EZB will hohe Inflation aussitzen

EZB-Chefin Lagarde gab auf der heutigen Pressekonferenz zu von der Inflationsdynamik etwas überrascht zu sein. Sie betonte aber, dass die Notenbank weiter von einem Rückgang im kommenden Jahr ausgeht und das Risiko von Zeitrundeneffekten als begrenzt ansieht. Angesichts der Erholung der Wirtschaft beabsichtigt die EZB aber wohl ihr Notfallkaufprogramm PEPP im März zu beenden. Die EZB bleibt mit ihrer Reaktion auf die Inflationsrisiken dennoch deutlich entspannter als andere Notenbanken. Für Investoren birgt dies Chancen und Risiken, erklärt Dr. Johannes Mayr, Chefvolkswirt bei Eyb & Wallwitz. In der nächsten Printausgabe von INTELLIGENT INVESTORS haben wir ein Interview mir Dr. Mayr.

Schreckgespenst Stagflation: Warum sich Anleiheinvestoren keine langfristigen Sorgen machen müssen

Anleiheinvestoren haben sich in diesem Jahr bereits mit unzähligen Herausforderungen konfrontiert gesehen – von niedrigen Zinsen über eine steigende Inflation bis hin zu sehr engen Spreads. Jetzt droht das nachlassende globale Wachstum in eine Stagflation überzugehen. Zu einer Stagflation kommt es, wenn sich das Wirtschaftswachstum verlangsamt, die Arbeitslosigkeit steigt und die Inflation hoch bleibt.

Umfrage: Allokationen bezüglich anziehender Inflationen werden zunehmen

Institutionelle Investoren und Vermögensverwalter bereiten sich darauf vor, ihre Engagements im Bereich der strategischen Assetallokation hinsichtlich anziehender Inflationsraten auszubauen. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage, die der Fixed Income ETF-Anbieter Tabula Investment Management Limited („Tabula“) unter 100 institutionellen Investoren und Vermögensverwaltern in Auftrag gegeben hat. Die befragten Investoren stammen aus Deutschland, Frankreich, Italien, der Schweiz und Großbritannien und verantworten insgesamt fast 100 Mrd. US-Dollar.

Hoher Gleichlauf von Aktien und Staatsanleihen bereitet Schwierigkeiten

Staatsanleihen mit langer Duration boten lange Zeit die nahezu perfekte Absicherung gegen Kursverluste in Risikoanlagen. Sie generierten positive Erträge und kompensierten bei Aktienmarktkorrekturen als sicherer Hafen regelmäßig einen Teil der Verluste. Diese Korrelationseigenschaften zwischen Staatsanleihen und Aktien waren maßgeblich für den Erfolg statischer Multi-Asset-Ansätze.

Droht uns ein stürmischer Herbst?

Während die Aktienmärkte während des Sommers neue Höhen erreicht haben, gießt Axel Botte, Marktstratege  des französischen Investmenthauses Ostrum Asset Management, in seinem ersten MyStratWeekly“ nach der Sommerpause ein wenig Wasser in den Wein.

Inflation steigt auf knapp 4 Prozent

Die Inflationsrate in Deutschland ist im August auf 3,9% zum Vorjahr gestiegen. Dabei sorgen vor allem politische Weichenstellungen aus dem Vorjahr für höhere Preise. Investoren erwarten weiterhin, dass die Inflation nur temporär erhöht bleibt und die EZB nicht zu einem Kurswechsel zwingt, erklärt Dr. Johannes Mayr, Chefvolkswirt bei Eyb & Wallwitz.        

Berichtssaison stützt

An den globalen Märkten wurde es in den letzten Tagen etwas holpriger. Wachstumssorgen und Konjunkturenttäuschungen aufgrund der schnellen Ausbreitung der Delta-Variante, falkenhaftere Töne der US-Zentralbank (Tapering-Diskussion) und regulatorische Verschärfungen in China lasteten auf der Anlegerstimmung. Zudem belastete letzte Woche der monatliche Optionsverfall.

Aktienmärkte wappnen sich vor nachlassenden Fiskaleffekten

Gibt es weriterhin starke Impulse für Kurssteigerungen? Immerhin könnten die Anreize aus Konjunturprogrammen abnehmen. „Aktieninvestoren sind wieder vorsichtiger und anspruchsvoller geworden. Nur gute Aussichten reichen ihnen jetzt nicht mehr,“ sagt Max Anderl, Head of Concentrated Alpha Equity bei UBS Asset Management. Laut dem Aktienexperten sind allerdings die Inflationsbedenken übertrieben und auch ein neuer Rohstoff-Superzyklus ist nicht zu erwarten. Das erläutert Anders auch in der kommenden Printausgabe von INTELLIGENT INVESTORS.

UBP: Inflation macht der EZB keine Angst mehr

Patrice Gautry, Chefvolkwirt von Union Bancaire Privée (UBP), sieht in der jüngsten EZB-Sitzung keinen Richtungswandel. Nach seiner Ansicht werde die Notenbank die Zinsen noch längere Zeiten sehr niedrig lassen. Auch die Geldversorgung werde weiterhin deutlich ausfallen.  „Die Inflation macht der EZB keine Angst mehr, sie wird “aggressiv” akkommodierend bleiben.“ Die EZB habe ein symmetrisches Inflationsziel von mittelfristig etwa 2 % beschlossen, und die Sitzung konzentrierte sich auf die Neufestlegung der Zinsgestaltung, ohne das Thema PEPP...

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