Wenn Europas Autoindustrie gegen die Wand fährt

Volkswagen steht massiv unter Druck: Der Konzern plant den Abbau von 50.000 Arbeitsplätzen, während die Aktie unter ihre „Dieselgate“-Tiefstände gefallen ist. In seinem aktuellen Marktkommentar analysiert Kevin Thozet, Mitglied des Investment-Komitees bei Carmignac, die Ursachen – und ordnet die Entwicklung in die strukturellen Herausforderungen der europäischen Automobilindustrie ein.
4. September 2026
Kevin Thozet - Foto: Copyright Carmignac

Volkswagen steht massiv unter Druck: Der Konzern plant den Abbau von 50.000 Arbeitsplätzen, während die Aktie unter ihre „Dieselgate“-Tiefstände gefallen ist. In seinem aktuellen Marktkommentar analysiert Kevin Thozet, Mitglied des Investment-Komitees bei Carmignac, die Ursachen – und ordnet die Entwicklung in die strukturellen Herausforderungen der europäischen Automobilindustrie ein.

Der Druck kommt vor allem aus China: Dort kämpfen weiterhin mehr als 100 Hersteller um Marktanteile, während die Exporte von rund sieben Millionen Fahrzeugen im Jahr 2025 auf mehr als zehn Millionen Fahrzeuge 2026 steigen dürften. Gleichzeitig greifen neue Anbieter in Europa mit Preisen an, die teilweise deutlich unter denen vergleichbarer Modelle liegen.

Europa trifft dieser Preisdruck in einer ohnehin schwierigen Lage. Die Automobilproduktion ist bereits von rund 22 Millionen Fahrzeugen im Jahr 2017 auf heute etwa 16 Millionen gesunken. Für die kommenden fünf bis zehn Jahre gehen einige Schätzungen von einem weiteren Rückgang auf acht bis zwölf Millionen Fahrzeuge aus. Thozets Fazit: „China produziert zu viele Autos. Europa hat zu viele Fabriken. Und beide Probleme treffen nun aufeinander.“

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