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Positive Wirtschaftsdaten bestätigen eine Trendwende, die deutlich an Fahrt gewinnt. Der Anleihemarkt war in der letzten Woche geprägt von einem eindeutigen Anstieg der langfristigen Renditen begleitet von steigenden kurzlaufenden Anleihen. Die Aktienmärkte reagierten vorerst mit einer entsprechenden Konsolidierung. Chris Iggo, AXA IM CIO Core Investments, sieht aktuell eine Phase der Normalisierung, mit Anleiherenditen auf Vorkrisenniveau und einem Testfall für die mittelfristige Entschlossenheit der FED. 
2. März 2021
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Positive Wirtschaftsdaten bestätigen eine Trendwende, die deutlich an Fahrt gewinnt. Der Anleihemarkt war in der letzten Woche geprägt von einem eindeutigen Anstieg der langfristigen Renditen begleitet von steigenden kurzlaufenden Anleihen. Die Aktienmärkte reagierten vorerst mit einer entsprechenden Konsolidierung. Chris Iggo, AXA IM CIO Core Investments, sieht aktuell eine Phase der Normalisierung, mit Anleiherenditen auf Vorkrisenniveau und einem Testfall für die mittelfristige Entschlossenheit der FED. 

Beängstigende Ungeheuer

„Die letzte Woche war geprägt von positiven Wirtschaftsdaten wie steigenden US-Immobilienpreisen sowie einem wachsenden Verbrauchervertrauen. Auch Deutschland überraschte mit BIP-Zahlen für das vierte Quartal, die über den Erwartungen lagen. Der Prozess wird von einer zunehmenden Marktnormalisierung aber auch ersten Zweifeln begleitet, ob umfangreiche fiskalische Anreize und eine aggressive Geldpolitik für eine lange Zeit koexistieren können.

Im zweiten Halbjahr sind die Konsensprognosen für das BIP-Wachstum in den angelsächsischen Ländern bereits beeindruckend. Das stellt zunehmend die Beständigkeit der aktuellen Covid-Stützungsmaßnahmen in Frage. Mit erwarteten realen Wachstumsraten von sechs Prozent im Jahresvergleich, werden damit auch höhere nominale Anleiherenditen realistisch. Sorgen einiger Anleger, dass diese Bewegungen nur kurzfristig Bestand haben, könnten jedoch schnell den Markt drehen. Vieles spricht daher dafür, Risiken zeitnah abzubauen, die sich allmählich abzeichnen.“

Helden 

„Die Geldpolitik versucht seit Jahren, das Wirtschaftswachstum zu stimulieren, mit abnehmender Kraft bei immer niedrigeren Zinssätzen. Aktuell beobachten wir als Konsequenz eine zunehmende politische Verschiebung zugunsten der Fiskalpolitik. Eine nachdrückliche Kommunikation dieser neuen politischen Welt durch die politischen Entscheidungsträger ist jetzt wünschenswert. In den USA sind bereits große Fiskal-Stimuli absehbar. Die aktuell hohen Sparquoten sind nur ein Argument für Stagnation. Erhöhte Defizite und Kreditaufnahmen der Regierungen weltweit setzen hier aktuell an. Damit dürfte ein leichter Anstieg der Grenzkosten des Kapitals einhergehen. Der Preis für eine Erhöhung der Kreditkosten um etwa 100 Basispunkte dürfte den nachhaltigen Effekt jedoch rechtfertigen. Das politische System der USA verspricht hier ein schnelles Handeln der Regierung. Die Eurozone dürfte langfristig nachziehen.“

Lassen Sie uns tanzen 

„Bei den entwickelten Volkswirtschaften wird im Zeitraum bis 2023 ein beeindruckendes nominales BIP-Wachstum prognostiziert. Die Ansteckungskraft des Aufschwungs begleitet von einem vorübergehenden Inflationsanstieg sprechen für ein BIP-Wachstum in Dollar, das deutlich über dem Durchschnitt des letzten Jahrzehnts liegt. Selbst die bärischsten Anleihen-Investoren würden damit keine Renditen sehen, die sich dem nominalen BIP-Wachstum annähern. Mit einem Wachstum deutlich über den Kosten der Kreditaufnahme, sollte dies die Nachhaltigkeit, der sich abzeichnenden Fiskalpolitik bestätigen. Der Effekt auf den Aktienmarkt wäre ein starkes Wachstum der Unternehmensgewinne, bei weiterhin sehr niedrigen Zinsen.“

Chris Iggo — Foto: © AXA Investment Managers

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