Großbritannien: Pfund unter massivem Druck

„Das Pfund gerät nach einer bislang äußerst turbulenten Woche stark unter Druck, da Investoren britische Vermögenswerte in Reaktion auf den Panikverkauf von Staatsanleihen (Gilts) – insbesondere am langen Ende der Kurve – abstoßen. Dies ist natürlich teilweise ein globales Phänomen, ausgelöst durch Sorgen um die Unabhängigkeit der Fed und die Befürchtung, dass Notenbankvertreter bereit sein könnten, eine überhitzte US-Inflation zuzulassen. Doch auch die anhaltenden Bedenken über die fragile Lage der britischen Staatsfinanzen, die sich hartnäckig halten, befeuern die Unsicherheit. Die ‚Bond Vigilantes’ kreisen bereits wie Geier.

Tristesse auf der Insel

Viel wurde über den Ausstieg Großbritanniens aus der EU geredet. Ob es zu gravierenden Auswirkungen auf die hemische (britische) Wirtschaft kommen werde, war zunächst nebulös. Nun zeigt sich die "bittere" Realität. Schon innerhalb der ersten 100 Tage hat der Brexit die britische Wirtschaft bereits tiefgreifend verändert. Und diese negative Entwicklung ist längst nicht abgeschlossen, sind sich die Experten von Ethenea Independent Investors S.A. sicher.

Märkte zwischen Brexit und Lockdown

Die verschärften Restriktionen zur Eindämmung des Virus stellen einen weiteren Schlag für die wirtschaftliche Erholung Großbritanniens dar. Und das zu einem Zeitpunkt, an dem die Anleger dank des Brexit-Deals in letzter Minute britische Assets positiver zu bewerten schienen.

Outperformance europäischer Aktien?

Wie sich die europäische Wirtschaft in den kommenden Monaten entwickelt, ist aktuell schwer abzusehen. Das hängt im Wesentlichen davon ab, wie schnell ein Corona-Impfstoff gefunden wird, ob es zu weiteren Lockdowns kommt und in welcher Form der Brexit ablaufen wird. Trotz dieser Unsicherheiten sieht Beatrix Ewert, Client Portfolio Managerin bei Lazard Asset Management, für Investoren zunehmend Chancen bei europäischen Titeln.

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