Überbewerteter Rubel könnte zurückfallen, wenn Russland seine Stützungsmaßnahmen lockert

Der russische Rubel ist in diesem Jahr die Währung mit der besten Performance gegenüber dem steigenden US-Dollar, er ist um 30 % gestiegen, was einem Siebenjahreshoch entspricht und mehr als doppelt so hoch ist wie der Tiefststand nach der Ukraine-Invasion. Die gegenläufige Stärke des Rubels ist auf die dreifache Unterstützung durch drakonische Kapitalkontrollen, hohe Zinsen und eine geringere Nachfrage nach dem US-Dollar zurückzuführen.

ifo Index gibt Anlass zur Hoffnung

Entgegen den Erwartungen der meisten Beobachter hat sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft im April laut ifo-Index verbessert. So stieg der Gesamtindex von 90,8 Punkten im März auf 91,8 Punkte im April – erwartet worden war ein deutlicher Rückgang. Die Lageeinschätzung ist faktisch unverändert; die Geschäftserwartungen haben sich verbessert.

Rezessionsgefahr in den USA?

Der Fluch des teuren Öls und die steigenden Leitzinsen wecken neue Rezessionssorgen in den USA. Noch halten wir eine Rezession für unwahrscheinlich, doch sind die Risiken zweifellos gestiegen. Das schwierige Marktumfeld mahnt zu einer gewissen Vorsicht, vor allem wegen der weltpolitischen Krise und ihrer Auswirkungen auf risikobehaftete Wertpapiere. Aufgrund der generellen Unsicherheit und der wohl auch in nächster Zeit überdurchschnittlichen Volatilität wird es entscheidend auf die aktive Asset-Allokation und das Portfoliomanagement ankommen.

Institutionelle wollen Portfoliostrategien überdenken

Weltweit machen sich etwa zwei Drittel (66%) der Investoren inzwischen stärkere Sorgen wegen extremer Marktereignisse, die ihre Anlagestrategien infrage stellen könnten, wie die zweite Auflage der jährlichen Umfrage EQuilibrium Global Institutional Investor Study des Investment-Managers Nuveen zeigt. Etwa genauso viele (64%) sind demnach der Meinung, dass Investoren ihre Herangehensweise an die Portfoliokonstruktion komplett überdenken müssen. Der Grund dafür ist nicht zuletzt, dass etwa die Hälfte der Investoren (51%) sagen, dass fundamentale langfristige Markttreiber an Relevanz eingebüßt haben. In diesem Zusammenhang stechen deutschen Investoren mit ihrem besonders großen Interesse an Private Credit hervor.

Japanische Aktien im Aufwind

Ist das älteste Kaiserreich der Welt wieder einen intensiveren Blick wert? Experten von Columbia Threadneedle Investments bejahen diese Frage. Die Tokioter Börse hat sich trotz des Kriegs in der Ukraine, der die Volatilität an den Aktienmärkten in die Höhe getrieben hat, als sehr widerstandsfähig erwiesen. Der Grund dafür liegt in der geringen Verflechtung mit der russischen Wirtschaft, wie Daisuke Nomoto, Leiter für japanische Aktien bei Columbia Threadneedle Investments, in einem aktuellen Marktkommentar ausführt.

Ifo-Geschäftsklimaindex bricht ein

Krieg und allgemeine Unsicherheit belasten. Das zeigt sich auch beim Ifo-Index. Das Geschäftsklima sank im März um 7,7 Punkte auf 90,8 Punkte. Das ist der stärkste Rückgang seit März 2020. Wie sich die Dinge innerhalb nur eines Monats doch ändern können. Nachdem sich im Januar und Februar noch Zuversicht breitgemacht hatte, überwiegt jetzt der Pessimismus. Vor allem die Erwartungen sind in den Keller gerutscht. Ein Großteil der Unternehmen blickt mit viel Skepsis in die nächsten Monate. Man kann es ihnen angesichts der jüngsten Entwicklungen kaum verdenken.

Krieg belastet Konjunktur

In der Finanzbranche ist der Pessimismus eingekehrt: Der ZEW-Index hat im Februar deutlich nachgegeben. Die etwa 300 befragten Finanzprofis beurteilen die aktuelle wirtschaftliche Lage in Deutschland als schlecht, und die Erwartungen für die zukünftige Entwicklung sind so stark abgestürzt wie noch nie in der Geschichte des ZEW. Angesichts der unsicheren Lage war zwar mit einem starken Rückgang zu rechnen, dass dieser gegenüber dem Vormonat allerdings so stark ausfällt, überrascht doch.

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