KI-Investitionen: Das Anlageuniversum wird größer

Der Investitionszyklus rund um Künstliche Intelligenz tritt in eine neue Phase ein. Zu dieser Einschätzung kommt Christophe Braun, Equity Investment Director bei Capital Group. Während bislang vor allem Grafikprozessoren und große Technologiekonzerne im Mittelpunkt standen, weite sich das Anlageuniversum zunehmend auf Speicherchips, Prozessoren, Stromversorgung, Netzinfrastruktur und Industrieausrüstung aus. Für Anleger komme es deshalb darauf an, die gesamte Wertschöpfungskette im Blick zu behalten und regionale wie sektorale Konzentrationen zu vermeiden.

“Auf einem dynamischen Wachstumspfad”

Manche Personalmeldungen erstaunen. Zumindest auf den ersten Blick. Dr. Robin Braun ist Nachhaltigkeitsexperte bei LAIQON. Nun hat er vor wenigen Wochen zusätzlich die Funktion des Head of Sales im aktiven Asset Management übernommen. Die II-Chefredaktion fragte nach, was sich für ihn und für das Unternehmen geändert hat und wie man sich künftig positionieren möchte. 

“KI-Investitionen treiben Gewinne – und Zinsen”

Die starke Gewinnentwicklung, maßgeblich angetrieben durch den KI-Boom, bleibt die wesentliche Stütze der Aktienmärkte, die sich trotz der bereits sehr starken Performance seit Jahresbeginn weiterhin robust zeigen. Die Wachstumsdynamik der Unternehmensgewinne ist selbst bereinigt um Sondereffekte auf einem Mehrjahreshoch und gewinnt zunehmend an Breite. Gleichzeitig sorgen gut gefüllte Auftragsbücher für eine hohe Ertragssicherheit und sprechen für eine Fortsetzung der positiven Entwicklung.

Volatilität an den Märkten

Die Kurse an den Märkten schwanken heute schwungvoller als früher. Dies bringt Risiken, aber auch Chancen für aktive Anleger. In seinem Marktkommentar geht Mike Fox, Head of Equities bei Royal London Asset Management der Frage nach, welche Chancen das sind und was die Auswirkungen der KI-Disruption damit zu tun haben.

Anleiheinvestoren müssen auf KI reagieren

Bond-Anleger müssen bei Neuemissionen zur Finanzierung von KI-Projekten sehr selektiv vorgehen und die richtige Finanzierungsstruktur auswählen. Sie müssen das spätere Risiko der Anschlussfinanzierung begrenzen und entsprechend dafür entschädigt werden – angesichts der bevorstehenden Flut von Transaktionen ist das absolut notwendig”, sagt Andrzej Skiba, Head of US Fixed Income bei RBC BlueBay Asset Management.

Rekordstände an den Börsen treffen auf geopolitische Risiken

Viele Aktienmärkte haben zuletzt neue Höchststände erreicht. Rückenwind erhielten die Börsen durch robuste Unternehmenszahlen, stabile Konjunkturdaten und die Hoffnung auf eine weniger restriktive Geldpolitik in den USA. Gleichzeitig sorgen geopolitische Spannungen und steigende Renditen an den Anleihemärkten für ein anspruchsvolles Marktumfeld. Der aktuelle Investment Radar der BfV Bank für Vermögen AG ordnet die Entwicklungen ein.

KI kostet – Cashflow zählt

Die laufende Berichtssaison macht deutlich, dass der Markt Wachstum nicht mehr um jeden Preis honoriert. Entscheidend ist, ob sich die massiven Investitionen in künstliche Intelligenz und Infrastruktur zunehmend in Cashflow, Margen und Kapitalrenditen widerspiegeln. Genau daran wurden Alphabet, Tesla und Intel in dieser Woche gemessen.

“Nervöse Anleger trotz starker Zahlen: Turbulenzen in der Halbleiterbranche”

Das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran hielt nur rund 20 Tage, dann nahmen beide Seiten ihre militärischen Attacken wieder auf. Zwar waren sich die Marktbeobachter weitgehend einig, dass das Abkommen auf einem fragilen Fundament stand: Wesentliche Streitpunkte blieben ungelöst, ein erneutes Aufflammen der Kampfhandlungen galt daher als wahrscheinlich. Die außergewöhnlich kurze Halbwertszeit überraschte dann aber doch viele Marktteilnehmer – entsprechend zogen die Ölpreise spürbar an, und mit ihnen die Sorgen vor einem erneuten Anstieg der Inflation.

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