine abwartende Haltung der FED angebracht, meint Dr. Johannes Mayr, Chefvolkswirt bei Eyb & Wallwitz.
Zwischen Ölpreisschock und Erholungschance — Die Märkte bleiben unter Spannung

Zwischen Ölpreisschock und Erholungschance — Die Märkte bleiben unter Spannung

9. April 2026
Nach dem positiven Jahresstart im Januar und Februar kam es im März zu einem stärkeren Rückgang an den globalen Kapitalmärkten. Auslöser dafür waren der Krieg zwischen den USA/Israel und dem Iran sowie die dadurch steigenden Energiepreise, infolge der Schließung der Straße von Hormus.
Waffenstillstand sorgt für Entspannung

Waffenstillstand sorgt für Entspannung

9. April 2026
Kommt mit dem Waffenstillstand im Iran die langersehnte Entspannung? Obwohl die Straße von Hormus aktuell noch geschlossen ist, fiel der Ölpreis wieder auf unter 100 US-Dollar pro Barrel (WTI) und besonders Grundstoffaktien erholen sich stark – allen voran Gold. Mögliche Szenarien, wie es nach dem Waffenstillstand weitergeht und worauf Anleger sich einstellen sollten, erläutert Roger Rüegg, Leiter Multi-Asset-Solutions bei ZKB/Swisscanto:
Diversifizierung von US-Investments durch Small-Cap-Unternehmen

Diversifizierung von US-Investments durch Small-Cap-Unternehmen

8. April 2026
Die Investition in US-Unternehmen mit geringer Marktkapitalisierung kann deutliche Vorteile gegenüber der Exposition zu Large und Mid-Caps bieten: Small Caps stehen oft an der Spitze der Innovation und befinden sich in den frühen Phasen des Wachstumszyklus. Traditionell sind Small-Cap-Unternehmen zudem stärker von der Entwicklung heimischer Wirtschaft anhängig, da sie typischerweise eher auf lokalen Märkten als auf internationalen Märkten tätig sind.
“Die USA behalten ihr Anker-Potenzial”

“Die USA behalten ihr Anker-Potenzial”

31. März 2026
Wie geht es weiter mit der Vormachtstellung der USA? Was macht der neue Fed-Chef? Und wie steuert man ein Multi-Asset-Flaggschiff durch die stürmische See? Jörg Held, Head of Portfolio Management bei Ethenea, im exklusiven Interview. 
“Knappheit wird wieder zum Strukturprinzip”

“Knappheit wird wieder zum Strukturprinzip”

26. März 2026
Geopolitische Spannungen treiben die Energiepreise – und erinnern daran, dass Knappheit zurückkehrt. Europa bleibt verwundbar, physische Ressourcen gewinnen an Wert, und Energie wird zum entscheidenden Faktor für Märkte und Portfolios. Was das für Investoren bedeutet, erklärt Dr. Johannes Mayr, Chefvolkswirt bei Eyb & Wallwitz.
Deutsche Wirtschaft im perfekten Sturm

Deutsche Wirtschaft im perfekten Sturm

26. März 2026
Der diese Woche von der Ifo veröffentlichte Geschäftsklimaindex zeigt eine deutliche Verschlechterung der Stimmung in der Industrie – und auch seine Erwartungen für die Exportwirtschaft hat das Institut deutlich nach unten korrigiert. Für Carsten Klude, Chefvolkswirt der Bank M.M.Warburg & CO, ist das keine Überraschung. Warum er die deutsche Wirtschaft aktuell im perfekten Sturm sieht – und warum die Politik jetzt zügig Antworten auf die neue geopolitische Realität finden muss, erklärt der Experte in folgendem Kommentar.
“Der Irankrieg belastet die Märkte – das Investmentumfeld bleibt grundsätzlich intakt”

“Der Irankrieg belastet die Märkte – das Investmentumfeld bleibt grundsätzlich intakt”

24. März 2026
Der Irankrieg hält die Marktteilnehmer weiter in Atem und dominiert das Marktgeschehen. Besonders stark unter Druck stehen die Börsen in Regionen, die in hohem Maße von Energieimporten abhängig sind – und wo die gestiegenen Energiepreise daher eine erhebliche Belastung darstellen. Dazu zählen neben Europa und Japan auch asiatische Schwellenländer. Die USA sind im Gegensatz dazu weniger betroffen, da sie energiepolitisch weitgehend autark sind. Hinzu kommt, dass vor allem große US-Technologiewerte derzeit als sichere Häfen gehandelt werden und daher im Vergleich zu anderen Branchen geringere Kursverluste verzeichneten. Neben soliden Bilanzen und einer starken Marktstellung profitieren sie vor allem von Geschäftsmodellen, die deutlich weniger energiepreisabhängig sind als die klassischen konsumsensitiven Sektoren.
US-Geldpolitik: Stillstand jetzt, zwei Zinssenkungen im zweiten Halbjahr

US-Geldpolitik: Stillstand jetzt, zwei Zinssenkungen im zweiten Halbjahr

19. März 2026
Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hat ihren Leitzins wie erwartet unverändert bei 3,75 Prozent belassen. Die Abstimmung fiel mit 11:1 sehr eindeutig aus, wobei Stephen Miran wenig überraschend das einzige abweichende Mitglied war. Dies dürfte mit hoher Wahrscheinlichkeit im gesamten ersten Halbjahr so bleiben.
Der strategische Wettbewerb zwischen China und den USA

Der strategische Wettbewerb zwischen China und den USA

17. März 2026
Die Welt kehrt in ein bipolares System zurück – China und die USA befinden sich in einem globalen Wettstreit um strategische Vorherrschaft. Trotz Chinas Umsetzung des Programms „China 2025“ konnte die USA offenbar ihre technologische Führungsrolle in Bereichen wie Halbleitern und Künstlicher Intelligenz behalten. Somit konzentriert sich ein zentraler Aspekt des Wettbewerbs zunehmend auf Ressourcen – insbesondere auf Energie sowie kritische Mineralien und Seltene Erden (REEs).
Bank of England: Zinssenkungen wahrscheinlich, Timing unklar

Bank of England: Zinssenkungen wahrscheinlich, Timing unklar

17. März 2026
An diesem Donnerstag findet die Sitzung der Bank of England statt. Mit Blick auf die weiteren Aussichten und Entscheidungen der Währungshüter kommentiert Peder Beck-Friis, Ökonom bei PIMCO:
„Die Reformwilligkeit der Regierung bleibt gefragt“

„Die Reformwilligkeit der Regierung bleibt gefragt“

16. März 2026
Eine kleine Reise um die Welt. Wie sieht es volkswirtschaftlich in den Regionen aus? Dr. Felix Schmidt, Leitender Volkswirt bei Berenberg, sprach Ende Februar in Frankfurt mit Alexander Heftrich.
„Wir sind für Aktien im Jahresverlauf positiv gestimmt“

„Wir sind für Aktien im Jahresverlauf positiv gestimmt“

16. März 2026
Wie entwickeln sich die Aktienmärkte 2026? Diese Frage stellen sich viele Investoren, insbesondere nach den Anstiegen in den vergangenen Jahren. Chefredakteur Alexander Heftrich sprach Mitte Februar mit Marc Decker, Co-Aktienchef bei Quintet, der Muttergesellschaft von Merck Finck, zu den Aussichten dieser Anlageklasse im laufenden Jahr.
Die Notenbankentscheidungen

Die Notenbankentscheidungen

16. März 2026
Die anstehenden Fed- und EZB-Zinsentscheiden kommentiert Daniel Kerbach, CIO der BayernInvest.
Die drei wichtigsten Risikoszenarien für 2026

