Alternative InvestmentsHighlightSolar-Hotspot Deutschland

Obwohl die Förderung für Solaranlagen ausläuft, entwickelt sich Deutschland zum Hotspot für Solarinvestments. Sinkende Preise für Module und steigende Preise für den grünen Strom ermöglichen stabile und subventionsfreie Erträge, die zudem nicht mit anderen Märkten korrelieren. „Vor allem institutionelle Investoren suchen deshalb verstärkt Anlagemöglichkeiten“, weiß Markus W. Voigt, CEO der aream Group.
27. Juli 2020
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Obwohl die Förderung für Solaranlagen ausläuft, entwickelt sich Deutschland zum Hotspot für Solarinvestments. Sinkende Preise für Module und steigende Preise für den grünen Strom ermöglichen stabile und subventionsfreie Erträge, die zudem nicht mit anderen Märkten korrelieren. „Vor allem institutionelle Investoren suchen deshalb verstärkt Anlagemöglichkeiten“, weiß Markus W. Voigt, CEO der aream Group.

„Die Förderung der Erneuerbaren Energien ist eine Erfolgsgeschichte mit Happy End“, sagt Voigt. Der größte Erfolg sind dabei nicht die Zahl der installierten Anlagen oder der stetig wachsende Anteil der Erneuerbaren Energien am gesamten Energieverbrauch. „Der eigentliche Erfolg ist, dass die Erneuerbaren Energien bei Neuanlagen jetzt ohne Förderung auskommen“, so Voigt.

„Hier hat tatsächlich lehrbuchmäßig geklappt, was in anderen Bereichen so oft versagt: Die Förderung dient dem Anschub, danach läuft das gewünschte Projekt aus eigener Kraft“, sagt Voigt. Und es läuft schnell: „Derzeit beobachten wir einen wahren Boom bei den Solarinvestments“, sagt Voigt. „Deutschland entwickelt sich hier vor allen anderen europäischen Ländern zum Hotspot.“

Der Boom hat dabei zwei wesentliche Gründe: Investments in Erneuerbare Energien zeigen eine unkorrelierte Rendite, was im Rahmen des Pandemie-Absturzes der Aktien- und Rentenmärkte ein riesiger Vorteil ist. Sie liefern zudem regelmäßige Ausschüttungen, anders als volatilere Anlagen. Außerdem erfahren Investments in Erneuerbare Energien für institutionelle Investoren eine günstige Solvency-II-Behandlung durch die Regulierungsbehörde. „Auf diese Weise kann das vorhandene Risikokapital besser genutzt werden“, so Voigt. Stabile, gut vorhersagbare, langfristige Cashflows basierend auf realen Assets treiben die Nachfrage ohnehin.

Zum anderen arbeitet die Preisentwicklung von zwei Seiten für die Solarparks: Die Preise für Ökostrom steigen, die Kosten für die Paneele sinken. „Immer mehr Unternehmen, Kommunen, Staaten wollen klimaneutral arbeiten oder wie etwa Microsoft sogar die CO2-Emissionen der vergangenen Jahrzehnte zurückzahlen“, sagt Voigt. Dazu sind stetig wachsende Mengen an Strom aus Erneuerbaren Energiequellen nötig. „Der Bau neuer Anlagen kommt hier kaum hinterher, was die Preise deutlich steigen lassen wird“, so Voigt.

Steigende Preise für das Produkt kommen dabei mit sinkenden Preisen für Bau und Betrieb der Anlagen zusammen. „Die Module sind deutlich günstiger geworden, gemessen an ihrem Wirkungsgrad“, so Voigt. Das ermöglicht mehr Leistung bei gleichen Kosten. „Dazu kommt, dass beim Betrieb der Anlagen immer häufiger Künstliche Intelligenz zum Einsatz kommt“, so Voigt. Diese erkennt Veränderungen früher, kann schneller reagieren – und so ganze Solarparks noch einmal um kleine Margen günstiger betreiben. „Auch wenn es auf dem Papier nur um wenige Zehntelprozentpunkte geht: Das summiert sich mit der technologischen Entwicklung immer weiter. Und die Effizienzgewinne gehen für Investoren ausschließlich in den Gewinn“, sagt Voigt. (ah)

Foto: © gui yong nian — stock.adobe.com

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