“Warum Bankaktien über weiteres Kurspotenzial verfügen”

Das Kapitalmarktumfeld ist weiterhin positiv – das Risiko anstehender nachhaltiger Kurskorrekturen scheint gering. Die jüngste Berichtssaison hat erneut gezeigt, dass die Unternehmen robuster sind als vielfach angenommen: Trotz Herausforderungen wie steigender Zollsätze haben sie insgesamt ein starkes Gewinnwachstum erzielt und stabile Ausblicke präsentiert. Von konjunktureller Seite sind ebenfalls keine großen Störfaktoren zu erwarten. Zwar befindet sich die Weltwirtschaft in einer spätzyklischen Phase – nur wenige Regionen wachsen dynamisch. Ein signifikanter Wachstumseinbruch oder gar eine globale Rezession sind derzeit aber nicht in Sicht. 

Sind alle US-Aktien teuer?

US-Aktien sind teuer wie nie zuvor, insbesondere getrieben durch die großen Technologieunternehmen. Viele Investoren ziehen deshalb in Erwägung, den US-Anteil im Portfolio zu reduzieren, um die durchschnittliche Bewertung zu senken – in der Annahme, dass außerhalb der USA günstigere Alternativen zu finden sind. Tatsächlich bedeutet eine solche Umschichtung faktisch oft auch eine stärkere Ausrichtung auf Value-Aktien.

Globale Unsicherheiten spiegeln sich an den Kapitalmärkten wider

Die geopolitisch und wirtschaftlich aufgeladene Lage spiegele sich zunehmend in einer hohen Unsicherheit an den Kapitalmärkten wider, beobachtet Desiree Sauer, Investment-Strategin bei Lazard Asset Management. Handelskonflikte, insbesondere die jüngsten Zollmaßnahmen der USA, wirkten sich dämpfend auf das globale Wachstum aus und befeuerten gleichzeitig Inflationsrisiken. Die Dauer und Tiefe dieser Spannungen – ebenso wie mögliche Gegenmaßnahmen der betroffenen Handelspartner – würden maßgeblich darüber entscheiden, wie stark die wirtschaftlichen Folgen tatsächlich ausfallen.

„Entspannung erlaubt Blick auf klassische Kurstreiber“

Nachdem der vergangene Monat geprägt war von einer drohenden Abwärtsspirale, ausgelöst durch Probleme im globalen Bankensystem, hat sich die Lage am Kapitalmarkt wieder deutlich entspannt. Die Blicke richten sich somit wieder verstärkt auf klassische Kurstreiber wie die anstehende Bilanzsaison sowie die kommenden Zinsentscheidungen der beiden großen Notenbanken. Was die Weberbank diesbezüglich antizipiert, fasst Sascha Rehbein, CFA Weberbank, im Kommentar dieser Woche (Finanzmarkt aktuell) zusammen: Margendruck gewinnt an Dynamik Zum Start der Berichtssaison in den USA...

Drei Gründe, warum Private Debt gegenüber Anleihemärkten im Vorteil ist

Im Jahr 2022 hatten die globalen Kapitalmärkte mit der geopolitischen Unsicherheit in Europa und der anhaltend hohen Inflation zu kämpfen. In den USA verlor der Leitindex S&P 500 im Jahresverlauf mehr als 18 Prozent, während der Markt für festverzinsliche Wertpapiere mit Investment-Grade-Rating mehr als zehn Prozent einbüßte. Der Markt für syndizierte Konsortialkredite war für Neuemissionen weitgehend heruntergefahren aufgrund der erhöhten Volatilität an den liquiden Public Markets, was den Trend beiPrivate-Equity-Fondsmanagern (General Partners, GPs) beschleunigt hat, die Schnelligkeit, Anonymität und Ausführungssicherheit des Private-Debt-Markts zu bevorzugen.

DLT Pilot Regime: Regulierter Wertpapierhandel auf der Blockchain

Die Entwicklung digitaler Kapitalmärkte hat einen neuen Meilenstein erreicht: Mit dem DLT Pilot Regime hat die EU eine „regulatorische Sandbox“ für den dezentralen Handel mit Krypto-Wertpapieren geschaffen. Das eröffnet Investoren und Vermögensverwaltern in Zukunft neue Möglichkeiten. Welche das sind und wie sich Finanzunter- nehmen jetzt darauf einstellen müssen, erläutert Jens Siebert, Partner im Bereich Financial Services bei KPMG.

Der Krieg und die Auswirkungen auf die Kapitalmärkte

Die Weltwirtschaft befindet sich an einem besonders kritischen Scheideweg. Dank der außergewöhnlichen Unterstützung durch die politischen Entscheidungsträger in aller Welt konnte die Weltwirtschaft die pandemiebedingte Rezession im Jahr 2020 überwinden. Die wirtschaftliche Erholung verlief ungewöhnlich schnell und besonders stark, und der starke Anstieg der Gesamtnachfrage konnte nicht durch ein entsprechendes Angebot kompensiert werden.

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