Inflation bleibt beherrschbar

Die zuletzt höhere Inflation ist vor allem eine Folge höherer Energiepreise und bislang kein Hinweis auf einen neuen, breit angelegten Inflationsschub. Im Mai ist die Inflation im Jahresvergleich auf 2,6 Prozent gesunken und liegt damit etwas unter dem Niveau von April mit plus 2,9 Prozent. Der Preisdruck bleibt auf Kraftstoffe und energienahe Produkte begrenzt. Ohne die Preise für Energie- und Nahrungsmittel beträgt die Kerninflation 2,5 Prozent. Das zeigt: Der zugrundeliegende Preisdruck ist in der Breite beherrschbar.

Trump und der Doppelfehler

Der US-Dollar auf dem Rückzug, das Verbrauchervertrauen auf dem tiefsten Stand seit 1952, und ein US-Präsident, der die Unabhängigkeit der Notenbank offen infrage stellt. Reinhard Panse, Chief Investment Officer (CIO) des Multi Family Office FINVIA, kommt in seinemKapitalmarktausblick zu einem klaren Befund. Vieles spricht dafür, dass die aktuellen Entwicklungen politisch bewusst in Kauf genommen werden.

US-Inflation wieder über 3%

Die US-Verbraucherpreise sind im März um 0,9% und damit erwartet kräftig gestiegen. Die Inflationsrate liegt damit wieder deutlich über 3%. Verantwortlich war der starke Anstieg der Benzinpreise, die infolge des Ölpreisschocks durch den Irankrieg zum Vormonat um 35% zugelegt haben. Ohne Energie und Nahrungsmittel lag die monatliche Teuerung bei 0,2%. Die jährliche Rate für die Kerninflation lag damit bei 2,6%. Der Anstieg der Verbraucherpreise setzt die Politik aber stärker unter Druck als die Notenbank. Denn solange die Kerninflation und die Inflationserwartungen nicht deutlicher zulegen, ist eine abwartende Haltung der FED angebracht, meint Dr. Johannes Mayr, Chefvolkswirt bei Eyb & Wallwitz.

Bitcoin stabil Trotz Golf-Spannungen und Quantenrisiken

Die Märkte erlebten eine turbulente Woche, da geopolitische Spannungen im Golf und steigende Inflation Öl, Anleihen und Aktien belasteten. Trotz dieser Belastungen haben sich Kryptowährungen stabil gezeigt, während Quantencomputing-Risiken zunehmend in den Fokus rücken. Wichtige Wirtschaftsdaten und die sich entwickelnde Situation im Nahen Osten könnten die Marktrichtung in den kommenden Wochen beeinflussen. Falsche Hoffnung im Golf: Märkte zwischen Hoffnung und Eskalation Die Woche wurde erneut von Ereignissen im Golf dominiert. Die Märkte stiegen zunächst in...

Kapitalmarkterwartungen 2026: Erwartungen für die nächsten 20 Jahre weitgehend unverändert

Capital Group hat seine Kapitalmarkterwartungen (Capital Market Assumptions, CMAs) für 2026 veröffentlicht. Diese skizzieren die langfristigen Erwartungen des Unternehmens hinsichtlich Renditen, Korrelationen und Volatilitäten für die wichtigsten Assetklassen über einen Zeitraum von 20 Jahren. Die Schätzungen für Aktien- und Anleiherenditen sind im Vergleich zu 2025 leicht gesunken. Das Unternehmen hält an einem konstruktiven langfristigen Ausblick fest, der durch stabile Inflationstrends, Produktivitätsgewinne und ein breiteres Chancenspektrum für diversifizierte, langfristige und aktiv gemanagte Portfolios gestützt wird.

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