Die drei wichtigsten Risikoszenarien für 2026

12. März 2026
Das Jahr 2026 bietet aktuell ein konstruktives Makroumfeld, beurteilt Jörg Held, Head of Portfolio Management bei ETHENEA Independent Investors S.A. Es herrsche ein „Goldilocks“-Setup: Wachstum über dem Trend, Inflation auf dem Rückzug und Zentralbanken mehrheitlich in einer Pause oder mit moderaten Lockerungsschritten. Die Marktbreite nehme zu, das Thema Künstliche Intelligenz (KI) verbreite sich global, und fiskalische Impulse in Deutschland sowie den USA wirkten stützend. Dennoch warnt Held vor potenziellen Risiken, die die Lage zum Kippen bringen könnten:
Kerninflation fällt unter Zielwert, Abwärtsrisiken durch Energiepreisschocks ausgeglichen

Kerninflation fällt unter Zielwert, Abwärtsrisiken durch Energiepreisschocks ausgeglichen

12. März 2026
Den am 19. März bevorstehenden Zinsentscheid der EZB kommentiert Katharine Neiss, Chief European Economist, Fixed Income bei PGIM:
sentix-Konjunkturindex fällt

sentix-Konjunkturindex fällt

10. März 2026
Der sentix-Konjunkturindex liefert eine erste Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung nach dem Ausbruch des Iran-Krieges. Nach drei Verbesserungen in Folge fällt der Gesamtindex für den Euroraum um 7,3 Punkte auf ‑3,1 und stellt damit den jüngsten Aufschwung infrage.
Türkische Zentralbank im Dilemma – Golfkrieg belastet

Türkische Zentralbank im Dilemma – Golfkrieg belastet

9. März 2026
In der Türkei liegt die Inflation immer noch bei über 36%. Eigentlich hatten Investoren erwartet, dass die türkische Zentralbank (CBRT) die Leitzinsen bei ihrer nächsten Sitzung am 12. März weiter senken würde. Doch der neue Golfkrieg dürfte die Geldpolitiker am kommenden Donnerstag dazu bewegen, die Leitzinsen vorerst unverändert zu lassen, erläutern Polina Kurdyavko, Senior Portfolio Manager & Head of Emerging Markets und Timothy Ash, Senior Emerging Markets Sovereign Strategist, bei RBC BlueBay Asset Management:
Nahostkonflikt: Warum haben die asiatischen Aktienmärkte stärker gelitten als die US-Märkte?

Nahostkonflikt: Warum haben die asiatischen Aktienmärkte stärker gelitten als die US-Märkte?

9. März 2026
Der wichtigste wirtschaftliche Übertragungskanal des Nahostkonflikts ist die Energie. Die Märkte konzentrieren sich weniger auf direkte Handelsstörungen als vielmehr auf das Risiko eines anhaltenden Anstiegs der Öl- und Erdgaspreise. Das ist für Asien besonders wichtig.
Anlageperspektiven zu Marktauswirkungen – Schwellenländer

Anlageperspektiven zu Marktauswirkungen – Schwellenländer

5. März 2026
Derrick Irwin, Senior Portfolio Manager und Co-Head of Intrinsic Emerging Markets Equity bei Allspring Global Investments, kommentiert die Auswirkungen der Lage im Nahen Osten auf die Finanzmärkte: 
Diversifikation statt Aktionismus

Diversifikation statt Aktionismus

3. März 2026
Die jüngste Eskalation im Nahen Osten – insbesondere der US-Militärschlag gemeinsam mit Israel gegen Iran – hat die Märkte bewegt, aber nicht in Panik versetzt. Die Ölpreise zogen spürbar an, Aktien gerieten etwas unter Druck und klassische sichere Häfen wie Gold verzeichneten leichte Zuflüsse. Entscheidend für Anleger ist jetzt weniger die Frage nach kurzfristigen Reaktionen als nach der Robustheit der eigenen Portfoliostruktur.
Märkte im Nahost-Stresstest

Märkte im Nahost-Stresstest

3. März 2026
Die Eskalation im Nahen Osten hat die Märkte aus dem Tritt gebracht – und sie erinnert daran, wie schnell Geopolitik wieder zum Preistreiber wird. Entscheidend ist jetzt weniger die Schlagzeile als die Frage, ob aus Risiko auch ein realer Angebotsschock wird. Denn davon hängt ab, ob wir nur eine Volatilitätswelle sehen – oder den Beginn eines Inflationsrückschlags, analysiert Carsten Klude, Chefvolkswirt der Bank M.M. Warburg & CO, in seinem Marktkommentar.
„Rohölpreis könnte deutlich in den dreistelligen Bereich ansteigen”

„Rohölpreis könnte deutlich in den dreistelligen Bereich ansteigen”

2. März 2026
Hakan Kaya, Senior Portfolio Manager Quantitative und Multi-Asset Strategien bei Neuberger, ordnet die marktrelevanten Auswirkungen der jüngsten Angriffe der USA und Israels auf den Iran sowie die nach sich ziehenden militärischen Gegenschläge in der Nahost-Region wie folgt ein:
Anleihen: Richtig aufgestellt für unsichere Zeiten

Anleihen: Richtig aufgestellt für unsichere Zeiten

2. März 2026
Das globale makroökonomische Umfeld ist innerhalb kurzer Zeit deutlich unsicherer geworden, nachdem es Ende 2025 noch weitgehend dem wirtschaftlichen Idealzustand zu entsprechen schien, auch bekannt als „Goldilocks“-Szenario: einer soliden Wachstumsdynamik gepaart mit einer nachlassenden Inflation.
Strukturelle Bedeutung der Emerging Markets noch nicht eingepreist

Strukturelle Bedeutung der Emerging Markets noch nicht eingepreist

26. Februar 2026
Angesichts der Rückkehr von Donald Trump mit seiner „America-First“-Politik hatten zahlreiche Marktbeobachter 2025 ein schwieriges Jahr für die Schwellenländer vorhergesagt. Die tatsächliche Entwicklung sorgte jedoch für Überraschung. Mit einem Plus von 31 % in US-Dollar übertraf der MSCI Emerging Markets die Industrieländer um 11 %.[1] Anleger investieren nicht mehr nur reflexartig in Schwellenländer, wenn der US-Dollar abwertet.  Zunehmend sehen sie diese Märkte  als strukturelle Gewinner einer multipolaren Welt. Diese taktische Vorgehensweise könnte durchaus in eine langfristige strategische Allokation münden.
Gerichtliche Aufhebung der US-Zölle: Brasilien, China, Indien und Kanada könnten zu den Gewinnern zählen

Gerichtliche Aufhebung der US-Zölle: Brasilien, China, Indien und Kanada könnten zu den Gewinnern zählen

25. Februar 2026
Das US-Zollsystem steht vor seiner nächsten Phase, nachdem der Oberste Gerichtshof die auf dem IEEPA basierenden Abgaben aufgehoben hat. Diese Abgaben wirkten sich auf US-Importe im Wert von 1,5 Billionen Dollar und 70 % der Zolleinnahmen aus. Die Ersetzung von etwa 80 % dieser Zölle durch einen globalen Zollsatz von 15 % gemäß Abschnitt 122 durch die Regierung könnte eine vorübergehende Übergangslösung für 150 Tage sein – die zufällig bis zu den Zwischenwahlen im November läuft, bevor sie durch Zölle gemäß Abschnitt 232 oder 301 ersetzt werden. 
Untergewichtet. Unterbewertet. Unterschätzt.

