MainFirst: Große Preiserhöhungen gehören der Vergangenheit an

Viele Unternehmen besaßen in den vergangenen zwölf Monaten eine seit Dekaden nicht mehr erlebte Preissetzungsmacht. Selbst Firmen, denen es normalerweise branchenbedingt schwerfällt, Preiserhöhungen durchzusetzen waren damit erfolgreich. Diese Zeit könnte sich nun dem Ende neigen. Zu dieser Erkenntnis kommt Alexander Dominicus, Portfoliomanager des MainFirst Top European Ideas Fund & MainFirst Germany Fund. 

FED muss sich auf ihr Hauptmandat der Preisniveaustabilität konzentrieren

Die US-Inflation hat im Juni erneut auf der hohen Seite überrascht: Der Anstieg der Verbraucherpreise lag bei 9,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr und die Kerninflation bei 5,9 Prozent – im Vergleich zu Erwartungen in Höhe von 8,8 bzw. 5,7 Prozent. Beim gegenwärtigen Stand der Dinge kann das Risiko nicht ausgeschlossen werden, dass sich das inflationäre Umfeld verfestigt, insbesondere durch Zweitrundeneffekte. Daher hat die Fed keine andere Wahl, als sich auf ihr Hauptmandat – Wahrung der Preis-niveaustabilität – zu konzentrieren und weiterhin schnell und entschlossen zu handeln. Unserer Ansicht nach sollte sie daher eine weitere Anhebung der Fed Funds Rate um 75 Basispunkte beschließen. 

Zeitenwende

Die globalen Rentenmärkte haben in den zurückliegenden Wochen herbe Kursabschläge verkraften müssen. Die Gründe hierfür sind Ankündigungen der Notenbanken, die Zinsen anzuheben. Und das, zumindest in den USA, nicht zögerlich. Schließlich galoppiert die Inflation und könnte aus dem Ruder laufen.

Kurseinbrüche auf breiter Front: Erste Jahreshälfte an den Börsen enttäuscht

Hohe Inflation, rasant steigende Zinsen und eine nachlassende Notenbankenliquidität haben im ersten Börsenhalbjahr zu schweren Turbulenzen an den Märkten geführt. Ein deutlicher Abwärtstrend bei Aktien ist die Folge. Anleihen erlebten sogar einen echten Crash, der historisch ohne Beispiel ist. Da die Unternehmensgewinne noch relativ robust sind, geht der Abverkauf an den Aktienmärkten bislang vor allem auf rückläufige Bewertungsmultiplikatoren zurück. Exemplarisch ist der massive Ausverkauf bei Technologieaktien, deren Kurse zuvor - bei fallenden Zinsen - von stetig steigenden Multiplikatoren getrieben wurden. Auch der massive Absturz von Kryptowährungen ist ein klares Symptom restriktiver Zins- und Liquiditätsbedingungen. Dieses komplexe Marktumfeld bietet vorerst kaum Chancen für nachhaltig steigende Kurse. 

Anleihen als „sicherer Hafen“ – nur noch eine alte Mär?

"Staatsanleihen galten lange als ‚sicherer Hafen‘, haben aber in den vergangenen Monaten Rekordverluste eingefahren“, sagt Dr. Volker Schmidt, Senior Portfolio Manager bei Ethenea Independent Investors S.A. Europäische Anleihen mit Investment-Grade hätten allein in den ersten sechs Monaten dieses Jahres durchschnittlich mehr als 13 Prozent verloren. Die Renditen 2-jähriger US-Staatsanleihen haben sich seit Jahresbeginn von 0,75 Prozent auf mehr als 3 Prozent sogar vervierfacht.

Abwärtstrend an den globalen Märkten hält an

Die Kurse in den USA und in Europa geben seit Monaten nach. Zuletzt hat sich der Abwärtstrend an den globalen Börsen weiter verfestigt. Für viele Investoren ist dies eine neue Erfahrung: Konnten sie in den vergangenen Jahren stets mit einer ultra-expansiven und somit marktfreundlichen Geldpolitik rechnen, ist auf den „Bail-Out“ der Notenbanken mittlerweile kein Verlass mehr.

Der “richtige” Umgang mit der Inflation

Alle Augen blicken gespannt auf das Geschehen der Notenbanken. Wann rührt sich beispielsweise die Fed? Erstmals seit langem zeichnet sich ab, dass die Geldpolitiken der verschiedenen Volkswirtschaften im Umgang mit der Inflation wieder stärker divergieren werden, sagt Werner Krämer, Senior Economic Analyst bei Lazard Asset Management. Dies stelle Anleger vor neue Herausforderungen.

EZB-Sitzung: Tapering in Trippelschritten?

Die Welt wartet in dieser Woche spannungsvoll auf die Ankündigungen der Zentralbanken in den USA und Europas. Derweil bringt die steigende Inflation die betriebene Geldpolitik insbesondere in den Vereinigten Staaten ins Wanken. Wie geht es weiter an den Rentenmärkten 2022? Wird die EZB das Ende des Ankaufsprogramms PEPP für Ende März 2022 verkünden?

Droht uns eine Stagflation?

Die Corona-Pandemie hält die Weltwirtschaft nach wie vor in Atem. Nachdem das vergangene Jahr im Zeichen der wirtschaftlichen Krisenbewältigung stand, sollte das Jahr 2021 eigentlich den Startschuss zum Aufschwung geben. Die steigenden Rohstoffpreise und die derzeit zu beobachtenden Lieferengpässen könnten diesen jedoch gefährden, warnt Dr. Andrea Siviero, Investment Strategist bei Ethenea Independent Investors S.A.. Er beobachtet in den letzten Monaten vermehrt Indizien, die auf eine Stagflation hinweisen könnten, ähnlich wie in den 1970er Jahren. 

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