Italien und die Krisen

Italien ist ein schönes Land. Gutes Essen, entspannte Leute und eine tolle, abwechslunsgreiche Landschaft. Wäre da nicht das Problem mit der Politik. Erneut steht eine Regierung vor dem Aus. Ministerpräsident Mario Draghi, von 2011 und 2019 Präsident der Europäischen Zentralbank, wollte zurücktreten. Staatspräsident Sergio Mattarella lehnte ab. Die politische Zukunft Draghis steht in den Sternen.

Italien bleibt ein “Sonderfall”

Am Wochenende stand der italienische Politik-Zirkus mal wieder nicht still. Ein neues Staatsoberhaupt wurde gewählt. Nach dem x-ten Wahlgang blieb alles beim Alten. Andreas Billmeier, europäischer Volkswirt bei Western Asset Management, Teil von Franklin Templeton, kommentiert die italienischen Wahlergebnisse:

MEAG finanziert italienisches Gaskraftwerk-Portfolio

Die MEAG zeichnet eine Anleihe zur Finanzierung des Baus und Betriebs eines Portfolios von acht Gaskraftwerken (Gesamtkapazität von 490 MW) mit Standorten in mehreren Regionen Italiens der Projektgesellschaft Metaenergiaproduzione. MEAG agiert als alleiniger Strukturierungs- und Fremdfinanzierungspartner und zeichnet eine festverzinsliche Anleihe für mehrere Einheiten von Munich Re Gruppe sowie einen Co-Investor und institutionelle Investoren über den MEAG Infrastructure Debt Fund I.

Anleihekäufer sollten verstärkt auf Zukunftsfähigkeit achten

Wenn es stimmt, dass Anleihekäufer Unsicherheit zu vermeiden suchen, dann dürfte man nur noch in strahlende Gesichter blicken. Denn Jerome Powell, Chairman der US-Notenbank, verkündete, die US-amerikanischen Leitzinsen bis 2023 auf dem derzeitigen Niveau belassen zu wollen. Und damit hat nach Japan und der Euro-Zone nun auch die dritte große Welt-Währung sich dauerhaft für die Null entschieden. Mehr Anlass für (Vor)Freude bietet allerdings Powells ergänzende Botschaft, das Inflationsziel künftig nurmehr als einen langjährigen Durchschnittswert und...

Italienische Anleihen – Besser als ihr Ruf

Nachdem sich die Lage am italienischen Rentenmarkt mit der Ankündigung des Anleihekaufprogramms PEPP durch die Europäische Zentralbank Mitte März entspannt hatte, haben sich die Spreads zwischen Bundesanleihen und italienischen Papieren inzwischen wieder deutlich ausgeweitet. Verantwortlich dafür sind ein schlechter Ausblick für die stark vom Tourismus abhängige Volkswirtschaft und eine schnell steigende Verschuldungsquote Italiens aufgrund der Kombination aus sehr hohem Defizit und sinkendem BIP. Ein erhöhtes Risiko, dass deshalb schon bald Ratingagenturen das durch die Corona-Krise hart getroffene Land herabstufen könnten, sehen wir entgegen vieler anderer Marktteilnehmer allerdings nicht.

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