Untergewichtet. Unterbewertet. Unterschätzt.

24. Februar 2026
In einem Jahr, das viele Skeptiker überrascht hat, legten chinesische Aktien 2025 deutlich zu – getragen von besseren Unternehmensfundamentaldaten, steigenden Gewinnen und politischen Reformen. China startet 2026 damit aus einer soliden Ausgangslage in die nächste Phase der Erholung, wobei ein selektiver Ansatz entscheidend bleibt. Darauf verweist John Lin, Chief Investment Officer—Emerging Markets Value Equities and China Equities bei AllianceBernstein, und betont: Nach zwei Jahren zweistelliger Zuwächse bei Offshore-China- und A‑Aktien verschiebt sich die Debatte von der Frage der Investierbarkeit hin zur optimalen Portfolio-Allokation.
Das Ende von Trumps Notstandsregime – nicht aber der Zölle

Das Ende von Trumps Notstandsregime – nicht aber der Zölle

24. Februar 2026
Die vergangene Woche endete mit einem Paukenschlag: Der Oberste Gerichtshof der USA, der Supreme Court, hat entschieden, dass US-Präsident Donald Trump keine Zölle auf Basis des International Emergency Economic Powers Act (IEEPA) erheben darf. Die Kompetenz zur Erhebung von Zöllen ist Teil der Steuerhoheit des Kongresses; die Exekutive kann sie nur auf Grundlage einer ausdrücklichen gesetzlichen Delegation ausüben. Wichtig ist: Das Urteil ist statutenspezifisch, nicht generell handelspolitisch. Andere Instrumente wie Anti-Dumping-Maßnahmen bleiben unangetastet. Allerdings sind diese verfahrensgebunden und setzen mehrmonatige Prüfprozesse voraus – eine kurzfristige Substitution auf diesem Wege ist damit ausgeschlossen.
Keine klaren Aufwärts- oder Wachstumssignale

Keine klaren Aufwärts- oder Wachstumssignale

23. Februar 2026
„Das Ifo-Geschäftsklima ist im Februar deutlich auf 88,6 Punkte gestiegen und signalisiert damit eine leichte Stimmungsaufhellung sowie eine leichte Überschreitung der Erwartungen. Trotz spürbarer Erholung senden weder das Ifo-Geschäftsklima noch andere Frühindikatoren wie der Einkaufsmanagerindex ein klares Aufwärts- oder Wachstumssignal.
„AI Anxiety“ – siegt Optimismus oder Pessimismus?

„AI Anxiety“ – siegt Optimismus oder Pessimismus?

22. Februar 2026
Letztes Jahr war die KI-Stimmung noch besser, doch inzwischen werden die Untergangspropheten lauter. Ist das Ende nah? Von etwaigen Friedensverhandlungen zwischen Russland und der Ukraine bis hin zu den Zukunftsaussichten für Weltstädte wie New York und Singapur – niemand kann aktuell vorhersagen, was KI in Zukunft leisten wird. Die Warnung vor der Übernahme aller Bürojobs innerhalb weniger Jahre klingt allerdings eher alarmistisch, meint Mark Dowding, Fixed Income CIO bei RBC BlueBay Asset Management.
Supreme Court kassiert Trumps Zoll-Politik

Supreme Court kassiert Trumps Zoll-Politik

22. Februar 2026
Das lang erwartete heutige Urteil des Supreme Court zu Trumps Zöllen entzieht der bisherigen Praxis die Rechtsgrundlage. Die pauschale Anwendung des Notstandsrechts (IEEPA) für globale Importabgaben wurde überraschend klar mit 6:3 Stimmen gestoppt. Das Urteil sorgt für eine Zäsur in der US-Handelspolitik. Auch wenn US-Präsident Trump versuchen wird, über eine „Notstands-Zollpolitik 2.0“ (Sektion 232) gegenzusteuern, hat sich die Situation mit dieser Entscheidung grundlegend verändert.
ZEW-Index bleibt stabil

ZEW-Index bleibt stabil

17. Februar 2026
„Der ZEW-Index bleibt stabil. Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einer Phase fragiler Erholung. Die strukturellen Herausforderungen, insbesondere in der Industrie und bei den Privatinvestitionen, bleiben erheblich. Die anstehenden Reformen der Sozialversicherungssysteme sollten dazu genutzt werden, die Standortattraktivität wesentlich zu steigern“, kommentiert ZEW-Präsident Prof. Achim Wambach, PhD die aktuellen Ergebnisse.
Argentinien vor möglichem Wendepunkt

Argentinien vor möglichem Wendepunkt

17. Februar 2026
Argentinien befindet sich in einer außergewöhnlichen Übergangsphase. Dieser Ansicht ist James Donald, Portfoliomanager/Analyst und Leiter der Emerging-Markets-Plattform von Lazard Asset Management. Nach dem klaren Sieg von Präsident Javier Milei bei den Zwischenwahlen im Oktober 2025 verfüge die Regierung über ein deutlich gestärktes politisches Mandat. Entscheidend sei nun, ob dieses Momentum in nachhaltige makroökonomische Stabilität und dauerhaften Marktzugang übersetzt werden könne.
Wie struktureller Wandel neue Aktien-Gewinner definiert

Wie struktureller Wandel neue Aktien-Gewinner definiert

17. Februar 2026
Die Kapitalmärkte stehen vor einem Jahr, in dem weniger kurzfristige Konjunkturschwankungen als vielmehr tiefgreifende Strukturtrends die Chancenverteilung bei Aktien bestimmen dürften. Zu diesem Schluss kommt Christophe Braun, Equity Investment Director bei Capital Group. Dabei komme es für Anleger darauf an, die langfristigen Treiber hinter den Schlagzeilen zu erkennen und Unternehmen zu identifizieren, die sich in diesem Umfeld anpassen und Marktanteile gewinnen könnten. „Wir sehen strukturellen Wandel nicht als Risiko, das man pauschal meiden sollte, sondern als Quelle für selektive Chancen – vorausgesetzt, man bleibt diszipliniert und unterscheidet genau zwischen Hype und echter Wettbewerbsstärke“, erläutert Braun. Vier Entwicklungen seien dabei besonders relevant:
Jetzt beginnt die Bewährungsprobe für die Kreditmärkte

Jetzt beginnt die Bewährungsprobe für die Kreditmärkte

17. Februar 2026
Die Emissionen im Technologiesektor standen auch in der vergangenen Woche im Mittelpunkt, die Nachfrage blieb außergewöhnlich hoch. Oracle platzierte eine 25-Mrd.-USD-Mehrtranchenanleihe und sammelte über 129 Mrd. USD an Orders ein. Damit zerstreute das Unternehmen frühere Sorgen, dass KI-getriebene Investitionen den Markt überfordern könnten.
Die Weltwirtschaft wächst über Trend

Die Weltwirtschaft wächst über Trend

16. Februar 2026
Trotz aller geopolitischen Querelen ist der globale Konjunkturtrend 2026 zunehmend aufwärtsgerichtet: „Wir haben unsere globale Wachstumsprognose noch einmal auf 3,4 Prozent angehoben“, sagt Robert Greil. Der Chefstratege von Merck Finck: „Haupttreiber bleiben die USA und auch China, wo wir unsere Prognose besonders stark angehoben haben – während die Dynamik in Europa weiterhin hinterherhinkt.“ Greil: „Hinter der positiven Entwicklung stehen vor allem vier Haupttreiber: weniger Handelskonflikte als im Vorjahr, zumeist weiter sinkende Leitzinsen, klar steigende Staatsausgaben und gerade in den USA und China noch mehr KI-Investitionen.“
Euro-Bonds: „Allgemeine Transferunion wäre gefährlich“

