Wachsende Spannungen zwischen drei makroökonomischen Kräften – Handelskonflikte, der Boom bei Investitionen in KI und Herausforderungen für Institutionen wie die Federal Reserve – könnten die bekannten Rahmenbedingungen für die Wirtschaft und deren Investitionen auf die Probe stellen, die Volatilität erhöhen und die Kluft zwischen Gewinnern und Verlierern sowohl in den USA als auch weltweit vergrößern. Das Wirtschaftswachstum war überraschend stabil, aber das dürfte sich ändern. Nachdem präventive Maßnahmen den globalen Handel und die Warenproduktion angekurbelt hatten, stehen viele Länder nun vor einem Übergang, da der Druck durch die Zölle zunimmt und ihre fiskalpolitische Flexibilität eingeschränkt ist. In den USA besteht das Hauptrisiko der Zölle unserer Ansicht nach nicht in einer Preisanpassung nach oben, sondern in einem möglichen Anstieg der Arbeitslosigkeit. Die Fed und andere Zentralbanken haben reichlich Spielraum für weitere Zinssenkungen. Die weltweiten Datentrends deuten auf eine schwächere Konjunkturphase hin, ehe in einigen Regionen gezielte fiskalische Anreize greifen. Gleichzeitig dürften die Investitionen in den Technologiesektor, insbesondere in den USA und China, weiter anhalten, was möglicherweise größere Auswirkungen auf die Produktivität und den Arbeitsmarkt haben wird.