Mikrofinanzfonds: Stabilitätsanker in einem volatilen Marktumfeld

Die Märkte sind im Jahr 2025 von einer hohen Volatilität geprägt. Neben Rezessionssorgen und geopolitischen Risiken belastet die US-Zollpolitik die Nerven der Anleger. Die Ankündigung von Zöllen auf internationale Importe durch die US-Regierung hat Anfang April zu einem Einbruch an den Börsen geführt, der so stark ausfiel, wie seit der Corona-Pandemie nicht mehr. Sogar Anlageklassen, die als sichere Häfen gelten, wie US-Anleihen, gerieten unter Druck. In diesem unberechenbaren Marktumfeld können Mikrofinanzfonds eine Möglichkeit darstellen, das Risiko im Portfolio zu senken und damit wertstabil anzulegen.

Die Börsenwelt schaut auf Jackson Hole

Im US-Bundesstaat Wyoming findet ab Donnerstag das jährliche „Economic Symposium“ der Federal Reserve Bank of Kansas City, ein internationales Notenbankertreffen, statt. In der Vergangenheit wurden bei solchen Gelegenheiten oft entscheidende Hinweise zur künftigen Ausrichtung der Geldpolitik gegeben. Entsprechend groß ist die Erwartungshaltung vieler Beobachter in diesem Jahr.

Ofi Invest AM: Silberpreis hat Potenzial

„Die Aussichten für Silber für 2024 sind sehr gut“, sagt Benjamin Louvet, Head of Commodities bei Ofi Invest Asset Management.  „Nach Schätzungen der größten Minenbetreiber wird die Produktion von Silber wahrscheinlich knapp bleiben. Der Einbruch des Silberpreises vor etwas mehr als einem Jahrzehnt zwang die Minenbetreiber dazu, ihre Produktion zu reduzieren und strikte Haushaltsdisziplin zu üben. Das zahlt sich heute aus und wird sich auch zukünftig auswirken.

Technische Rezession in Großbritannien — wahrscheinlich aber nicht von langer Dauer

Das britische BIP schrumpfte im vierten Quartal um 0,3% und damit zum zweiten Mal in Folge. Damit befindet sich Großbritannien in einer technischen Rezession. Die Produktionsschwäche ist auf eine Reihe spezifischer Gründe zurückzuführen. Das schlechte Wetter im Dezember führte zu einem stärkeren Rückgang im Baugewerbe als üblich. Die Exporte schrumpften deutlich schneller als die Importe.

FERI: “Hochgesteckte Zinserwartungen zunehmend unrealistisch”

An den Märkten dominierte in den vergangenen Wochen die Risikofreude. Diese optimistische Grundstimmung dürfte erst einmal andauern. Dabei ist allerdings Vorsicht geboten, denn aktuell ist noch immer viel Überschwang im Spiel. So wird allgemein auf bis zu sechs Leitzinssenkungen in diesem Jahr seitens der Fed spekuliert, wobei die erste Zinssenkung bereits für das erste Quartal antizipiert wird. Diese Erwartungen könnten sich jedoch als unrealistisch herausstellen. Die Inflationsraten liegen weiterhin deutlich über dem Ziel von 2%, und neue Risiken, etwa durch Störungen im globalen Frachtverkehr, könnten die Inflation weiter anheizen. Ein realistischeres Bild der Marktentwicklung dürfte sich also erst dann zeigen, wenn die aktuell überschießende Euphorie wieder etwas nachlässt. 

Entspannung im Euroraum — trotzdem leichte Rezession

Auch kommende Woche stehen eine Reihe von europäischen Konjunkturdaten auf der Agenda. „Die Daten dürften die anhaltende Konjunkturstabilisierung im Euroraum bestätigen. Bei einer leichten Rezession bleibt es wohl dennoch“, erwartet Robert Greil. Der Chefstratege von Merck Finck weiter: „Gerade nach den zuletzt niedriger als erwarteten Inflationszahlen richtet sich der Blick bereits auf die EZB-Sitzung am 14. Dezember. Die Notenbank dürfte ihre Leitzinspause bestätigen und die Reinvestition fälliger Anleihen im Rahmen des Anleihekaufprogramms bald beenden.“

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