Euro-Bonds: „Allgemeine Transferunion wäre gefährlich“

16. Februar 2026
Die EU-Führung hat diese Woche über die Wettbewerbsfähigkeit Europas diskutiert. Im Raum stand auch die Frage, inwiefern die notwendigen Reformen durch gemeinsame Schulden finanziert werden können. Euro-Bonds könnten massive Skaleneffekte freisetzen, schätzt Carsten Klude, Chefvolkswirt von M.M.Warburg & CO. Dennoch wäre eine allgemeine Transferunion gefährlich. Die Analyse des Experten im Kommentar.
Japans finanzpolitische Renaissance beginnt

Japans finanzpolitische Renaissance beginnt

16. Februar 2026
Die „Sanaenomics“ haben die Zustimmung des japanischen Volkes erhalten. Sanae Takaichi, die als Protegé von Shinzo Abe gilt, wird in ihrer Wirtschaftspolitik häufig als Fortsetzung der „Abenomics“ charakterisiert und hinsichtlich deren Wirksamkeit in Frage gestellt. Ein wesentlicher Unterschied liegt jedoch in ihrem Ansatz. Abe war vor allem ein Monetarist, die Umsetzung seiner Politik inkonsistent. Die verfrühte Haushaltskonsolidierung im April 2014, als die Mehrwertsteuer von 5 % auf 8 % angehoben wurde, erstickte Japans beginnende Erholung.
Kapitalmarkterwartungen 2026: Erwartungen für die nächsten 20 Jahre weitgehend unverändert

Kapitalmarkterwartungen 2026: Erwartungen für die nächsten 20 Jahre weitgehend unverändert

11. Februar 2026
Capital Group hat seine Kapitalmarkterwartungen (Capital Market Assumptions, CMAs) für 2026 veröffentlicht. Diese skizzieren die langfristigen Erwartungen des Unternehmens hinsichtlich Renditen, Korrelationen und Volatilitäten für die wichtigsten Assetklassen über einen Zeitraum von 20 Jahren. Die Schätzungen für Aktien- und Anleiherenditen sind im Vergleich zu 2025 leicht gesunken. Das Unternehmen hält an einem konstruktiven langfristigen Ausblick fest, der durch stabile Inflationstrends, Produktivitätsgewinne und ein breiteres Chancenspektrum für diversifizierte, langfristige und aktiv gemanagte Portfolios gestützt wird.
Gründe für eine Outperfromance von Schwellenländeranleihen 2026

Gründe für eine Outperfromance von Schwellenländeranleihen 2026

9. Februar 2026
Die Fundamentaldaten der Schwellenländer haben sich in den vergangenen Jahren spürbar verbessert. Während viele entwickelte Volkswirtschaften mit steigenden Finanzierungskosten und einer Verschlechterung ihrer fiskalischen Position konfrontiert sind, zeigen zahlreiche Schwellenländer robuste Haushalte und solide Wachstumsdynamiken. Diese Entwicklung spiegelt sich auch in den Kreditratings wider: 2025 lag das Verhältnis von Rating‑Upgrades zu Downgrades bei rund 2:1 – ein klares Signal für eine strukturelle Verbesserung innerhalb der Anlageklasse.
Wahl in Japan — vor allem die Rhetorik von Sanae Takaichi beunruhigt

Wahl in Japan — vor allem die Rhetorik von Sanae Takaichi beunruhigt

6. Februar 2026
Die jüngsten Turbulenzen am japanischen Finanzmarkt können unserer Einschätzung nach durchaus als eine Zäsur bezeichnet werden, die das Potenzial hat, weit über eine kurzfristige Marktreaktion hinauszugehen. Ausgelöst wurden sie durch eine ungewöhnliche Kombination aus politischem Timing, fiskalpolitischer Rhetorik und strukturellen Verschiebungen am Markt für japanische Staatsanleihen (JGBs).
Kurzkommentar zur EZB-Sitzung

Kurzkommentar zur EZB-Sitzung

4. Februar 2026
Angesichts des robusten Wachstums in der Eurozone und einer Inflationsrate, die sich in der Nähe des Zwei-Prozent-Ziels bewegt, gibt es für die Europäische Zentralbank (EZB) derzeit keinen Grund, ihre Geldpolitik zu ändern. Die Währungshüter aus Frankfurt werden den Einlagesatz daher mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit am 5. Februar bei 2,0 Prozent belassen. Lediglich der gegenüber dem US-Dollar weiter erstarkte Euro wird etwas Würze in die ansonsten wintergraue EZB-Sitzung bringen. 
Darum kommen Produktivitätszuwächse in den USA nicht mehr bei Arbeitnehmern an

Darum kommen Produktivitätszuwächse in den USA nicht mehr bei Arbeitnehmern an

4. Februar 2026
Hinter der insgesamt hohen Widerstandsfähigkeit der Wirtschaft verbirgt sich eine ausgeprägte Divergenz. Politische Kursänderungen in den USA sowie die zunehmende Verbreitung von KI-Technologien haben klare Gewinner und Verlierer hervorgebracht: Viele große, kapitalintensive Unternehmen mit hoher KI-Nutzung entfernen sich zunehmend vom Rest der Wirtschaft, während immer mehr Arbeitnehmer und ihre Haushalte zurückfallen. Diese prägenden makroökonomischen Entwicklungen dürften sich fortsetzen und auch im Jahr 2026 und darüber hinaus spürbare Auswirkungen auf Wirtschaft, Märkte und Politik haben.
„Kevin Warshs Nominierung zum Fed-Vorsitzenden könnte einen Regimewechsel einleiten“

„Kevin Warshs Nominierung zum Fed-Vorsitzenden könnte einen Regimewechsel einleiten“

