MärkteDreimal mehr Bundesanleihen als US-Treasuries im Depot

Institutionelle Anleger wie Pensionskassen und Versorgungseinrichtungen ebenso wie Versicherungen, Unternehmen oder Stiftungen haben 2020 ihre Staatsanleihebestände in indirekten Anlagen von durchschnittlich 27 auf fast 29 Prozent erhöht. Während der Anteil bundesdeutscher Anleihen seit Beginn der Pandemie in den Portfolien zulegten und immer noch auf hohem Niveau liegen, haben amerikanischer Papiere nach einem Hoch im Frühjahr wieder an Beliebtheit eingebüßt. Die Nachfrage nach französischen und italienischen Bonds zog zuletzt leicht an, während der Anteil aus Schwellenländern nahezu stagniert. Das zeigt eine Analyse von Universal-Investment, der größten Fonds-Service-Plattform im deutschsprachigen Raum. 
18. Februar 2021
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Institutionelle Anleger wie Pensionskassen und Versorgungseinrichtungen ebenso wie Versicherungen, Unternehmen oder Stiftungen haben 2020 ihre Staatsanleihebestände in indirekten Anlagen von durchschnittlich 27 auf fast 29 Prozent erhöht. Während der Anteil bundesdeutscher Anleihen seit Beginn der Pandemie in den Portfolien zulegten und immer noch auf hohem Niveau liegen, haben amerikanischer Papiere nach einem Hoch im Frühjahr wieder an Beliebtheit eingebüßt. Die Nachfrage nach französischen und italienischen Bonds zog zuletzt leicht an, während der Anteil aus Schwellenländern nahezu stagniert. Das zeigt eine Analyse von Universal-Investment, der größten Fonds-Service-Plattform im deutschsprachigen Raum. 

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich auf der Plattform das Volumen der weltweiten Staatsanleihen per Ende 2020 deutlich um 43,2 Prozent erhöht, von 37 Milliarden auf rund 53 Milliarden Euro. Das liegt in erster Linie daran, dass die Frankfurter übers Jahr hinweg einige große Mandate mit festverzinslichen Anlagen hinzugewonnen haben. Treiber sind aber auch die Corona-Lage, die aktive Rolle der Regierungen, das Wirtschaftswachstum mit anzukurbeln, und der Wunsch nach Sicherheit auf den volatilen Kapitalmärkten.

Der Anteil an US-Treasuries sank im Laufe des Jahres auf unter zehn Prozent der Gesamtinvestitionen in Staatsanleihen – Ende Juni 2020 lag dieser Wert noch bei 11,6 Prozent. Mit rund 29 Prozent relativ stabil blieb hingegen die Quote der Bundesanleihen in diesem Segment. Ebenfalls wenig Bewegung ist bei Schwellenländeranleihen aus den 26 Nationen nach dem MSCI Emerging Markets Index zu erkennen: Sie bilden mit 13,6 Prozent unverändert die zweitgrößte Gruppe der Staatsanleihen. Im Jahresverlauf haben sich die Volumina der Staatsanleihen von Frankreich, Kanada, Italien, Spanien und Belgien zwischen 20 – 130 Prozent erhöht.

Ende 2020 sind die von Universal-Investment verwalteten Spezialfondsvermögen auf 440 Milliarden Euro gestiegen. Davon waren rund 42,2 Prozent in Renten angelegt. Darin enthalten sind etwa 53 Milliarden Euro in Staatsanleihen, also etwa zwölf Prozent der Gesamtanlagen oder mehr als 28 Prozent des Rentensegments. (ah)

Bundesanleihe — Foto: © Craig — stock.adobe.com

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