Die japanische Zinswende birgt Risiken

Carry Trades sind beliebt, um globale Zinsdifferenzen auszunutzen. Besonders der Yen spielte dabei lange eine zentrale Rolle: Japans Niedrigzinsphase war dafür wie gemacht. Bis die Bank of Japan ihre Negativ- und Nullzinspolitik aufgab. Unterliegen Carry Trades zunehmend strukturelleren Problemen und fallen wie ein Kartenhaus in sich zusammen? Jörg Held, Head of Portfolio Management & Portfolio Manager bei ETHENEA, analysiert die Lage und nennt die aktuellen Risikofaktoren:

Umfrage: US-Staatsanleihen holen gegenüber Bundesanleihen auf

Auf der Plattform von Universal Investment haben institutionelle Investoren den Anteil ihrer Investments in Staatsanleihen in den letzten zehn Jahren deutlich reduziert. Während das Gesamtvolumen der bei Universal Investment verwalteten Spezialfonds zwischen Ende 2014 und Ende 2024 von 160,4 Milliarden Euro auf 622,1 Mrd. Euro stieg, sanken Staatsanleihen – der traditionell wichtigste Portfoliobaustein für Altersvorsorgeeinrichtungen, Unternehmen oder Versicherungen – von 16,2 Prozent auf nunmehr 11,3 Prozent.

Steigende US-Verschuldung erhöht Risiko für Anleihemarkt

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Wachstumsprognose für die USA deutlich angehoben und gleichzeitig die Prognose für den Euroraum nach unten revidiert. Diese auseinanderlaufende wirtschaftliche Entwicklung der Vereinigten Staaten und Europas hat Auswirkungen auf die Dynamik der Inflation und der Geldpolitik. Das Risiko einer hartnäckig hohen Inflation ist in den USA höher als im Euroraum. Daher wird die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) bei ihren bevorstehenden Zinssenkungen besonders vorsichtig vorgehen. Anleger sollten vor diesem Hintergrund europäische Anleihen gegenüber US-Titeln bevorzugen.

ESG hat das Fundraising maßgeblich beeinflusst

Es sind herausfordernde Zeiten für Private-Equity-Investoren. Die Zinswende hat das Umfeld durcheinandergewirbelt. Der Appetit auf Beteiligungskapital ist 2022 schwächer geworden. Exits sind schwieriger umzusetzen. Frank Hüther, Vorstandssprecher des Bundesverbandes Beteiligungskapital e.V. (BVK) und Managing Director von Abacus alpha stellte sich im Interview den Fragen von Chefredakteur Alexander Heftrich.

Warburg mit Minus im vergangenen Geschäftsjahr

Die Warburg Bank schließt das Geschäftsjahr 2022 mit einem Minus von 34,6 Mio. Euro ab. Gründe dafür waren hauptsächlich mit der strategischen Neuausrichtung einhergehende Maßnahmen, die Rückstellungen, Abschreibungen sowie Wertberichtigungen notwendig machten. Zum anderen führten die geopolitischen Unsicherheiten, insbesondere im Zuge des Angriffskriegs gegen die Ukraine, zu Kursrückgängen und einer abnehmenden Kapitalmarktaktivität. Das Marktumfeld war daher auf der Provisionsseite für M.M.Warburg & CO im Jahr 2022 herausfordernd.

Das Kreditgeschäft mit der Not

„Eiszeit auf dem Immobilienmarkt“, „Einbruch von Immobilieninvestments“, „Kollaps des Immobilienmarktes“. Das sind die Schlagzeilen, die die Öffentlichkeit und die Immobilien- und Finanzbranche dominieren. Fallende Preise, sinkende Transaktionszahlen, Ausweichbewegungen auf andere, lukrativere Märkte treiben so manchen Akteuren Schweißperlen auf die Stirn.

Verluste sind vermeidbar — Wunsch oder Realität?

Rezessionssorgen, Energieknappheit, Inflation und Zinswende – das Jahr 2022 brachte insbesondere durch den Krieg in der Ukraine für die Anleger weitreichende Verluste. Aktien und Anleihen hat es gleichermaßen hart getroffen. Die Bewegungen an den weltweiten Rentenmärkten hatten ein historisches Ausmaß. Globale Anleihen verzeichneten eines der schlechtesten Jahre aller Zeiten. Nachdem nahezu keine Assetklasse positive Erträge erzielte, stellt sich die Frage, inwieweit Verluste vermeidbar sind. Wie kann dies stattfinden und welche Modelle können hier helfen? Die Möglichkeiten mithilfe digitaler Technologien im Assetmanagement klären wir im folgenden Beitrag.

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