EZB hält Füße still

Zwei Zinserhöhungen bis Ende des Jahres – das ist der aktuelle Marktkonsens. Wir sehen das anders und erwarten in der kommenden Woche keine Kursveränderung durch die Europäische Zentralbank (EZB). Das Umfeld – insbesondere die Inflationsraten von über drei Prozent – würde zwar höhere Leitzinsen rechtfertigen. Doch eine straffere Geldpolitik könnte die deutsche und französische Konjunktur abwürgen. Sollte sich der Iran-Konflikt nicht drastisch zuspitzen, ist es unwahrscheinlich, dass es in den nächsten Monaten überhaupt eine Straffung geben wird.

Erfolgsaussichten fraglich, Europas Wirtschaftswachstum unter ein Prozent

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat heute wie von uns erwartet den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte auf nun 2,25 Prozent angehoben. Dieser Schritt begünstigt unserer Meinung nach tendenziell länger laufende Euro-Anleihen, da sich Investoren in einem unsicheren konjunkturellen Umfeld verstärkt in sichere Anlagen umorientieren. Gleichzeitig dürften Aktien zyklischer, binnenorientierter Sektoren unter Druck geraten.

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