USD/Euro Kurs: „Vorerst keine Erholung in Sicht“

Die Erholung der letzten Woche hat den Euro von seinen 5-Jahres-Tiefs befreit, wozu auch der hawkishe Ton der EZB beigetragen hat“, sagt Thomas Hempell, Head of Macro und Market Research bei Generali Investments. Kurzfristig sei jedoch noch nicht mit einer anhaltenden Entspannung zu rechnen. „Der Ukraine-Krieg schürt weiterhin geopolitische Unsicherheiten und Rezessionsrisiken – vor allem in Europa. Da die Inflation weltweit ansteigt und die Abriegelung Chinas das Wachstum abwürgt, begünstigt die politische Unsicherheit weiterhin den antizyklischen US-Dollar“, so Hempell.

Rezessionsgefahr in den USA?

Der Fluch des teuren Öls und die steigenden Leitzinsen wecken neue Rezessionssorgen in den USA. Noch halten wir eine Rezession für unwahrscheinlich, doch sind die Risiken zweifellos gestiegen. Das schwierige Marktumfeld mahnt zu einer gewissen Vorsicht, vor allem wegen der weltpolitischen Krise und ihrer Auswirkungen auf risikobehaftete Wertpapiere. Aufgrund der generellen Unsicherheit und der wohl auch in nächster Zeit überdurchschnittlichen Volatilität wird es entscheidend auf die aktive Asset-Allokation und das Portfoliomanagement ankommen.

Die Renaissance der Finanztitel

Niedrige Zinsen und eine geringe Kreditnachfrage – in den vergangenen Jahren war der Druck auf die Gewinnmargen von Banken groß, die Gefahr einer Konsolidierungswelle zu jeder Zeit gegenwärtig. Entsprechend schwer war auch der Stand, den die Geldhäuser am Aktienmarktmarkt hatten. Im Vergleich zum MSCI World haben Finanztitel ihren seit der Finanzkrise eingeschlagenen Abwärtstrend auch während der Coronapandemie fortgesetzt. Gleichzeitig sind die relativen Bewertungen unter Druck geraten. Erst mit dem Einläuten der Zinswende in den USA sieht es wieder besser aus.

Kapitalmarkt im Angstmodus – Die Geister, die die Zentralbanken riefen

Das Jahr neigt sich langsam dem Ende zu, und die endlos erscheinende Aktien-Rallye gerät ins Stocken. Seit dem Hochsommer bauen sich Risikofaktoren auf, die –  wie so häufig – den Kapitalmarkt zuerst nicht interessierten, aber seit Mitte September dann doch eine Konsolidierungs- bzw. Korrekturphase eingeläutet haben. Als Belastungsfaktoren sind 1. Zentralbankpolitik, 2. Inflation, 3. globale Energie-Krise und 4. China - Immobilienmarkt auszumachen. Zudem belastet die Erhöhung der Schuldenbremse in den USA die Stimmung an den Börsen.

VanEcK: Gold bleibt interessant

Aus dem Bericht des World Gold Council für das zweite Quartal geht hervor, dass sich die Gesamtnachfrage nach Gold im ersten Halbjahr verbessert hat, was vor allem auf das Wiederaufleben von Covid in Indien zurückzuführen ist, wie Joe Foster, Portfoliomanager und Goldstratege bei VanEck, in seinem aktuellen Goldkommentar schreibt.

Stottert der europäische Motor?

Die Erwartungen an eine Konjunkturerholung in Europa von der Corona-Pandemie könnten der Fondsgesellschaft Columbia Threadneedle Investments zufolge überhöht sein. Zwar zeigten die Indikatoren für das europäische Wirtschaftsklima weiterhin nach oben – vor allem für das verarbeitende Gewerbe, wo die Neuaufträge einen Post-Pandemie-Boom zu beflügeln scheinen.

Geduld ist eine Tugend

Nachdem sich Schwellenländeranleihen Ende 2020 stark erholt hatten, erfuhren sie Anfang 2021 erneut Gegenwind. Grund genug, der Assetklasse den Rücken zu kehren? „Keineswegs“, sagt Denise Simon, Co-Head im Emerging Market Debt-Team bei Lazard Asset Management. „Wir bleiben optimistisch, was die mittelfristigen Aussichten für Schwellenländeranleihen angeht.“

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