Industrieautomatisierung birgt weiterhin gutes Ertragspotenzial

Es herrscht eine angespannte und volatile Situation an den Märkten. War die Wirtschaft durch die Folgen der Corona-Pandemie bereits geschwächt, was sich unter anderem in teils akuten Arbeitskräftemangel bemerkbar macht, haben die steigende Inflation und der Krieg in der Ukraine die Situation weiter verschärft. Dennoch ist auf Investorenseite weiterhin viel Geld vorhanden, was zukunftsgerichtet und gewinnbringend angelegt werden will. Dabei bleibt die Industrieautomatisierung ein interessantes Feld.

US-Wirtschaft: Was die EZB von der Fed lernen könnte

Die US-Wirtschaft ist im zweiten Quartal geschrumpft, zum zweiten Mal in Folge. Nach landläufiger Meinung befindet sich die amerikanische Wirtschaft damit in einer Rezession. Ob dies aus ökonomischer Sicht wirklich so ist, darüber kann durchaus gestritten werden - vor allem weil das Minus im ersten Quartal fast ausschließlich von deutlich sinkenden Exporten verursacht wurde, während die Inlandsnachfrage noch recht robust blieb. Entscheiden wird diesen Streit das National Bureau of Economic Research irgendwann im kommenden Jahr. Wichtig für die Beurteilung der aktuellen Lage ist ohnehin etwas anderes. Die Dynamik der US-Wirtschaft hat im bisherigen Jahresverlauf nachgelassen: Während Konsum und Investitionen im ersten Quartal noch 0,5 Prozentpunkte zum Wirtschaftswachstum beitrugen, kippte dieser Wert im zweiten Quartal mit 0,1 Prozentpunkten ins Minus. 

MainFirst: Große Preiserhöhungen gehören der Vergangenheit an

Viele Unternehmen besaßen in den vergangenen zwölf Monaten eine seit Dekaden nicht mehr erlebte Preissetzungsmacht. Selbst Firmen, denen es normalerweise branchenbedingt schwerfällt, Preiserhöhungen durchzusetzen waren damit erfolgreich. Diese Zeit könnte sich nun dem Ende neigen. Zu dieser Erkenntnis kommt Alexander Dominicus, Portfoliomanager des MainFirst Top European Ideas Fund & MainFirst Germany Fund. 

US-Notenbank erhöht Zinsen um 0,75 Prozent

Wie allgemein erwartet, erhöht die US-Notenbank auf ihrer Juli-Sitzung die Zinsen um weitere 75 Basispunkte. Damit kann der aktuelle Stand der US-Geldpolitik als neutral angesehen werden, das derzeitige Zinsniveau von 2,25 bis 2,5 Prozent ist nach allgemeiner Einschätzung weder förderlich noch hinderlich für die Wirtschaft. Aber es scheint, als würden die Zentralbanker allmählich anerkennen, was andernorts bereits intensiv diskutiert wird: eine Abschwächung der Wirtschaftsdynamik. Trotz dieser Änderung in der Presseerklärung wird die US-Notenbank höchstwahrscheinlich weiterhin mehr Gewicht auf die immer noch viel zu hohe Inflation legen.

Neue Phase der Globalisierung startet

Anders als die Corona-Pandemie und der Krieg in der Ukraine vermuten lassen, ist die Globalisierung nicht zum Stillstand gekommen. Sie tritt lediglich in eine neue Phase ein, was Chancen für Anleger bietet. Zu dieser Erkenntnis kommt Henning Busch, Managing Director für institutionelle Kunden bei Capital Group.

Überbewerteter Rubel könnte zurückfallen, wenn Russland seine Stützungsmaßnahmen lockert

Der russische Rubel ist in diesem Jahr die Währung mit der besten Performance gegenüber dem steigenden US-Dollar, er ist um 30 % gestiegen, was einem Siebenjahreshoch entspricht und mehr als doppelt so hoch ist wie der Tiefststand nach der Ukraine-Invasion. Die gegenläufige Stärke des Rubels ist auf die dreifache Unterstützung durch drakonische Kapitalkontrollen, hohe Zinsen und eine geringere Nachfrage nach dem US-Dollar zurückzuführen.

Die EZB darf nicht länger warten

Die Europäische Zentralbank (EZB) hinkt bei der Normalisierung ihrer Geldpolitik weit hinterher und darf mit der Anhebung der Zinssätze nicht länger warten. Unter ihrer Präsidentin Christine Lagarde sollte die EZB daher einen aggressiven Ton anschlagen und endlich handeln – und zwar mit einer ersten Zinserhöhung um 50 Basispunkte, im Unterschied zu den von den Märkten erwarteten 25 Basispunkten. Denn ist es schwer vermittelbar, den Sommer mit negativen Zinsen zu verbringen, wenn die Inflation in der Eurozone weiter ansteigt: Im Mai lag sie bei 8,6 Prozent gegenüber Vorjahr und der Höhepunkt ist noch nicht erreicht. Ein zusätzliches Argument für die EZB, ihre Entschlossenheit zu zeigen, ist die Schwäche des Euro gegenüber dem Dollar, der die Rohstoffpreise weiter in die Höhe treibt.  

US-Inflationsdaten steigern Rezessionsgefahr

Die Fed wird zum Feind. Zumindest aus Sicht der Märkte. „Angesichts der noch einmal über den schon hohen Erwartungen liegenden Inflationsrate bleibt der Fed kaum ein anderer Weg, als noch einmal die Zügel anzuziehen“, sagt Benjamin Bente, Geschäftsführer der Vates Invest GmbH. „Zwei Jahrzehnte war die Fed Freundin und Retterin der Aktienmärkte, damit ist es jetzt vorbei.“ Cash könnte für eine Weile die Anlage der Wahl sein.

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