Macht vor Regeln: Venezuela, die neue Weltordnung und vier Lehren daraus

Bereits an den ersten Tagen des Jahres hat sich eine zentrale These unseres Jahresausblicks für 2026 bestätigt: „Politik treibt Märkte“. Die regelbasierte Weltordnung löst sich auf, und es bildet sich eine neue Struktur heraus, in der einzelne Länder ihre Interessen ohne Rücksicht auf übergeordnete Werte durchzusetzen versuchen. Dass dies auch für die USA gilt, ist für nüchterne Beobachter keine Überraschung. Es handelt sich vielmehr seit dem Amtsantritt Donald Trumps um die konzeptionelle Grundlage, auf der die US-Regierung agiert. Die Folgen dieser Entwicklung gilt es genau zu analysieren. 

Einschätzungen zu Venezuela: keine nachhaltigen Auswirkungen auf Finanzmärkte

Jack Janasiewicz, Lead Portfolio Strategist bei Natixis Investment Managers, ist der Meinung, dass die Absetzung Maduros geopolitisch positiv für Lateinamerika sein könnte – aber weder zu schnellen, wirtschaftlich attraktiven Investitionen westlicher Ölkonzerne in Venezuela noch zu relevanten Effekten an den globalen Finanzmärkten führen wird. Für Investoren bleiben die Ereignisse laut Janasiewicz vor allem geopolitisches Hintergrundrauschen ohne nachhaltige Bedeutung für Unternehmensgewinne. Marc Decker, Aktienchef bei der Merck Finck-Mutter Quintet, stellt fest, dass die US-Intervention in Venezuela...

Warum der US-Dollar weiter sinken könnte

Der US-Dollar hat seit Jahresbeginn gemessen am US-Dollar-Index (DXY) rund 8 % an Wert verloren. US-Präsident Donald Trump schockierte nach seinem Amtsantritt am 20. Januar die Märkte mit einer Flut von Dekreten und Tweets in den sozialen Medien in einem Tempo, das zwar viele befürchtet hatten, aber nur wenige erwarten wollten. Diese Ereignisse zerschlugen die euphorischen Hoffnungen auf eine wirtschaftsfreundliche Wirtschaftspolitik unter Trump.

Gefühlter Gegenwind: Wie nachhaltigkeitsfeindlich ist die USA wirklich?

Zweifelsfrei ist 2025 ein Jahr des Perspektivenwechsels in puncto Nachhaltigkeit. Insbesondere, da heute vieles anders ist als noch vor fünf Jahren, nicht zuletzt durch regulatorische und auch politische Dynamiken; oder kurzfristige Bestrebungen nach Sicherheitsdenken sowie Wettbewerbsfähigkeit, die das eher auf Langfristigkeit ausgelegte Thema Nachhaltigkeit etwas in den Hintergrund gerückt haben.

US-Zölle: Wer bezahlt die Rechnung?

Diese Frage sorgt für Diskussionen unter Ökonomen, Spekulationen von Marktteilnehmern, Uneinigkeit unter den Zentralbankern und für hitzige Debatten um US-Präsident Donald Trump: Werden die erhöhten US-Zölle zu einem Preisanstieg für die Verbraucher führen?

One Big Beautiful Bill: USA steuert auf Energie-Paradoxon zu

Mit der knappen Verabschiedung des One Big Beautiful Bill (OBBB) im US-Repräsentantenhaus am 3. Juli 2025 nimmt die seit Jahren umfassendste wirtschafts- und energiepolitische Neuausrichtung der Vereinigten Staaten konkret Gestalt an. Der Entwurf wurde mit 218 zu 214 Stimmen gebilligt – bereits die Abstimmung im US-Senat war denkbar knapp, und konnte nur mit der Stimme von Vizepräsident J.D. Vance erreicht werden. Präsident Trump kann nun das Gesetz wie geplant am Unabhängigkeitstag unterzeichnen.

US-Steuerpaket: Steigende Defizite und Inflationsrisiken dürften Renditen von Staatsanleihen nach oben treiben

Donald Trumps wegweisendes Steuer- und Ausgabenpaket rückt die schwierige Haushaltslage des Landes für die Finanzmärkte noch stärker in den Fokus. Das Gesetz könnte bereits im Sommer verabschiedet werden. Blerina Uruci, US-Chefvolkswirtin bei T. Rowe Price, analysiert, wie sich das US-Steuergesetz auf die Wirtschaft und die Anleihemärkte auswirken könnte:

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