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Die Aktien kleiner Unternehmen haben die großen Standardwerte seit dem Corona-Crash im März 2020 um Längen geschlagen. Die sogenannten Small Caps haben ihre Kurse, gemessen am US-Small Cap-Index Russell 3000, seit März 2020 mehr als verdoppelt. Dagegen hat der S&P 500 mit seinen deutlich größeren Unternehmen „nur“ um mehr als zwei Drittel zugelegt.
15. Februar 2021
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Die Aktien kleiner Unternehmen haben die großen Standardwerte seit dem Corona-Crash im März 2020 um Längen geschlagen. Die sogenannten Small Caps haben ihre Kurse, gemessen am US-Small Cap-Index Russell 3000, seit März 2020 mehr als verdoppelt. Dagegen hat der S&P 500 mit seinen deutlich größeren Unternehmen „nur“ um mehr als zwei Drittel zugelegt.

„Für eine weitere Outperformance der Small Caps gegenüber den Standardwerten in diesem Jahr sind alle Zutaten vorhanden“, sagt Mike Rode, Investmentexperte bei American Century Investments.

Rode führt fünf Gründe auf, die für eine anhaltende Rallye der Nebenwerte sprechen:

  1. „Die Rotation in Small Caps ist überfällig. Zu Beginn des Jahres 2020 hatten die Standardwerte neun Jahre lang besser abgeschnitten als die Nebenwerte. Damit dauerte der Zyklus schon zwei Jahre länger als im Durchschnitt. Nun dürfte eine ausgedehnte Phase der Outperformance von Standardwerten anstehen.
  2. Small Caps profitieren stärker von der wirtschaftlichen Erholung. Die kleineren Unternehmen erholen sich üblicherweise nach Rezessionen und Bärenmärkten sehr kräftig. Wenn die Wirtschaft gut läuft, schneiden sie oft besser ab als Großunternehmen. Eine Analyse in den USA zeigt, dass Small Caps bei einem BIP-Wachstum von über 4 Prozent historisch eine Rendite von 16,6 Prozent eingefahren haben – gegenüber 14,4 Prozent bei Large Caps. Und für 2021 prognostiziert die Fed tatsächlich ein US-BIP-Wachstum von 4,2 Prozent.
  3. Die Bewertungen von Small Caps sind attraktiv. Zwar liegen die Bewertungen von Small Caps 20 Prozent über ihrem historischen Durchschnitt. Doch im Vergleich zu Large Caps, die 60 Prozent über ihren historischen Durchschnittsbewertungen notieren, sind sie relativ gesehen günstig. Dieser Bewertungsunterschied ist so groß wie seit fast 20 Jahren nicht mehr.
  4. Small Caps profitieren von einem starken Wohnimmobilienmarkt. Insbesondere in den USA befindet sich der Wohnimmobilien-Sektor in einem strukturellen Aufwärtstrend – und von den damit verbundenen Umsätzen, etwa in der Baubranche, haben Small Caps in der Vergangenheit überproportional profitiert.
  5. Das Interesse der Anleger an Small Caps steigt. Abzulesen ist das zum Beispiel an hohen Zuflüssen in ETFs auf Small Cap-Indizes. Dieses positive Sentiment unter Investoren sollte für weiteren Aufwind sorgen.“ (ah)

Foto: © Alvov- stock.adobe.com

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