2. Februar 2026
„Wir müssen über Kevin sprechen. Nicht nur, weil Donald Trump (ein enger Freund von Mr. Warshs Schwiegervater Ronald Lauder) sagt, er habe ‚großen Scharfsinn und ein großartiges Aussehen‘, sondern weil Kevin Warshs Nominierung zum Vorsitzenden der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) einen Regimewechsel in der US-Geldpolitik einleiten könnte – mit Folgen für Zinsstrukturkurve, Liquidität und Risikoanlagen. Warsh bringt solide Qualifikationen mit. Als Fed-Gouverneur während der globalen Finanzkrise spielte er eine Schlüsselrolle und wurde von Ben Bernanke dafür gelobt, in einer Phase, in der institutionelles Vertrauen entscheidend war, konstruktive Verbindungen zwischen der Fed und dem Kongress aufrechterhalten zu haben. Zugleich verfügt Warsh jedoch über eine Historie als beharrlicher – und bisweilen fehlgeleiteter – Inflationsfalke. Während seiner Amtszeit (2006–2011) hielt Warsh an einer inflationären Falkenhaltung fest – bis Ende 2009, als die Kernrate des PCE-Deflators bei 0,6 Prozent lag und die Arbeitslosigkeit 9,9 Prozent betrug. Zudem ist er für seine restriktive Haltung zur Bilanz der Fed bekannt. Er argumentiert seit Langem, dass quantitative Lockerung (QE) und eine überdimensionierte Notenbankbilanz die Wall Street gegenüber der Main Street bevorzugen, indem sie Vermögenspreise nach oben treiben, ohne die Kreditkosten, die für Haushalte und kleine Unternehmen tatsächlich relevant sind, spürbar zu senken. Aus seiner Sicht drückt QE die langfristigen Renditen, lässt die kurzfristigen Finanzierungsbedingungen jedoch weitgehend unberührt. Konsequent aus dieser Perspektive betrachtet plädiert Warsh für zwei bis drei Zinssenkungen im Jahr 2026 – eine gute Nachricht für die Main Street. Für das obere Ende der K‑förmigen Wirtschaft könnte ein Zinsniveau von 3,75 Prozent bereits potenziell akkommodierend sein; für das untere Ende bleibt selbst 3 Prozent restriktiv. Anders gesagt: das kurze Ende lockern, nicht die Bilanz. Theorie ist jedoch das eine, Praxis das andere. Eine solche Ausrichtung wird nicht über Nacht umgesetzt – und ein solcher Übergang (falls er tatsächlich erfolgt) würde mit dem US-Finanzministerium (Scott Bessent) koordiniert, welches seinerseits die Emissionen am langen Ende weiter reduzieren würde. Die Implikation wäre eine steilere US-Zinsstrukturkurve. Die kurzfristigen Zinssätze würden durch Senkungen der Leitzinsen stabilisiert, während langfristige Renditen auf ein höheres, marktbasiertes Niveau steigen dürften – getrieben von Marktkräften in einem Umfeld mit einer robusten (und sehr wahrscheinlich wieder beschleunigenden) US-Wirtschaft, anhaltendem Inflationsdruck, hohen Haushaltsdefiziten und fortgesetztem Angebot an US-Staatsanleihen. Für Risikoanlagen könnte dieser Policy-Mix allerdings als leicht negativ interpretiert werden. Bilanzreduktion in Zeiten großer fiskalischer Defizite bedeutet eine höhere Nettoemission, die vom Markt absorbiert werden muss – und das in einem ohnehin fragilen Liquiditätsumfeld. Stressanzeichen am Repo-Markt und wiederkehrende Finanzierungsspannungen deuten darauf hin, dass die Liquiditätsbedingungen alles andere als unproblematisch sind. Vor diesem Hintergrund könnte eine weniger unterstützende Bilanzpolitik auf Aktien und andere Risikoanlagen drücken – selbst wenn Zinssenkungen am kürzeren Ende der Kurve der Realwirtschaft etwas Entlastung verschaffen.“ 
Europa im Zykluswechsel: Warum 2026 mehr ist als eine Aufholstory

Europa im Zykluswechsel: Warum 2026 mehr ist als eine Aufholstory

2. Februar 2026
Die Performance der europäischen und US-amerikanischen Märkte war im Jahr 2025 in Lokalwährung vergleichbar, in Euro betrachtet lagen die europäischen Märkte sogar deutlich vorne. Wir starten 2026 mit ähnlichen Aussichten, wobei Europa eine solide Performance zeigt. Darüber hinaus deutet sich an, dass die Phase starker Gewinnsteigerungen im Technologiebereich, insbesondere bei Rechenzentren, nun abnimmt. Parallel dazu setzt die Erholung der übrigen Wirtschaft ein, sowohl in den USA durch Steuererleichterungen und mögliche Konsumanreize als auch in Europa durch die beginnenden fiskalischen Impulse und potenziell positive Entwicklungen im Ukraine-Konflikt.
Zinshalt: Die Fed wählt die Warteposition

Zinshalt: Die Fed wählt die Warteposition

27. Januar 2026
Die Federal Reserve (Fed) steht vor einer Zäsur: Nach drei Zinssenkungen in Folge signalisiert sie nun eine Phase der Stabilität. Für die Januarsitzung erwartet Jörg Held, Head of Portfolio Management bei ETHENEA Independent Investors S.A., dass die Fed den Leitzins unverändert in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent belassen wird. Die Notenbanker betrachteten die aktuelle Geldpolitik als „gut positioniert“ und würden eine abwartende „Wait-and-see“-Haltung einnehmen, um die Wirkung der bisherigen Lockerungen zu evaluieren. Helds detaillierte Einschätzung:
Fed vs. Trump: Schlagabtausch mit hohem Einsatz

Fed vs. Trump: Schlagabtausch mit hohem Einsatz

27. Januar 2026
Der Geldpolitische-Kurs der US-Notenbank für diese Woche ist gesetzt. Wichtiger sind in diesen Wochen zwei Fragen: Wie unabhängig bleibt die Federal Reserve (Fed) und wer folgt auf den scheidenden US-Notenbankchef Jerome Powell? Die Angriffe Trumps auf hohe Entscheidungsträger wie Gouverneurin Lisa Cook zeigen, wie viel auf dem Spiel steht. Wie er diese politischen Entwicklungen einordnet und warum Jerome Powell auch nach seiner Amtszeit eine zentrale Rolle bei der Verteidigung der Unabhängigkeit der Fed einnehmen könnte, erläutert Eric Winograd, Chief US Economist bei AllianceBernstein.
Fed-Sitzung: Zwei Zinsschritte, aber erst im zweiten Halbjahr

Fed-Sitzung: Zwei Zinsschritte, aber erst im zweiten Halbjahr

26. Januar 2026
Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) dürfte die Leitzinsen auf der morgigen Sitzung unverändert bei 3,75 Prozent belassen. Dies entspricht dem breiten Marktkonsens: Die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung wird derzeit lediglich auf drei Prozent geschätzt.
Globaler Aufschwung bleibt trotz Geopolitik intakt

Globaler Aufschwung bleibt trotz Geopolitik intakt

23. Januar 2026
Trotz aller geopolitischen Schlagzeilen hat der Internationale Währungsfonds seine globale Wachstumsprognose für 2026 von 3,1 % auf 3,3 % angehoben. „Die Weltwirtschaft trotzt der geopolitischen Unsicherheit“, sagt Robert Greil. Der Chefstratege von Merck Finck weiter: „Solange der von den USA vor China und Europa angeführte Konjunkturaufschwung anhält, sollte der Börsentrend trotz aller geopolitisch verursachten Volatilitätssprünge nach oben gerichtet bleiben.“
Euro-Konjunktur: Stabilisierung, mehr nicht

Euro-Konjunktur: Stabilisierung, mehr nicht

23. Januar 2026
Die Stimmung der Unternehmen im Euro-Raum hat sich im Januar nach dem Rücksetzer im Vormonat stabilisiert. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) für die Gesamtwirtschaft lag erneut bei 51,5 Punkten. Damit bleiben die Zweifel an der erwarteten Belebung der Konjunktur in Europa bestehen. Sie haben sich aber zumindest nicht verstärkt. Trotz der geopolitischen Schlagzeilen und insbesondere der Zolldrohungen der Trump-Administration. Zusammen mit den Ereignissen der letzten Tage zeigen die Daten aber auch: Ohne mutige Reformschritte auf nationaler Ebene wie auch auf EU-Ebene bleibt Europa politisch und außenwirtschaftlich zu abhängig und der Binnenkonjunktur fehlt die Kraft für eine dynamische Belebung, erklärt Dr. Johannes Mayr, Chefvolkswirt bei Eyb & Wallwitz. 
Pax Groenlandica – Ein Deal in Davos?

Pax Groenlandica – Ein Deal in Davos?

