Wahlkampf in Deutschland: Wohnen ist eine der Prioritäten

Der Wohnungsmarkt wird wie jeder Markt durch Angebot und Nachfrage bestimmt. Die Politik kann durch verschiedene Maßnahmen Einfluss auf beide Seiten nehmen. Angesichts der hohen sozialen Sprengkraft des Themas Wohnen haben auch die meisten der bei der Bundestagswahl am 23. Februar 2025 antretenden Parteien jeweils ihre geplante Wohnpolitik in ihrem Wahlprogramm adressiert. Nach aktuellen Umfragen (Stand 12.02.25) liegt die CDU mit einem Anteil von 29,0 Prozent bei den Wählern vorne. Wie würde sich eine konservativ geprägte Regierung auf den Wohnimmobilienmarkt und auf Wohnimmobilien als Assetklasse für institutionelle Investoren auswirken?

Intelligente Städte brauchen bezahlbaren Wohnraum

Zu einer nachhaltigen und „intelligenten“ Stadt gehört es, dass ihre Bewohner darin angemessenen und bezahlbaren Wohnraum finden – auch solche mit niedrigen Einkommen. Gemäß der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte sowie dem Internationalen Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte (UN-Sozialpakt) ist angemessener, bezahlbarer Wohnraum Bestandteil des Rechts auf einen angemessenen Lebensstandard. Doch in vielen unserer Städte ist das keine Selbstverständlichkeit. Davon zeugen nicht nur die Slums in den wachsenden Metropolen der „Dritten Welt“.

Die Nachfrage nach Wohnraum bleibt hoch

Hohe Zinskosten und teure Materialen belasten aktuell die Immobilienmärkte. Ein Abgesang insbesondere auf Wohnimmobilien ist jedoch verkehrt. Denn das Immobilienangebot ist durch die niedrigen Neubauzahlen und den steigenden Wohnbedarf insgesamt knapp. Die d.i.i. ist seit jeher ein gesetzter Player in der Bestandsentwicklung und im Neubau von Wohnimmobilien. Dirk Hasselbring, Vorstand & Geschäftsführer d.i.i. Investment GmbH, sprach mit II-Chefredakteur Alexander Heftrich.

Neue Lösungen für bezahlbaren Wohnraum in Europa erforderlich

Der akute Mangel an bezahlbarem Wohnraum in Europa hat sich seit Jahren abgezeichnet. Angesichts steigender Inflation, Energiekosten und Zinssätze stehen die Einkommen nun unter starkem Druck, was zu einer Versorgungslücke führt, die zu schließen schätzungsweise 57 Milliarden Euro pro Jahr erfordern würde. Der Bau neuer, qualitativ hochwertiger und effizienter Wohnungen an den richtigen Standorten, z. B. in den europäischen Großstädten, wo der Mangel am gravierendsten ist, ist sicherlich eine Lösung. Wegen der steigenden Grundstücks- und Baukosten ist es jedoch wirtschaftlich nicht mehr machbar, bezahlbaren Wohnraum bereitzustellen. Die Baukosten sind in den letzten 18 Monaten um etwa 25 % gestiegen und es gibt keine Anzeichen für eine Umkehr des Inflationsdrucks.

ifo Index gibt Anlass zur Hoffnung

Entgegen den Erwartungen der meisten Beobachter hat sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft im April laut ifo-Index verbessert. So stieg der Gesamtindex von 90,8 Punkten im März auf 91,8 Punkte im April – erwartet worden war ein deutlicher Rückgang. Die Lageeinschätzung ist faktisch unverändert; die Geschäftserwartungen haben sich verbessert.

SOCIAL MEDIA

RECHTLICHES

AGB
DATENSCHUTZ
IMPRESSUM
© wirkungswerk
ALLE RECHTE VORBEHALTEN

Anmeldung zum Newsletter