Erfolgsaussichten fraglich, Europas Wirtschaftswachstum unter ein Prozent

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat heute wie von uns erwartet den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte auf nun 2,25 Prozent angehoben. Dieser Schritt begünstigt unserer Meinung nach tendenziell länger laufende Euro-Anleihen, da sich Investoren in einem unsicheren konjunkturellen Umfeld verstärkt in sichere Anlagen umorientieren. Gleichzeitig dürften Aktien zyklischer, binnenorientierter Sektoren unter Druck geraten.

EZB-Entscheidung – warten auf mehr Daten

Die EZB hat den Einlagensatz unverändert bei 2,0 Prozent belassen. Angesichts der unvollständigen Datenlage und der unklaren geopolitischen Situation war dies eine gute Entscheidung, die zudem einstimmig getroffen wurde. In der anschließenden Pressekonferenz wurde jedoch deutlich, dass die EZB eine klare Tendenz in Richtung Zinserhöhung hat.

„Pausentaste gedrückt, aber die Finger zucken”

Steht die Geldpolitik vor einem Wendepunkt? Trotz einer Woche voller Zentralbanktermine deutet vieles auf Stillstand hin. Doch unter der Oberfläche wächst der Druck durch Inflation und Geopolitik. In seinem Kommentar erläutert Kevin Thozet, Mitglied des Investment-Komitees bei Carmignac, warum die Ruhe trügerisch ist und wo sich für Anleger trotz Abwartemodus neue Chancen bieten.

Kurzkommentar zur EZB-Sitzung

Angesichts des robusten Wachstums in der Eurozone und einer Inflationsrate, die sich in der Nähe des Zwei-Prozent-Ziels bewegt, gibt es für die Europäische Zentralbank (EZB) derzeit keinen Grund, ihre Geldpolitik zu ändern. Die Währungshüter aus Frankfurt werden den Einlagesatz daher mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit am 5. Februar bei 2,0 Prozent belassen. Lediglich der gegenüber dem US-Dollar weiter erstarkte Euro wird etwas Würze in die ansonsten wintergraue EZB-Sitzung bringen.  

Börsen im Aufwind – keine KI-Blase / DAX erreicht 27.500 Punkte

Trotz zunehmender Beschränkung des Freihandels zeigt sich die Weltwirtschaft im neuen Jahr robust. Die DZ BANK Analysten rechnen mit einem Wachstum von drei Prozent. Ein Grund dafür, dass der Zollkonflikt nicht so stark durchschlägt, sind erhöhte Fiskalausgaben von zahlreichen Staaten. Deutschland wächst um ein Prozent. Grundlegende Reformen sind aber unabdingbar.

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