23. Januar 2026
Außer Spesen nichts gewesen? Nach viel verbaler Aufrüstung und neuen Zollandrohungen will Trump jetzt doch eine einvernehmliche Lösung in der Grönlandfrage finden. Wer jetzt entspannt aufatmet, übersieht, welche Spuren die letzten Tage in der Weltpolitik hinterlassen haben: Von der transatlantischen Partnerschaft bis hin zu russischen und chinesischen Großmachtambitionen sind die langfristigen Folgen noch kaum absehbar, analysiert Mark Dowding, Fixed Income CIO bei RBC BlueBay Asset Management.
Südkorea: Kursrakete trotz politischer Turbulenzen

Südkorea: Kursrakete trotz politischer Turbulenzen

20. Januar 2026
Dem jüngst abgesetzten Präsidenten droht die Todesstrafe. Mehrere seiner Vorgänger wurden wegen Korruption verurteilt — und später von Nachfolgern begnadigt, die teils selbst vor Gericht landeten. Hinzu kommen mächtige aber finanziell intransparente Industriekonglomerate, eine rückläufige Demografie und immer wieder aufflammende Massenproteste. Und dennoch erlebt der Aktienmarkt einen historischen Höhenflug: Innerhalb nur eines Jahres legte er um 91 % zu![1]
Ostrum AM: Zinssenkung der Fed unwahrscheinlich

Ostrum AM: Zinssenkung der Fed unwahrscheinlich

20. Januar 2026
Von der Fed-Sitzung in der kommenden Woche erwartet Axel Botte, Chefstratege des französischen Investmenthauses Ostrum Asset Management, keine Zinssenkung. Die Daten zur Inflation in den USA seien bestenfalls gemischt; der Erzeugerpreisindex habe sogar die Befürchtungen vor einem Wiederanstieg der Inflation wieder angefacht.
Deutsche Wirtschaft rückt 2026 ins Mittelfeld auf

Deutsche Wirtschaft rückt 2026 ins Mittelfeld auf

15. Januar 2026
Deutschlands Wirtschaft stagnierte im Jahr 2025. Das Bruttoinlandsprodukt lag nur um schmale 0,2 Prozent höher als im Vorjahr. Das überrascht kaum. Zur bekannten Strukturschwäche der deutschen Industrie gesellte sich in 2025 noch die Unsicherheit durch die erratische Zollpolitik der USA. Zudem konnten die von der Politik beschlossenen Ausgaben für Infrastruktur und Verteidigung bis Jahresende noch keine spürbare Wirkung entfalten.
Macht vor Regeln: Venezuela, die neue Weltordnung und vier Lehren daraus

Macht vor Regeln: Venezuela, die neue Weltordnung und vier Lehren daraus

13. Januar 2026
Bereits an den ersten Tagen des Jahres hat sich eine zentrale These unseres Jahresausblicks für 2026 bestätigt: „Politik treibt Märkte“. Die regelbasierte Weltordnung löst sich auf, und es bildet sich eine neue Struktur heraus, in der einzelne Länder ihre Interessen ohne Rücksicht auf übergeordnete Werte durchzusetzen versuchen. Dass dies auch für die USA gilt, ist für nüchterne Beobachter keine Überraschung. Es handelt sich vielmehr seit dem Amtsantritt Donald Trumps um die konzeptionelle Grundlage, auf der die US-Regierung agiert. Die Folgen dieser Entwicklung gilt es genau zu analysieren. 
Inflationsrate in der Eurozone wieder auf dem EZB-Ziel

Inflationsrate in der Eurozone wieder auf dem EZB-Ziel

8. Januar 2026
Zum Jahresende 2025 ist die Inflation in der Eurozone wieder auf 2,0 Prozent gefallen. Dies ist vor allem auf einen Rückgang der Energiepreise um 1,9 Prozent zurückzuführen. Der Preisanstieg bei Konsumgütern blieb mit 0,4 Prozent dagegen nahezu stabil. Im Gegensatz zur Entwicklung in Deutschland sind die Nahrungsmittelpreise in der Eurozone um 2,6 Prozent gestiegen, nachdem sich der Preisauftrieb in den letzten Monaten mit 2,5 bzw. 2,4 Prozent etwas verlangsamt hatte. Zwar dürfte der Höhepunkt hinter uns liegen, doch gerade der Preisanstieg bei den unverarbeiteten Lebensmitteln um 4,2 Prozent im Dezember erweckt bei vielen Konsumenten den Eindruck, dass alles teurer wird.
KI-Wachstum, Globalität, Dividenden – drei Anker für Aktienportfolios in 2026

KI-Wachstum, Globalität, Dividenden – drei Anker für Aktienportfolios in 2026

8. Januar 2026
2026 dürften die Aktienmärkte weniger von einer einzigen, dominanten Story geprägt werden, als dies in den letzten Jahren der Fall war. Zu diesem Schluss kommt Christophe Braun, Equity Investment Director bei Capital Group. Nach Jahren, in denen vor allem wenige große US-Tech-Titel die Renditen getrieben hätten, sieht er Anzeichen für eine zunehmende Marktbreite: „Wir bewegen uns weg von einem binären Markt hin zu einem ausgewogeneren Umfeld mit vielfältigen Chancen“, so Braun.
Im Wechselbad der Gefühle: Ein Ausblick auf das Kapitalmarktjahr 2026

Im Wechselbad der Gefühle: Ein Ausblick auf das Kapitalmarktjahr 2026

19. Dezember 2025
Die Jahreswende steht vor der Tür und mit ihr ein Börsenumfeld, das rauer wird. Investoren fragen sich: Wo liegen die Chancen, welche Risiken gilt es zu umschiffen? Auch in unruhigen Zeiten lassen sich ordentliche Erträge erzielen, wenn Risiken nicht aus dem Blick geraten.
Tauziehen zwischen KI und Defiziten

Tauziehen zwischen KI und Defiziten

18. Dezember 2025
Stehen wir vor gesamtwirtschaftlichen Umbrüchen? Für Vanguard gibt es dafür klare Anzeichen. Die parallele Rally von Gold und Tech-Aktien ist mehr als ein makroökonomisches Kuriosum. Warum sich die Weltwirtschaft dem Zustand einer quantenmechanischen Superposition nähert – und was Anleger daraus für ihr Portfolio ableiten können, erklärt dieser Beitrag.
Multi-Faktor-Strategie

Multi-Faktor-Strategie

17. Dezember 2025
Größe, Qualität, Momentum etc. Es gibt viele Faktoren, die die Basis einer Investmentstrategie ausmachen können. Marc Ospald, Managing Director – Portfoliomanagement bei der Habbel, Pohlig & Partner Vermögensverwaltung weiß, worauf es beim Selektionsprozess ankommt. INTELLIGENT INVESTORS traf ihn in Wiesbaden zum Austausch.
Warum der US-Dollar weiter sinken könnte

Warum der US-Dollar weiter sinken könnte

17. Dezember 2025
Der US-Dollar hat seit Jahresbeginn gemessen am US-Dollar-Index (DXY) rund 8 % an Wert verloren. US-Präsident Donald Trump schockierte nach seinem Amtsantritt am 20. Januar die Märkte mit einer Flut von Dekreten und Tweets in den sozialen Medien in einem Tempo, das zwar viele befürchtet hatten, aber nur wenige erwarten wollten. Diese Ereignisse zerschlugen die euphorischen Hoffnungen auf eine wirtschaftsfreundliche Wirtschaftspolitik unter Trump.
„Klimakipppunkte“: Wie ein unterschätzter Gamechanger das Finanzsystem bedroht

„Klimakipppunkte“: Wie ein unterschätzter Gamechanger das Finanzsystem bedroht

16. Dezember 2025
Waren ESG und Klimaschutz vor wenigen Jahren in der Finanzbranche noch in aller Munde, ist die immer schneller fortschreitende Erderwärmung heute weitgehend zu einem „Blind Spot“ geworden – mit gravierenden Folgen nicht nur für das Klima.
„Es geht voran, aber langsamer als es die Investoren hofften“

