2025 war ein exzellentes Jahr für Rohstoffe. Neben Gold (+42 % in Euro) zeigten auch Industriemetalle deutliche Preisanstiege – allen voran Kupfer mit +27 % in Euro. Dabei scheint das „rote Metall“ seinem Spitznamen Doctor Copper, der von seiner historischen Funktion als Konjunkturindikator rührte, zunehmend zu entwachsen. Denn obwohl die globale Industrieproduktion zuletzt unter Potenzial lief, die US-Immobilieninvestitionen schwach und der chinesische Zyklus weiterhin gedämpft waren, markierte der Kupferpreis zu Jahresbeginn ein neues Allzeithoch von über 13.000 US-Dollar pro Tonne. Die Erklärung liegt sowohl in der Angebots- als auch in der Nachfragedynamik – und rückt damit die Frage in den Vordergrund, ob es sich um ein zyklisches Phänomen oder einen strukturellen Paradigmenwechsel handelt.