Comeback der Schwellenländeraktien?

Die Erholung der Schwellenländeraktien dürfte sich 2023 fortsetzen. Davon ist James Donald, Leiter der Emerging Markets-Plattform bei Lazard Asset Management, überzeugt. Dafür sprechen aus Sicht des Experten die erwartete Ausweitung des Wachstumsvorsprungs der Schwellenländer gegenüber den Industrienationen, die nachlassende Inflation, ein schwächerer US-Dollar und sich verbessernde Fundamentaldaten bei den Titeln aus diesen Regionen. 

Schwellenländer: Vorsicht bleibt das Gebot der Stunde

Die Schwellenländer sind aktuell mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert. Auch wenn ein Großteil davon in den Kursen eingepreist sein dürfte: Investoren sollten vorsichtig sein – denn eine Erholung könnte noch auf sich warten lassen, sagen Armando Armenta, Senior Economist Global Economic Research, Katrina Butt, Senior Latin America Economist Fixed Income und Adriaan du Toit, Emerging Market Economic Research beim Asset Manager AllianceBernstein (AB).

UBP-Schwellenländeranleihen-Team bekommt Verstärkung

Die Union Bancaire Privée (UBP) gibt die Ernennung von Sergio Trigo Paz in London als CIO & Head of Emerging Market Fixed Income zum 1. September 2022 bekannt. Er übernimmt die Leitung eines Teams von neun Anlageexperten, die in Zürich, London und Hongkong angesiedelt sind. Auch am Züricher Standort bekommt das Team personellen Zuwachs.

Bei Schwellenländeranleihen sind v.a. IG-Papiere und Kurzläufer interessant

Bei Schwellenländeranleihen sind dem Impact Investment-Manager BlueOrchard zufolge momentan vor allem Papiere mit Investmentgrade-Ratings und kurzen Laufzeiten interessant. Die Laufzeit sei positiv mit dem Zinsrisiko korreliert, dies mache Kurzläufer weniger anfällig als Langläufer. Zwar sprächen eine hohe Inflation und steigende Renditen grundsätzlich eher für Hochzinsanleihen. „Da die Rezessionssorgen zunehmen, bevorzugen wir jedoch Investmentgrade-Anleihen“, schreiben die Portfoliomanager Florence Birkett und Evariste Verchere in einem aktuellen Kommentar. Dafür nennen die Experten drei Gründe.

Aubrey Capital Management: Indien läuft China den Rang ab

Indien entwickelt sich, laut Schwellenlandexperte Rob Brewis, zum erfolgreichen Nachfolger Chinas. Nach Einschätzung des Fondsmanager des Aubrey Global Emerging Markets Opportunities steht Indien wirtschaftlich heute dort, wo China vor 30 Jahren stand. Brewis reiste erst kürzlich nach Mumbai, Pune und Dehli - mit dabei immer die Investorenbrille, durch die er das Land beobachtet hat. In seinem aktuellen Beitrag schildert Brewis seine Erfahrungen:

LGIM: Nicht alle Schwellenländer sind schwach

Viele Schwellenländer-Staatsanleihen – vor allem im hochverzinslichen Bereich – kommen in Zeiten globaler Inflation unter Druck. Wenn Lebensmittel und Energie rund um den Globus deutlich teurer werden, kann es in Ländern mit niedrigeren Einkommen und Ersparnissen schnell zu sozialen Spannungen kommen. Aktuell wirkt sich zudem ein schwächeres Wirtschaftswachstum in den Industriestaaten ungünstig auf einige Rohstoffpreise aus und bedroht somit die Exporteinnahmen vieler Schwellenländer. Die aktuelle Entwicklung dürfte zwar so manchen pessimistisch stimmen – doch Volker Kurr, Head of Europe Institutional bei Legal & General Investment Management (LGIM), erläutert, warum er trotz allem zuversichtlich bleibt:

Schwellenländeranleihen: Nach dem Crash ist vor der Rallye?

Schwellenländeranleihen haben schon so manchen Sturm überstanden und waren hinterher stärker als zuvor. Denise Simon, Co-Leiterin im Emerging Market Debt-Team bei Lazard Asset Management in New York, spricht im Folgenden über solide Fundamentaldaten, den Einfluss der Rohstoffpreise und warum die Notenbanken der Schwellenländer ihren Pendants in den Industrienationen einen Schritt voraus sind. 

Droht eine Wiederholung des Taper tantrums von 2013?

In der Vergangenheit haben Erhöhungen des US-Leitzinses die Volkswirtschaften der Schwellenländer meist unter Druck gesetzt. Zuletzt sorgten sie für Volatilität bei Schwellenländeranleihen in lokaler Währung. Im Folgenden erklärt Peter Becker, Investment Director für Fixed Income bei Capital Group, warum das so ist und worin sich die Situation heute von der im Jahr 2013 unterscheidet.

Rückenwind für die Emerging Markets?

Der anhaltende Krieg in der Ukraine sorgt für hohe Volatilität an den Kapitalmärkten, auch in den Emerging Markets. Aber wie stark wirkt er sich tatsächlich auf die aufstrebenden Länder aus? „Direkt vom Konflikt betroffen ist nur ein kleiner Teil des Emerging-Markets-Universums, an dem allein Asien einen Anteil von 80 Prozent hat“, erläutert Urs Antonioli, Head of EM EMEA & Latin America Equities bei UBS Asset Management (UBS-AM). Die stärkste Nebenwirkung, steigende Energie- und Rohstoffpreise, haben breiter gestreute Effekte.

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