„Es geht voran, aber langsamer als es die Investoren hofften“

15. Dezember 2025
Die Rezession in den USA ist wieder einmal ausgeblieben. Im Gegenteil. Für manche eher überraschend, zeigte sich die US-Volkswirtschaft im nun ablaufenden Jahr 2025 als äußerst robust. Und die Vereinigten Staaten haben mit dem „KI-Hype“ einen zusätzlichen Trumpf im Ärmel. Doch die Rückschau bringt an dieser Stelle wenig. Was haben wir von den USA, Europa und China mit Blick nach vorne zu erwarten? Kommt Deutschland wieder auf die Füße und schafft den wirtschaftlichen Turnaround? Anfang November ergab sich die Gelegenheit eines ausführlichen Austauschs mit Robert Greil, dem Chefstrategen von Merck Finck.
RBC BlueBay: Santa’s Little Helper

RBC BlueBay: Santa’s Little Helper

13. Dezember 2025
Alle hatten es erwartet, der Präsident hat es eingefordert, und Jerome Powell enttäuschte nicht: Die Fed hat den US-Zinssatz gesenkt. Der Markt preist bereits weitere Senkungen für 2026 mit ein – vielleicht etwas voreilig? Vorhersagen sind bekanntermaßen schwierig, doch der Dezember ist die ideale Zeit für ein paar gewagte Thesen, was das neue Jahr für uns bereithalten könnte, findet Mark Dowding, Fixed Income CIO bei RBC BlueBay Asset Management.
FED-Sitzung: Entschlossen vorsichtig

FED-Sitzung: Entschlossen vorsichtig

11. Dezember 2025
Auf ihrer Dezembersitzung hat die FED die Obergrenze für den Leitzins – wie erwartet – erneut um 25 Basispunkte auf 3,75% gesenkt. Die Notenbank reagiert damit zum dritten Mal in Folge auf den schwächeren Beschäftigungsaufbau und die gestiegenen konjunkturellen Risiken. Die Entscheidung fiel mit drei Gegenstimmen. Damit hat sich die Anzahl abweichender Meinungen zur letzten Sitzung um eine weitere Stimme erhöht. Gleichzeitig haben die FED-Mitglieder ihre Zinserwartungen (Dot-Plot) für 2026 und auch die Folgejahre nicht verändert. Chair Powell äußerte sich wie bei der letzten Zinsentscheidung vorsichtig zum Ausblick und verwies auf die kommenden Daten als entscheidend dafür, ob und wie weit die Zinsen im ersten Halbjahr noch gesenkt werden sollten. Das ist richtig. Und auch in den kommenden Monaten sollten die Ratsmitglieder sparsam mit Zinssignalen umgehen, meint Dr. Johannes Mayr, Chefvolkswirt bei Eyb & Wallwitz. 
Wir senken geteilt oder wir halten geteilt

Wir senken geteilt oder wir halten geteilt

10. Dezember 2025
„Das Fed Board ist so gespalten wie seit fünf Jahren nicht mehr – mit zwei fast gleich großen Lagern. Sechs Mitglieder tendieren zu einer Lockerung (darunter zwei mit MAGA-Verbindungen) und sechs tendieren dazu, die Zinsen unverändert zu lassen.
Fed macht es noch einmal

Fed macht es noch einmal

8. Dezember 2025
Die kommende FOMC-Sitzung wird als klare Fortsetzung des Risikomanagement-Zyklus in die Geschichte eingehen, erwartet Jörg Held, Head of Portfolio Management bei ETHENEA Independent Investors S.A. Er sieht die erwartete Zinssenkung durch die makroökonomischen Daten gedeckt:
Europas Abhängigkeit bei den Seltenen Erden stellt ein wirtschaftliches und sicherheitspolitisches Risiko dar

Europas Abhängigkeit bei den Seltenen Erden stellt ein wirtschaftliches und sicherheitspolitisches Risiko dar

4. Dezember 2025
Im monatlichen Volkswirtschaft Catch Up gibt Dr. Felix Schmidt, Senior Economist bei Berenberg, Einblicke in die weltweiten volkswirtschaftlichen Entwicklungen. Dieses Mal geht es um Seltene Erden und der Frage, wie Europa seine wirtschaftliche und sicherheitspolitische Abhängigkeit von China verringern kann.
Schwellenländeranleihen – Wie Trumps Rückkehr Chancen eröffnet

Schwellenländeranleihen – Wie Trumps Rückkehr Chancen eröffnet

4. Dezember 2025
Schwellenländer reagieren auf die Rückkehr von Donald Trump, indem sie Maßnahmen zur Anpassung an Zölle und erhöhte Volatilität ergreifen. Dabei stellt sich die Frage, ob robuste Volkswirtschaften und attraktive Renditen im Jahr 2026 neue Anlagechancen eröffnen werden. Leo Morawiecki, Investment Specialist Fixed Income bei Aberdeen Investments, erläutert im folgenden Marktkommentar die aktuellen Treiber von Schwellenländeranleihen.
Wachstumsmotor Indien

Wachstumsmotor Indien

1. Dezember 2025
Fresh back from a research visit, there is little doubt that India is among the best-managed large economies globally, with a humbling combination of ministerial and managerial competence. Real GDP growth is running at a healthy 7%, and inflation is under the RBI’s target at about 3%. The fiscal deficit is declining, despite another round of sensible tax reforms, this time through a rationalisation of the Goods and Services Tax (“GST”) system.
Anleger sollten Risikoneigung bei Aktien sukzessive reduzieren

Anleger sollten Risikoneigung bei Aktien sukzessive reduzieren

28. November 2025
Für das Jahr 2026 erwarten die Aktienexperten von Metzler Asset Management ein weiterhin konstruktives, wenngleich zunehmend differenziertes Marktumfeld. Entscheidend für weiteres Aufwärtspotenzial an den globalen Aktienmärkten sei, dass die globale Konjunktur weiter solide wachse, der KI-Boom kein abruptes Ende finde und die Inflation unter Kontrolle bleibe. Vor allem dürften aber anhaltend robuste Ertragssteigerungen – insbesondere in den USA, wo sich die Bewertung der Märkte deutlich erhöht hat – für höhere Kurse zentral sein. 
„Die USA trotzen den Zöllen, Deutschland fehlt der Mut“

„Die USA trotzen den Zöllen, Deutschland fehlt der Mut“

26. November 2025
Alte Systeme verlieren ihre Gültigkeit, neue sind nicht etabliert: Hauck Aufhäuser Lampe hat den Kapitalmarkt-Ausblick 2026 mit dem Titel „Übergangsphase“ veröffentlicht. Chefvolkswirt Dr. Alexander Krüger sieht die Weltwirtschaft im kommenden Jahr in einer sensiblen Phase, die wegen des Gegenübers von USA und China besondere Aufmerksamkeit erfordert.
Der Optimismus lässt noch auf sich warten

Der Optimismus lässt noch auf sich warten

21. November 2025
Das Warten auf den Aufschwung geht weiter. Der Einkaufsmanagerindex für die deutsche Industrie ist im November leicht gesunken und notiert bei 48,4 Zählern. Die magische 50-Punkte-Marke wird weiterhin verfehlt. Ein Wert oberhalb dieser Marke signalisiert, dass das Verarbeitende Gewerbe wieder wächst. Auch der Frühindikator für den Dienstleistungssektor im November hat sich nach dem deutlichen Anstieg im Vormonat etwas verschlechtert.
Tequila ohne Kater

