Die Berichtssaison für das erste Quartal 2026 dürfte auf den ersten Blick überzeugen – sie fällt jedoch in eine Phase, in der sich das Umfeld bereits eingetrübt hat. Die Märkte blicken damit auf rückwärtsgerichtet starke Gewinne, während die Unsicherheit über die kommenden Quartale zunimmt. Analysten erwarten für den S&P 500 ein Gewinnwachstum von bis zu 17 %. Dieses basiert allerdings vor allem auf der bis Februar robusten Konjunktur, einem schwächeren US-Dollar sowie konkreten Investitionszyklen – insbesondere rund um das Thema Künstliche Intelligenz. Auffällig ist dabei die Diskrepanz zwischen fundamentalen Erwartungen und Marktpositionierung: Trotz der starken Gewinnprognosen bleiben viele Investoren vorsichtig, insbesondere in Technologie- und Softwarewerten.


