US-Inflation — Entspannung, aber keine Entwarnung

Die US-Verbraucherpreise sind im März überraschend um 0,1% gesunken. Die jährliche Inflationsrate sank damit von 2,8% auf 2,4%, die Kerninflationsrate fiel auf 2,8%. Bisher zeigen die Preisdaten kaum Effekte der Zollanhebungen. Die FED dürfte die Daten dennoch als wenig aussagekräftig werten, da die deutlichen Zollanhebungen erst Anfang April in Kraft getreten sind und sich in den kommenden Monaten bemerkbar machen werden. Zudem bleiben die wirtschaftspolitische Unsicherheit und die Inflationsrisiken erhöht, meint Dr. Johannes Mayr, Chefvolkswirt bei Eyb & Wallwitz.

„In Europa herrscht Aufbruchstimmung – Trumps Zöllen zum Trotz“

Wirtschaftlich hat sich in den USA nach den ersten Monaten unter Präsident Donald Trump Ernüchterung eingestellt. Rezessionssorgen hält Felix Herrmann, Chefvolkswirt bei ARAMEA Asset Management, aber für übertrieben. In Europa steht das deutsche Infrastrukturpaket im Fokus. Dieses könnte aus seiner Sicht die Statik am Rentenmarkt verändern. Am Aktienmarkt sollte die Aufholjagd europäischer Papiere gegenüber US-amerikanischen Titeln weitergehen.

“Drohender Handelskrieg: Reaktion auf Trump-Zölle entscheidend”

Die von US-Präsident Donald Trump angekündigten Zölle gehen deutlich über das zuvor erwartete Maß hinaus. Ob daraus ein globaler Handelskrieg erwächst, hängt jetzt entscheidend von der Reaktion der betroffenen Länder ab. Demonstrieren sie Stärke und vergelten Gleiches mit Gleichem, sind gravierend negative Konsequenzen für die Weltwirtschaft unvermeidbar. Die Reaktion Chinas deutet in diese Richtung. Die Alternative bestünde darin, Gegenmaßnahmen anzukündigen, Gesprächsbereitschaft zu zeigen und auch im Falle des Scheiterns von Verhandlungen lediglich maßvolle und gezielte Sanktionen zu verhängen. Dies scheint bislang der Weg zu sein, dem die EU folgen will. 

Trumps “Liberation Day” erhöht US-Rezessionsgefahr

Aktuell regiert an den Börsen die Unsicherheit. Trump hat am 2. April den „Liberation Day“ gefeiert und dabei hohe Zölle gegen alle wichtigen Handelspartner angekündigt. Für viele Unternehmer und Anleger hierzulande dürfte es eine unruhige Nacht gewesen sein. Dr. Johannes Mayr, Chefvolkswirt bei Eyb & Wallwitz analysiert in seinem aktuellen Kommentar die wirtschaftlichen Folgen der aktuellen US-Politik und mögliche Implikationen für Anleger.

Liberation Day am 2. April: noch keine Anzeichen für globale Rezession

Die Einfuhrabgaben in Höhe von 25 Prozent auf Autos und Autoteile, die nicht in den USA produziert wurden, scheinen erst der Anfang zu sein. Am 2. April schaut die Welt auf die USA: Präsident Donald Trump hat sogenannte reziproke Zölle angekündigt als Vergeltung gegen Handelsbarrieren anderer Länder. Luca Pessarini, Chief Investment Officer von ETHENEA Independent Investors S.A., ordnet die aktuelle Lage ein:

US-Inflation — Noch keine Spuren der Zölle in den Preisen

Die US-Verbraucherpreise sind im Februar um 0,2% gestiegen und damit weniger stark als erwartet. Die jährliche Inflationsrate sank damit wieder auf 2,8%, die Kerninflationsrate fiel auf 3,1%. Etwas überraschend zeigen die Preisdaten kaum Effekte der ersten Zollrunde auf chinesische Importe. Die betroffenen Güterpreise legten ebenfalls nur moderat zu. Die FED dürfte die Daten positiv werten, zunächst aber an ihrer abwartenden Haltung festhalten. Denn die Unsicherheit über den wirtschaftspolitischen Kurs der Trump-Administration und dessen Folgen für die US-Konjunktur bleibt außergewöhnlich hoch, meint Dr. Johannes Mayr, Chefvolkswirt bei Eyb & Wallwitz.

Europäische Aktien: Das Comeback des Jahres?

Europäische Aktien litten in den vergangenen Jahren unter schwacher Nachfrage und einem Bewertungsabschlag von 40 Prozent gegenüber den USA, bedingt durch die Dominanz der „Glorreichen Sieben“ und Europas geringem Gewicht im MSCI ACWI. Trotz negativer Stimmung und geopolitischer Unsicherheiten zeigen sich 2025 erste positive Signale: Zuflüsse nach Europa, verbesserte Konjunkturdaten, steigende Unternehmensgewinne und mögliche Zinssenkungen. Wie die Herausforderung für Anleger gelingen kann, widerstandsfähige europäische Unternehmen mit starker Marktposition und Preismacht zu identifizieren, erklärt Marcus Morris-Eyton in seinem Marktkommentar.

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