Der Schock, der begrenzt blieb?
Kurzfristige Inflationsrisiken steigen, auch in den USA. Doch die längerfristigen Erwartungen bleiben bemerkenswert stabil.
Kurzfristige Inflationsrisiken steigen, auch in den USA. Doch die längerfristigen Erwartungen bleiben bemerkenswert stabil.
Die Marktteilnehmer richten ihren Fokus zunehmend auf ein baldiges Ende des Irankonflikts und eine Entspannung der damit verbundenen Energieengpässe. Die Börsen zeigten in den vergangenen Wochen daher wieder eine positive Tendenz. Zwar ist der Konflikt nach wie vor nicht gelöst und der Deeskalationspfad folgt der üblichen nichtlinearen Logik, wie die wechselnde Nachrichtenlage rund um die Blockade der Straße von Hormus zeigt.
In Norwegen haben sich die Markterwartungen hinsichtlich der künftigen Zinssätze gewandelt: Statt Zinssenkungen werden nun zwei Zinserhöhungen durch die Norges Bank bis zum Jahresende eingepreist. Wie sich die Lage entwickeln wird, hängt davon ab, wie lange es dauert, bis das Öl wieder ungehindert fließt. In der Zwischenzeit schwanken die Märkte zwischen Angst und Hoffnung, basierend auf Gerüchten und Desinformation seitens der Kriegsparteien. Die Angriffe der USA und Israels auf den Iran haben den Krieg im...
Die US-Verbraucherpreise sind im März um 0,9% und damit erwartet kräftig gestiegen. Die Inflationsrate liegt damit wieder deutlich über 3%. Verantwortlich war der starke Anstieg der Benzinpreise, die infolge des Ölpreisschocks durch den Irankrieg zum Vormonat um 35% zugelegt haben. Ohne Energie und Nahrungsmittel lag die monatliche Teuerung bei 0,2%. Die jährliche Rate für die Kerninflation lag damit bei 2,6%. Der Anstieg der Verbraucherpreise setzt die Politik aber stärker unter Druck als die Notenbank. Denn solange die Kerninflation und die Inflationserwartungen nicht deutlicher zulegen, ist eine abwartende Haltung der FED angebracht, meint Dr. Johannes Mayr, Chefvolkswirt bei Eyb & Wallwitz.
Wie geht es weiter mit der Vormachtstellung der USA? Was macht der neue Fed-Chef? Und wie steuert man ein Multi-Asset-Flaggschiff durch die stürmische See? Jörg Held, Head of Portfolio Management bei Ethenea, im exklusiven Interview.
Der Irankrieg hält die Marktteilnehmer weiter in Atem und dominiert das Marktgeschehen. Besonders stark unter Druck stehen die Börsen in Regionen, die in hohem Maße von Energieimporten abhängig sind – und wo die gestiegenen Energiepreise daher eine erhebliche Belastung darstellen. Dazu zählen neben Europa und Japan auch asiatische Schwellenländer. Die USA sind im Gegensatz dazu weniger betroffen, da sie energiepolitisch weitgehend autark sind. Hinzu kommt, dass vor allem große US-Technologiewerte derzeit als sichere Häfen gehandelt werden und daher im Vergleich zu anderen Branchen geringere Kursverluste verzeichneten. Neben soliden Bilanzen und einer starken Marktstellung profitieren sie vor allem von Geschäftsmodellen, die deutlich weniger energiepreisabhängig sind als die klassischen konsumsensitiven Sektoren.
Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hat ihren Leitzins wie erwartet unverändert bei 3,75 Prozent belassen. Die Abstimmung fiel mit 11:1 sehr eindeutig aus, wobei Stephen Miran wenig überraschend das einzige abweichende Mitglied war. Dies dürfte mit hoher Wahrscheinlichkeit im gesamten ersten Halbjahr so bleiben.
Die Welt kehrt in ein bipolares System zurück – China und die USA befinden sich in einem globalen Wettstreit um strategische Vorherrschaft. Trotz Chinas Umsetzung des Programms „China 2025“ konnte die USA offenbar ihre technologische Führungsrolle in Bereichen wie Halbleitern und Künstlicher Intelligenz behalten. Somit konzentriert sich ein zentraler Aspekt des Wettbewerbs zunehmend auf Ressourcen – insbesondere auf Energie sowie kritische Mineralien und Seltene Erden (REEs).
Eine kleine Reise um die Welt. Wie sieht es volkswirtschaftlich in den Regionen aus? Dr. Felix Schmidt, Leitender Volkswirt bei Berenberg, sprach Ende Februar in Frankfurt mit Alexander Heftrich.
Wie entwickeln sich die Aktienmärkte 2026? Diese Frage stellen sich viele Investoren, insbesondere nach den Anstiegen in den vergangenen Jahren. Chefredakteur Alexander Heftrich sprach Mitte Februar mit Marc Decker, Co-Aktienchef bei Quintet, der Muttergesellschaft von Merck Finck, zu den Aussichten dieser Anlageklasse im laufenden Jahr.