Wachstum fördern

Mittelstandsfinanzierung in den Entwicklungsländern ist ein wichtiges Thema. INTELLIGENT INVESTORS hatte die Gelegenheit, hierzu mit einer ausgewiesenen Expertin, Dr. Cora Voigt, Senior Investment Manager bei der EB-SIM, zu sprechen. Sie ist für den EB-SME Finance Fund Emerging Markets verantwortlich. Tipp: In der kommenden Printausgabe (01/2022) lesen Sie einen ausführlichen Gastbeitrag von Dr. Voigt.
28. Dezember 2021
Dr. Cora Voigt - Foto: © EB-SIM

Mittelstandsfinanzierung in den Entwicklungsländern ist ein wichtiges Thema. INTELLIGENT INVESTORS hatte die Gelegenheit, hierzu mit einer ausgewiesenen Expertin, Dr. Cora Voigt, Senior Investment Manager bei der EB-SIM, zu sprechen. Sie ist für den EB-SME Finance Fund Emerging Markets verantwortlich. Tipp: In der kommenden Printausgabe (01/2022) lesen Sie einen ausführlichen Gastbeitrag von Dr. Voigt. 

INTELLIGENT INVESTORS: Frau Dr. Voigt, wie fällt Ihr Fazit zu den Emerging Markets 2021 aus? Und wie schätzen Sie in diesem Zusammenhang die Aussichten zum Jahreswechsel ein?
Dr. Cora Voigt: Unser Fonds, der EB-SME Finance Fund Emerging Markets, fokussiert sich auf die Finanzierung des Finanzsektors in Entwicklungsländern. Auch in diesen Ländern war das Jahr 2021 von der Pandemie geprägt. Dennoch erkennen wir zum Jahreswechsel eine deutliche Erholung der jeweiligen Märkte. Dies zeigt sich an der wieder zunehmenden Ausweitung der Kreditvolumina der von uns mitfinanzierten Institute und den positiven Entwicklungen der jeweiligen Kreditportfolien. Wir bemerken, dass jene regulatorischen Maßnahmen sich bewähren, die wir ebenso in den Industrieländern gesehen haben. Zahlungsausfälle bei unseren Engagements gab es nicht. Die altbekannten Problemstellungen in den Emerging Markets bleiben dennoch unabhängig von der Pandemie bestehen. Diese betreffen besonders die allgemeine Schuldentragfähigkeit und die politische Stabilität.

II: Sie erwähnten Ihren Fonds, den EB-SME Finance Fund Emerging Markets. Was sind die Charakteristika?
Dr. Voigt: Vereinfacht gesagt, geht es um Mittelstandsfinanzierung vor Ort. Investoren wird ein Co-Investment in ein von der EB-SIM ausgewähltes Kreditportfolio der KfW-Tochter DEG ermöglicht. Finanzierungsmittel gehen an dortige lokale Finanzinstitute, um Strukturen aufzubauen, die das Wachstum nachhaltig fördern. Dabei handelt es sich, anders als bei klassischen Mikrofinanzprodukten, um langfristig vergebene Kredite, die es den Finanzinstituten ermöglichen, deckungskongruent längerfristiges Kapital an den Mittelstand zu vergeben. Mit einer Stückelung der Beteilungen von 5 bis 7,5 Mio. Euro können wir entsprechende Engagements eingehen.

II: Gibt es einen regionalen Schwerpunkt?
Dr. Voigt: Es existieren keine starren Vorgaben. Dennoch sind wir an einer breiten regionalen Streuung interessiert. Momentan ist der Fonds vor allem in den Wachstumsregionen Ost- und Westafrikas sowie in Lateinamerika engagiert. Die regionale Ausweitung nach Südostasien ist zwar angestrebt, aber von den jeweiligen Konditionen der uns angebotenen Möglichkeiten abhängig.

II: Sie kooperieren dabei mit einem starken Partner, der KfW-Tochter DEG. Wie wichtig ist Ihnen diese Kooperation?
Dr. Voigt: Die Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG) ist eine erfahrene Entwicklungsfinanziererin. Sie tritt seit Jahrzehnten als Darlehensgeberin für Finanzinstitute in sich entwickelnden Staaten auf. Die DEG ist weltweit unterwegs. Sie verfügt über ein ausgezeichnetes Netzwerk. Somit ist es der DEG möglich, die Finanzinstitute eng in ihrer weiteren Entwicklung zu begleiten. Dies macht die Zusammenarbeit mit der DEG für uns so wichtig. Sie ermöglicht es uns, den Investoren ein glaubwürdiges Impact-Reporting anzubieten, das sich an den SDGs orientiert. Der Fonds selbst ist ein Artikel 9 Fonds gemäß der Offenlegungsverordnung. (ah)

 

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