Die Folgen des Nahost-Konflikts

Francois Rimeau, Senior Strategist des globalen Vermögensverwalters La Française AM, hat zum aktuellen Konflikt zwischen Israel und Palästina Stellung bezogen. Man könne zwar den Ausgang nicht vorhersagen, habe aber einige potenzielle Auswirkungen identifiziert.

Verbessert sich die Lage?

Die deutsche Wirtschaft ist im Winter offiziell in eine technische Rezession gerutscht. Das revidierte BIP des ersten Quartals zeigt einen Rückgang von -0,3 % im Vergleich zum Vorquartal. Dieser Rückgang lässt sich auf die Folgen der Inflation für den Haushaltskonsum und das Auslaufen der staatlich finanzierten Pandemiemaßnahmen zurückführen. Es wird jedoch davon ausgegangen, dass die deutsche Wirtschaft im zweiten Quartal 2023 ein leichtes Wachstum verzeichnen wird.

Stehen wir am Ende eines Öl-Superzyklus?

Im Juli sank der WTI-Preis (West Texas Intermediate) zum ersten Mal seit April unter die Marke von 100 $ pro Barrel. Die Gründe: die Angst vor einer tiefen Rezession wächst, der Dollar wird stärker und die Zahl der Corona-Fälle nimmt in China, dem zweitgrößten Ölverbraucher der Welt, zu. In ihrem Julibericht betonte die US Energy Information Administration, dass 2022 das erste Jahr seit 1999 sein werde, in dem die OECD-Länder mehr Öl verbrauchen werden als die Nicht-OECD-Länder. Die Zentralbanken werden weltweit die Zinsen aggressiv anheben müssen, um die anhaltende, breitere und stark erhöhte Inflation zu bekämpfen. Sie müssen die Nachfrage „abkühlen“, bis der Inflationsdruck nachlässt. Infolgedessen haben die Ölhändler ihre Netto-Long-Positionen seit Juni abgebaut.

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