“Knappheit wird wieder zum Strukturprinzip”

Geopolitische Spannungen treiben die Energiepreise – und erinnern daran, dass Knappheit zurückkehrt. Europa bleibt verwundbar, physische Ressourcen gewinnen an Wert, und Energie wird zum entscheidenden Faktor für Märkte und Portfolios. Was das für Investoren bedeutet, erklärt Dr. Johannes Mayr, Chefvolkswirt bei Eyb & Wallwitz.

Globaler Aufschwung bleibt trotz Geopolitik intakt

Trotz aller geopolitischen Schlagzeilen hat der Internationale Währungsfonds seine globale Wachstumsprognose für 2026 von 3,1 % auf 3,3 % angehoben. „Die Weltwirtschaft trotzt der geopolitischen Unsicherheit“, sagt Robert Greil. Der Chefstratege von Merck Finck weiter: „Solange der von den USA vor China und Europa angeführte Konjunkturaufschwung anhält, sollte der Börsentrend trotz aller geopolitisch verursachten Volatilitätssprünge nach oben gerichtet bleiben.“

Anleger zwischen Inflation, Geopolitik und Zinspolitik

Die Weltwirtschaft trotzt der Rezession – doch die Ruhe trügt. Zwischen Inflation, geopolitischer Unsicherheit und geldpolitischen Wendepunkten suchen Anleger nach Orientierung. Für Jörg Held, Head of Portfolio Management bei ETHENEA Independent Investors S.A., stehen daher selektiver Anleihenaufbau, strategischer Aktienoptimismus und taktische Dollarstärke im Fokus.

Europas Stolpern auf dem Weg zur Schuldenunion

Die Aussicht auf eine größere Fiskalunion in Europa ist ein höchst umstrittenes Thema. Vor dem Hintergrund der jüngsten geopolitischen Ereignisse und des aktuellen Zeitgeistes untersucht Jonathan Gregory, Head of UK Fixed Income bei UBS-AM, die Wahrscheinlichkeit und die praktischen Auswirkungen verschiedener Formen der Schuldengemeinschaft und wie sie zustande kommen könnten.

Geopolitik: Tappen die USA unter Trump in die „Autokraten-Falle“?

Die zweite Amtszeit von Donald Trump als US-Präsident verändert schon jetzt das Erscheinungsbild der USA. Zukünftig sind jedoch auch gravierende Politikfehler zu erwarten, ausgelöst durch extrem verengte Entscheidungsprozesse. Wie bereits Russland und China droht so auch den USA unter Trump der gefährliche Weg in die „Autokraten-Falle“. Dieser Begriff steht für systematische Fehlentscheidungen autokratischer Alleinherrscher, ausgelöst durch extreme Machtkonzentration. Als Folge dieser Entwicklung werden geopolitische Risiken spürbar zunehmen, warnt das FERI Cognitive Finance Institute. 

UBS: Family Offices kehren zu mehr Balance zurück, aktives Management gefragt

Family Offices weltweit setzen in ihren Portfolios auf eine ausgewogenere Allokation mit verstärktem Fokus auf festverzinsliche Wertpapiere. Aktives Management gewinnt global in den Portfolios an Bedeutung, wobei die Präferenz von Family Offices aus Europa für aktive Produkte im weltweiten Vergleich überdurchschnittlich stark ist. Künstliche Intelligenz bleibt weltweit wie in Europa in den nächsten zwei bis drei Jahren das beliebteste Anlagethema. Diese Erkenntnisse gehen aus dem UBS Global Family Office Report 2024 hervor, der heute veröffentlicht wurde. Zugrunde liegt eine Befragung von 320 Single Family Offices aus sieben Regionen der Welt, die zusammen ein Vermögen von 608 Milliarden USD repräsentieren. Im Vergleich zu den Vorjahren wurde der Datensatz um 90 Family Offices vergrößert. Der Report ist damit die umfassendste und aussagekräftigste Studie dieser Art.

Den Kunden das Beste aus zwei Welten bieten

Auch 2024 stellt Fondsgesellschaften und Investoren vor diverse Herausforderungen. Zu unsicher sind die Welt und die wirtschaftlichen Entwicklungen im Besonderen. Sasha Evers, Head of Europe ex-UK bei BNY Mellon Investment Management, geht im Interview darauf ein, welche Strategien gut funktionieren könnten und inwieweit der deutsche Markt als Kernmarkt ein besonderes Augenmerk verlangt.

Geopolitische Risiken im Blick

Tobams Co-CIO Axel Cabrol sieht angesichts des Gewaltausbruchs in Israel die Marktreaktion zu den ökonomischen und politischen Konsequenzen sehr im Widerspruch. Die Ölpreise haben sich bislang kaum bewegt, obwohl der Konflikt schnell eskalieren könnte. Ähnlich der iranischen Revolution in den 70er Jahren als Auslöser, droht jetzt eine zweite Welle des Energiepreisschocks von 2022.

Kampfansage an den Westen: Chinas Muskelspiele verschärfen geopolitische Risikolage

Die Spannungen zwischen China und Taiwan im Zuge des Besuchs der taiwanischen Präsidentin Tsai Ing-wen in den USA verschärfen die globale Risikolage, sind aber nur Teil eines deutlich größeren Bilds. Zu dieser Einschätzung kommt das FERI Cognitive Finance Institute. „Während Europa gebannt auf die Entwicklung in der Ukraine blickt, verändern sich bereits weitere Eckpfeiler des geopolitischen Koordinatensystems“, sagt Dr. Heinz-Werner Rapp, Gründer und Leiter des FERI Cognitive Finance Institute. Im Fokus stünden demnach die globalen Rohstoffmärkte, politische Konstellationen im Nahen Osten sowie gezielte Attacken auf das US-zentrierte globale System. Treiber und aktiver Koordinator dieser Entwicklungen sei vor allem das ‚neue China‘ unter Xi Jinping. „Schon seit Jahren formt China strategische Koalitionen, um die globale Vormacht der USA und die Dominanz des US-Dollars zu brechen. Aktuelle Muskelspiele aus China zeigen aber inzwischen eine neue Intensität, die Wirtschaft und Politik im Westen ernsthaft beunruhigen sollte“, warnt Rapp.  

SOCIAL MEDIA

RECHTLICHES

AGB
DATENSCHUTZ
IMPRESSUM
© wirkungswerk
ALLE RECHTE VORBEHALTEN

Anmeldung zum Newsletter