US-Inflation könnte die Fed zum Zögern bringen

Kommenden Mittwoch stehen in den USA die Inflationsdaten für September an - sollten sie, auch wenn Shutdown-bedingt erst später veröffentlicht - nach oben überraschen, könnte das weitreichende Folgen haben. "Wir rechnen im September mit einem Anstieg der US-Inflationsrate auf über 3%", sagt Robert Greil "und auch in den Folgemonaten erst mal mit Inflationsdruck nach oben". 

Drei Zutaten für eine volatile Börsenwoche

Kommende Wochen rollen auf die Finanzmärkte vorrangig drei wichtige Termine zu: „Während die EZB-Sitzung mit wohl keiner Zinssenkung mehr noch das geringste Unruhepotenzial für die Börsen birgt und für die französische Vertrauensfrage Premier Bayrou wohl absehbar zum Sturz bringen dürfte, bergen die US-Inflationszahlen am Donnerstag am meisten Sprengstoff“, meint Robert Greil.

„Fortgesetzte Stimmungseintrübung wird harte Daten bald belasten“

Kommende Woche stehen zahlreiche richtungsweisende Stimmungsdaten auf der Agenda. „Das ganze Bündel an Aktivitäts- und Sentimentdaten dürfte sowohl auf der Unternehmens- wie auch auf der Verbraucherseite eine weitere Eintrübung zeigen“, sagt Robert Greil. Der Chefstratege von Merck Finck rechnet gerade bei den Einkaufsmanagerindizes für April, die am Mittwoch nicht nur für Europa inklusive Deutschland, sondern auch für die USA und Japan anstehen, angesichts der Verunsicherung durch die US-Zollpolitik mit einer Eintrübung.

„Spürbar mehr Kursschwankungen als im ersten Halbjahr“

Kommende Woche stehen diverse Frühindikatoren auf der Datenagenda: „Die deutsche Wirtschaft dürfte sich weiter moderat erholen“, sagt Robert Greil. Der Chefstratege von Merck Finck rechnet weder beim Ifo-Geschäftsklima (Donnerstag), noch bei den Einkaufmanagerindizes, als auch für den Euroraum insgesamt (Mittwoch), mit größeren Sprüngen. Greil weiter: „Wichtig ist jetzt, dass neben den Unternehmen auch die Verbraucher optimistischer werden.“ Am Dienstag werden sowohl das deutsche GfK-Konsumklima (für August) als auch das Juli-Verbrauchervertrauen für die Eurozone publiziert.“

„Aufschwung in der Eurozone gewinnt an Fahrt“

In dieser Woche stehen in Sachen Konjunkturdaten einige Frühindikatoren im Fokus: „In der Eurozone rechnen wir sowohl bei den Einkaufsmanagerindizes wie auch beim Verbrauchervertrauen mit einer weiteren Aufhellung“, sagt Robert Greil. Der Chefstratege von Merck Finck erwartet auch in Deutschland einmal mehr bessere Daten: „Der Trend der Frühindikatoren spricht weiterhin für etwas mehr Wirtschaftswachstum – vielleicht beflügelt die Fußball Europameisterschaft den noch verhalten aufkeimenden Optimismus weiter.“

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