Tequila ohne Kater

21. November 2025
Mexiko im Rampenlicht: Trotz Bedenken im Vorfeld der US-Wahlen legte der Peso seit den Wahlen zu und lokale Anleihen glänzten. Was steckt hinter dieser Robustheit?
Aufstieg des Renminbi: Geopolitische Spannungen befeuern Chinas Wachstumsparadox

Aufstieg des Renminbi: Geopolitische Spannungen befeuern Chinas Wachstumsparadox

18. November 2025
Chinas Wirtschaft zeigt einen verblüffenden Wiederspruch: Während traditionelle Wachstumsmotoren wie Eisenbahn und Immobilien schwächeln, bleibt die Marktperformance stabil. Dies ist Ausdruck eines umfassenderen Wandels, da globale Investoren angesichts zunehmender geopolitischer Spannungen eine Diversifizierung vom US-Dollar anstreben und damit den wachsenden Einfluss des Renminbi im internationalen Handel stärken.
Japan: Politikgetriebene Erneuerung inmitten struktureller Veränderungen

Japan: Politikgetriebene Erneuerung inmitten struktureller Veränderungen

17. November 2025
Japanische Aktien haben seit Jahresbeginn in US-Dollar gerechnet eine Rendite von rund 21 % erzielt, gestützt durch stärkere Gewinne, Verbesserungen in der Unternehmensführung und ein erneutes Interesse der Anleger. Globale Vermögensverwalter kehren zu japanischen Aktien und Anleihen zurück, angezogen vom Potenzial einer auf Reflation setzenden Regierung und der relativen Attraktivität im Vergleich zu den höher bewerteten Märkten in den USA und Europa.
Chinas Fünfjahresplan: Innovationsrausch?

Chinas Fünfjahresplan: Innovationsrausch?

16. November 2025
Die Kommunistische Partei Chinas hat kürzlich ihr 15. Plenum abgehalten. Der Fokus lag dabei auf dem kommenden Fünfjahresplan (2026–2030). Aussagen von mit der Materie vertrauten Personen sowie Nachrichten aus anderen politischen Zusammenkünften machen eines deutlich: Die Zukunft gehört der Hochtechnologie. Wie unser „Chart der Woche” zeigt, ist der Anteil des Hightech-Sektors an der gesamten Endnachfrage in Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) stetig gewachsen und wird voraussichtlich im Jahr 2026 bei 18,3 Prozent liegen – fast doppelt so hoch wie noch vor zehn Jahren.1)
Fed ist mitten im Paradigmenwechsel

Fed ist mitten im Paradigmenwechsel

13. November 2025
„Die Frage ist längst nicht mehr, ob sich das geldpolitische System der USA verändert, sondern wie schnell und welche Folgen dies für die Kapitalmärkte hat“, kommentiert Jörg Held, Head of Portfolio Management bei ETHENEA Independent Investors S.A. „Fakt ist: Die Märkte handeln diese Veränderung bereits, lange bevor sie offen ausgesprochen wird.“
Mögliches Ende des US-Shutdowns

Mögliches Ende des US-Shutdowns

11. November 2025
Blerina Uruci, Chefökonomin für die USA, kommentiert zum möglichen Ende des Shutdowns in den USA.
Resilienz made in Japan — Qualität Innovation und langfristiges Denken

Resilienz made in Japan — Qualität Innovation und langfristiges Denken

10. November 2025
Am japanischen Aktienmarkt zeichnet sich eine Trendwende ab. Die Zinsdifferenz zwischen den USA und Japan weitet sich nicht weiter aus, was auch zur Stabilisierung des Yen beiträgt und die Gewinnentwicklung sowie die Bewertungen japanischer Unternehmen beeinflusst. Richard Kaye, Portfoliomanager für japanische Aktien bei der Fondsboutique Comgest, erläutert, weshalb nach jahrelanger Value-Rallye wieder die Stunde der Qualität kommen könnte. Bereits jetzt liegt dieser Ansatz seit zwei Jahren leicht vor der Benchmark, nachdem er zuvor zweieinhalb außergewöhnlich schwierige Jahre erlebt hatte.
US-Bankreserven in der Gefahrenzone

US-Bankreserven in der Gefahrenzone

7. November 2025
Die US-Wirtschaft hält Kurs – doch hinter der stabilen Oberfläche baut sich ein geldpolitischer Gegensatz auf. Während die US-Regierung mit hohen Staatsausgaben und massiven T‑Bill-Emissionen die Konjunktur befeuert, zeigt sich die Federal Reserve zunehmend vorsichtig. Sie senkte Ende Oktober zwar den Leitzins leicht, stellte aber eine weitere Zinssenkung in diesem Jahr infrage. Beat Thoma, Chief Investment Officer bei Fisch Asset Management, geht in seiner aktuellen FischView auf das spannungsgeladene Umfeld für Investoren ein, welches durch das Zusammenspiel von expansiver Fiskalpolitik und vorsichtiger Geldpolitik entsteht – mit Rückenwind durch Liquidität, aber auch Warnsignalen am Geldmarkt.
Mit Zohran legt man sich nicht an!

Mit Zohran legt man sich nicht an!

7. November 2025
An den Aktienmärkten wächst die Angst vor einer KI-Blase, doch in den USA wird weiter massiv investiert, und der Ausblick für die Wirtschaft bleibt trotz aller Unkenrufe positiv – das stärkt auch den Dollar. Gleichzeitig wetten Anleger auf eine Zoll-Niederlage für Trump vor dem US-Supreme Court, was die Staatsverschuldung noch weiter in die Höhe treiben könnte. Und in New York gewinnen die Demokraten mit jugendlichem Elan, der auch Trump gefährlich werden könnte, meint Mark Dowding, Fixed Income CIO bei RBC BlueBay Asset Management.
“2026: Schwächere globale Wachstumsdynamik, aber kein Einbruch”

“2026: Schwächere globale Wachstumsdynamik, aber kein Einbruch”

4. November 2025
Die Weltwirtschaft hat sich im Jahr 2025 robuster gezeigt, als es nach dem Zollschock vom „Liberation Day“ am 2. April zu erwarten gewesen wäre. Auch wenn das Zollregime nicht so umgesetzt wurde, wie von US-Präsident Donald Trump auf den Tafeln im Rosengarten des Weißen Hauses in Washington angekündigt: Der durchschnittliche Importzoll der USA ist von weniger als 3 Prozent auf deutlich mehr als 10 Prozent gestiegen. Die anhand der Handelstheorie zu erwartenden Effekte einer solchen drastischen Zollerhöhung dürften nun mit der Zeit stärker spürbar werden und die globale Wachstumsdynamik im Jahr 2026 belasten. Zu rechnen ist mit steigenden Importpreisen in den USA, Druck auf den Preisen ausländischer Exporteure, einer Verringerung des realen Handelsvolumens und schließlich weltweiten Realeinkommensverlusten. 
Aufstieg der Binnenmärkte: Was das Wachstum in Schwellenländern bedeutet

Aufstieg der Binnenmärkte: Was das Wachstum in Schwellenländern bedeutet

3. November 2025
Schwellenländer wenden sich zunehmend der Emission heimischer Anleihen zu, was einen strukturellen Wandel darstellt, der die Abhängigkeit von externen Krediten in Hartwährungen verringert. Diese Entwicklung spiegelt das Wachstum der lokalen Märkte, steigende Einkommen und stärkere staatliche Institutionen in vielen Ländern wider. Das Wachstum der lokalen Märkte variiert stark innerhalb der Schwellenländer und wird von der Qualität der Regierungsführung und der wirtschaftlichen Entwicklung beeinflusst.

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