Anleiheinvestoren müssen auf KI reagieren

Bond-Anleger müssen bei Neuemissionen zur Finanzierung von KI-Projekten sehr selektiv vorgehen und die richtige Finanzierungsstruktur auswählen. Sie müssen das spätere Risiko der Anschlussfinanzierung begrenzen und entsprechend dafür entschädigt werden – angesichts der bevorstehenden Flut von Transaktionen ist das absolut notwendig”, sagt Andrzej Skiba, Head of US Fixed Income bei RBC BlueBay Asset Management.

2026 — Superjahr für US-Börsengänge

Der globale Markt für Börsengänge hat nach dem Rekordjahr 2021 mit einem Gesamtvolumen von mehr als 600 Milliarden US-Dollar einen Einbruch erlebt: 2022 und 2023 hielten steigende Zinsen und Marktunsicherheit viele Unternehmen von einem Initial Public Offering (IPO) ab. 2024 entwickelte sich der Markt mit einem Emissionsvolumen von etwa 120 Milliarden US-Dollar bei rund 1.200 Börsengängen verhalten. 2026 könnte es nun gelingen, an das Vorkrisenniveau anzuknüpfen oder es zu übertreffen, erwartet Jörg Held, Head of Portfolio Management bei ETHENEA Independent Investors S.A.:

Japans finanzpolitische Renaissance beginnt

Die „Sanaenomics“ haben die Zustimmung des japanischen Volkes erhalten. Sanae Takaichi, die als Protegé von Shinzo Abe gilt, wird in ihrer Wirtschaftspolitik häufig als Fortsetzung der „Abenomics“ charakterisiert und hinsichtlich deren Wirksamkeit in Frage gestellt. Ein wesentlicher Unterschied liegt jedoch in ihrem Ansatz. Abe war vor allem ein Monetarist, die Umsetzung seiner Politik inkonsistent. Die verfrühte Haushaltskonsolidierung im April 2014, als die Mehrwertsteuer von 5 % auf 8 % angehoben wurde, erstickte Japans beginnende Erholung.

„Unsere Währung – Euer Problem?“

Präsident Trump zeigt sich unbeeindruckt vom Wertverlust des US-Dollars in den letzten Tagen – prompt setzt sich die Rallye an den Edelmetallmärkten fort. Scheinbar reagieren die Märkte eher auf einen potenziellen Wertverlust des Dollars als auf den tatsächlichen Wertverlust, analysiert Carsten Menke, Head Next Generation Research bei Julius Bär:

Macht vor Regeln: Venezuela, die neue Weltordnung und vier Lehren daraus

Bereits an den ersten Tagen des Jahres hat sich eine zentrale These unseres Jahresausblicks für 2026 bestätigt: „Politik treibt Märkte“. Die regelbasierte Weltordnung löst sich auf, und es bildet sich eine neue Struktur heraus, in der einzelne Länder ihre Interessen ohne Rücksicht auf übergeordnete Werte durchzusetzen versuchen. Dass dies auch für die USA gilt, ist für nüchterne Beobachter keine Überraschung. Es handelt sich vielmehr seit dem Amtsantritt Donald Trumps um die konzeptionelle Grundlage, auf der die US-Regierung agiert. Die Folgen dieser Entwicklung gilt es genau zu analysieren. 

Warum der US-Dollar weiter sinken könnte

Der US-Dollar hat seit Jahresbeginn gemessen am US-Dollar-Index (DXY) rund 8 % an Wert verloren. US-Präsident Donald Trump schockierte nach seinem Amtsantritt am 20. Januar die Märkte mit einer Flut von Dekreten und Tweets in den sozialen Medien in einem Tempo, das zwar viele befürchtet hatten, aber nur wenige erwarten wollten. Diese Ereignisse zerschlugen die euphorischen Hoffnungen auf eine wirtschaftsfreundliche Wirtschaftspolitik unter Trump.

Gold im Jahr 2025 – eine neue Ära struktureller Stärke und dauerhafter Anziehungskraft

Gold war schon immer mehr als ein Rohstoff“, schreibt Imaru Casanova, Portfoliomanagerin Gold und Edelmetalle bei VanEck. Über Jahrhunderte hinweg diente es als universelle Wertanlage, als Absicherung für unsichere Zeiten und als Symbol für dauerhaften Reichtum. „Historisch gesehen hat sich die Rolle von Gold in globalen Portfolios parallel zu den Währungsregimen entwickelt – vom klassischen Goldstandard bis zum heutigen, von Fiatgeld dominierten System. Jeder Übergang, ob gekennzeichnet durch Inflationsdruck, Finanzkrisen oder geopolitische Turbulenzen, hat die Widerstandsfähigkeit des Metalls erneut bestätigt.“

Greenback runter, Aktien rauf

Was macht der US-Aktienmarkt, wenn der Dollar schwächelt? Eine Auswertung seit Einführung des Euro zeigt: Eine deutliche Abwertung des US-Dollars gegenüber dem Euro war in der Vergangenheit kein schlechtes Omen für den S&P 500. Laut der Analyse von Shijiao You war genau das Gegenteil der Fall .

US-Treasuries: Private Investoren füllen die Lücke der Fed

„Der US-Dollar bleibt das Rückgrat des globalen Handels – und damit auch der strukturelle Anker für die Nachfrage nach Treasuries“, sagt Garrett Melson, Portfoliostratege bei Natixis Investment Managers Solutions. Trotz geopolitischer Spannungen, Handelskonflikten und dem Rückzug der Notenbanken sieht Melson keinen nachhaltigen Bruch in der Nachfrage nach US-Staatsanleihen – im Gegenteil: „Die Nachfrage lebt, nur die Käufer haben sich verändert“.

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