Schreckgespenst Stagflation: Warum sich Anleiheinvestoren keine langfristigen Sorgen machen müssen

Anleiheinvestoren haben sich in diesem Jahr bereits mit unzähligen Herausforderungen konfrontiert gesehen – von niedrigen Zinsen über eine steigende Inflation bis hin zu sehr engen Spreads. Jetzt droht das nachlassende globale Wachstum in eine Stagflation überzugehen. Zu einer Stagflation kommt es, wenn sich das Wirtschaftswachstum verlangsamt, die Arbeitslosigkeit steigt und die Inflation hoch bleibt.

DVFA-Mitglieder sehen geldpolitischen Kurs kritisch

Das ist eine eindeutige Aussage. Zu locker sei die aktuelle geldpolitsche Ausrichtung der Notenbanken. Zu diesem Ergebnis kommt der Berufsverband der Investment Professionals DVFA, der hierzu seine Mitglieder befragt hat.  Sehr entschieden halten die Befragten die aktuelle geldpolitische Ausrichtung für zu locker, sind aber auch der Ansicht, dass die Europäische Zentralbank (EZB) angesichts der hohen Verschuldung im Euroraum auf absehbare Zeit nicht in der Lage sein wird, die Zinsen angemessen anzuheben.

Aktienauswahl — wie finde ich die Gewinner von morgen?

Im Niederigzinsumfeld sind Aktien als Assetklasse nach wie vor eine sehr gute Wahl. Doch nicht jeder Titel ist per se einen näheren Blick wert. Um strukturelle Gewinner von morgen herauszufiltern, sind Makroexpertise mit fundamentaler Einzelaktienanalyse zu kombinieren. Das sagt Philip Bold, Portfolio Manager bei Ethenea und stellt fünf Einzelaktien exemplarisch ins Schaufenster.

Federal Reserve steuert auf Tapering im November zu

Die US-Notenbank wird ihre Anleihekäufe höchstwahrscheinlich im November zurückfahren. Davon ist auch Sébastien Galy, Senior-Makrostratege bei Nordea Asset Management, überzeugt. Allerdings hängen die längerfristigen Aussichten seiner Einschätzung nach davon ab, wie vorübergehend der derzeitige Inflationsschub ist: „Sollten wir richtig liegen und die Inflation schneller als erwartet abflauen, dürften sich die Zinserhöhungen verzögern, was einen weiteren Aufwärtstrend bei nordamerikanischen Aktien begünstigen würde.“ Im Detail erwartet Galy die folgenden Entwicklungen.

Steht China vor einer Neubewertung?

Die Investmentlandschaft schaut dieser Tage mehr denn je zuvor gespannt nach China. Evergrande ist das Stichwort. Droht nun eine Spirale von weiteren Zahlungsausfällen und Pleiten? Oder ist das Ganze doch nur ein kleineres Warnsignal und die Skeptiker werden Lügen gestraft? Ein großer Teil des chinesischen Aktienmarktes dürfte der Fondsgesellschaft Columbia Threadneedle Investments zufolge vor einer Neubewertung stehen.

Immer weiter so?

Der Vorsitzende der US-Notenbank, Jerome Powell, gab in seiner Rede auf dem jährlichen Symposium in Jackson Hole nur wenige neue Details preis. Wie bei einem Musikfestival gab es eine Mischung aus altbekannten Hits (vorübergehende Inflation, die Arbeitslosigkeit ist noch lange nicht gesunken) und einigen neuen Songs (Tapering bis Weihnachten). Letztendlich schien Powell den Fans zu geben, was sie wollten, wenn man die Reaktion der Märkte betrachtet. Die Märkte scheinen sich vorerst auf das „Dovish Taper“ einzulassen.

VanEcK: Gold bleibt interessant

Aus dem Bericht des World Gold Council für das zweite Quartal geht hervor, dass sich die Gesamtnachfrage nach Gold im ersten Halbjahr verbessert hat, was vor allem auf das Wiederaufleben von Covid in Indien zurückzuführen ist, wie Joe Foster, Portfoliomanager und Goldstratege bei VanEck, in seinem aktuellen Goldkommentar schreibt.

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