Die jüngste Dollar-Schwäche, geopolitische Spannungen und die drohende Rückkehr protektionistischer US-Handelspolitik sorgen für neue Unsicherheit an den Devisenmärkten.
Die jüngste Dollar-Schwäche, geopolitische Spannungen und die drohende Rückkehr protektionistischer US-Handelspolitik sorgen für neue Unsicherheit an den Devisenmärkten.
Es ist Mitte März und die Nachrichten überschlagen sich. Gefühlt könnte man meinen, 2025 sei bereits in der zweiten Jahreshälfte. Trump, Geopolitik und natürlich die neue Bundesregierung. Gesprächsstoff en masse für einen kurzen Austausch mit Pascal Kielkopf, Kapitalmarktanalyst HQ Trust.
Washington lässt eine politische Initiative nach der anderen verlauten, und jetzt nimmt US-Präsident Trump bei seinen Zöllen Europa ins Visier. Gleichzeitig haben die ukrainischen Friedensverhandlungen zwischen den USA und Russland die europäischen Staats- und Regierungschefs in Aufruhr versetzt.
Viele nicht nachhaltige Geschäftsmodelle zählten 2022 zu den Profiteuren des Ukrainekriegs und den rekordhohen Energiepreisen; viele ESG-Strategien erzielten nicht die aus der Vergangenheit gewohnten Überrenditen gegenüber ihren Vergleichsindizes. Doch in diesem Jahr konnten viele Strategien wieder an vergangene Erfolge anknüpfen.
Covid-19, der Krieg gegen die Ukraine, Unsicherheiten bei der Energieversorgung: Die Welt blickt auf eine Reihe unerwarteter Ereignisse und Entwicklungen zurück. Dies hat jedoch nicht nur zu Unsicherheiten geführt, sondern bietet auch Potenzial für wirtschaftliches Wachstum. Frank Schwarz, Portfoliomanager bei MainFirst Asset Management, nennt drei Bereiche, welche durch die aktuelle Situation in den Fokus der Anleger rücken sollten.
Anders als die Corona-Pandemie und der Krieg in der Ukraine vermuten lassen, ist die Globalisierung nicht zum Stillstand gekommen. Sie tritt lediglich in eine neue Phase ein, was Chancen für Anleger bietet. Zu dieser Erkenntnis kommt Henning Busch, Managing Director für institutionelle Kunden bei Capital Group.
Der russische Rubel ist in diesem Jahr die Währung mit der besten Performance gegenüber dem steigenden US-Dollar, er ist um 30 % gestiegen, was einem Siebenjahreshoch entspricht und mehr als doppelt so hoch ist wie der Tiefststand nach der Ukraine-Invasion. Die gegenläufige Stärke des Rubels ist auf die dreifache Unterstützung durch drakonische Kapitalkontrollen, hohe Zinsen und eine geringere Nachfrage nach dem US-Dollar zurückzuführen.
In den vergangenen drei Jahren gab es viele Krisen und Stolpersteine am Finanzmarkt. Corona und der 2022 ausgebrochene Ukraine-Krieg haben die Nerven der Investoren mehr als einmal auf die Probe gestellt. Mehr noch. Verluste stellten sich ein. Der aktiv verwaltete Makrofonds HESPER FUND − Global Solutions wurde im Juli 2019 aufgelegt, feiert dieser Tage sein dreijähriges Bestehen und kann eine mehr als respektable Performance vorweisen.
Die Auswirkungen von Unterbrechungen der Lieferketten auf Unternehmen und Haushalte werden in der 1. Jahreshälfte 2022 wahrscheinlich weiterhin erheblich sein. Während die 2. Jahreshälfte eine gewisse Erleichterung bringen könnte, wenn China seine Null-COVID- und Stromrationierungspolitik lockert und der Arbeitskräftemangel in den USA nachlässt, haben Russlands Krieg in der Ukraine und die Sanktionen zu weiteren Unterbrechungen geführt.
Der anhaltende Krieg in der Ukraine sorgt für hohe Volatilität an den Kapitalmärkten, auch in den Emerging Markets. Aber wie stark wirkt er sich tatsächlich auf die aufstrebenden Länder aus? „Direkt vom Konflikt betroffen ist nur ein kleiner Teil des Emerging-Markets-Universums, an dem allein Asien einen Anteil von 80 Prozent hat“, erläutert Urs Antonioli, Head of EM EMEA & Latin America Equities bei UBS Asset Management (UBS-AM). Die stärkste Nebenwirkung, steigende Energie- und Rohstoffpreise, haben breiter gestreute Effekte.