Kommentar von Yutaka Uda, Fondsmanager des Nippon Growth Fund bei Eric Sturdza Investments, zur Lage in Japan.
Kommentar von Yutaka Uda, Fondsmanager des Nippon Growth Fund bei Eric Sturdza Investments, zur Lage in Japan.
Der US-Notenbankchef Jerome Powell wird vorerst abwarten und die aktuellen Unsicherheiten unterstreichen. Es ist daher sehr unwahrscheinlich, dass die Fed die offiziellen Zinssätze anpassen wird. Das Ziel liegt jedoch nach wie vor zwischen 4,25 und 4,50 Prozent. Obwohl sich die wirtschaftliche Stimmung, insbesondere unter den Verbrauchern, seit der letzten Sitzung verschlechtert hat, haben sich die Fundamentaldaten kaum verändert. Die Beschäftigtenzahlen sind etwas schwächer und der im Januar verzeichnete Anstieg des Verbraucherpreisindexes geht wieder zurück – der Arbeitsmarkt scheint also ausgeglichen, bei langsamer Disinflation.
Anleger, die die jüngste China-Rally bisher verpasst haben, fragen sich, ob ein Einstieg noch lohnt. In einem aktuellen Marktkommentar gibt Dr. Georg von Wallwitz, Geschäftsführender Gesellschafter und Lead Portfoliomanager der unabhängigen Vermögensverwaltung Eyb & Wallwitz, Entwarnung: „Der Boom am chinesischen Aktienmarkt ist künstlich erzeugt und dürfte nur von kurzer Dauer sein.“
Die Märkte haben Jerome Powell für seine Rede in Jackson Hole gefeiert, in der er die unmittelbar bevorstehende Zinssenkung ebenso wie den abgekühlten Arbeitsmarkt thematisierte. „Wichtige Fragen allerdings hat er offen gelassen“, sagt Benoit Anne, Anleiheexperte bei MFS Investment Management:
Prof. Dr. Jan Viebig, Chief Investment Officer der ODDO BHF SE, kommentiert wöchentlich was die Märkte bewegt. In seinem aktuellen CIO View analysiert er das Wirtschaftsprogramm der demokratischen Kandidatin Kamala Harris:
Die BOJ bereitet die Märkte auf eine Rücknahme ihrer Politik der Renditekurvensteuerung (Yield Curve Control, YCC) und einen möglichen Ausstieg aus der Negativzinspolitik (Negative Interest Rate Policy, NIRP) vor. In den letzten Wochen häuften sich Äußerungen von BOJ-Mitgliedern, darunter Gouverneur Ueda und der stellvertretende Gouverneur Himino, die auf geldpolitische Änderungen anspielten oder deren mögliche Auswirkungen in Betracht zogen. Dennoch deuteten jüngste Nachrichtenberichte, die sich auf „informierte Kreise“ bezogen, darauf hin, dass in diesem Monat noch kein Kurswechsel stattfinden wird. Unserer Einschätzung nach liegt ein echter Straffungszyklus noch in weiter Ferne, und jede Politik-Anpassung würde vermutlich zunächst mit einem „dovishen“ Ton begleitet.
In dieser Woche stehen wieder Zentralbanksitzungen an. Gibt es Zinsschritte? Charles Diebel, Head of Fixed Income bei Mediolanum International Funds, kommentiert die anstehenden Sitzungen der Zentralbanken.
Eher zu lange zu restriktiv als zu früh zu locker – damit rechnet Mark Dowding, Chief Investment Officer bei BlueBay, RBC BlueBay Asset Management, mit Blick auf die US-Geldpolitik. Feierlichkeiten hält er trotz der jüngst starken Marktentwicklung für verfrüht.
„Die Entscheidung der People’s Bank of China, den Zins für fünfjährige Kredite nicht zu senken und den einjährigen Zinssatz weniger stark zu senken, hat den Markt überrascht und verwirrende Signale gesendet. Der Markt war zuletzt von einer deutlicheren Zinssenkung ausgegangen. Insbesondere, da die Refinanzierungssätze (mittelfristige Kreditfazilität und 7-Tage-Reverse-Repo-Satz) in der vergangenen Woche um 15 Basispunkte gesenkt wurden, die Preise in der gesamten Wirtschaft in die Deflation abrutschten und die Konjunkturdaten positiv überraschten.
Die bevorstehende Sitzung der Bank of England kommentieren Katharine Neiss, Chief European Economist und Guillermo Felices, Global Investment Strategist bei PGIM Fixed Income.