Ifo-Index: Stimmung stabilisiert sich

Nach zwei spürbaren Rückgängen in Folge stabilisiert sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft. Der ifo-Geschäftsklimaindex ist im Mai leicht um 0,4 auf 84,9 angestiegen. Im März und April hatte die geopolitische Unsicherheit rund um den Irankonflikt die Stimmung in den deutschen Unternehmen noch merklich belastet. Mittlerweile haben die Geschäftserwartungen, die in den Vormonaten den Rückgang maßgeblich verursacht hatten, ihren Abwärtstrend gestoppt.

Deutsche Wirtschaft im perfekten Sturm

Der diese Woche von der Ifo veröffentlichte Geschäftsklimaindex zeigt eine deutliche Verschlechterung der Stimmung in der Industrie – und auch seine Erwartungen für die Exportwirtschaft hat das Institut deutlich nach unten korrigiert. Für Carsten Klude, Chefvolkswirt der Bank M.M.Warburg & CO, ist das keine Überraschung. Warum er die deutsche Wirtschaft aktuell im perfekten Sturm sieht – und warum die Politik jetzt zügig Antworten auf die neue geopolitische Realität finden muss, erklärt der Experte in folgendem Kommentar.

Keine klaren Aufwärts- oder Wachstumssignale

„Das Ifo-Geschäftsklima ist im Februar deutlich auf 88,6 Punkte gestiegen und signalisiert damit eine leichte Stimmungsaufhellung sowie eine leichte Überschreitung der Erwartungen. Trotz spürbarer Erholung senden weder das Ifo-Geschäftsklima noch andere Frühindikatoren wie der Einkaufsmanagerindex ein klares Aufwärts- oder Wachstumssignal.

ifo: Verbesserung lässt auf sich warten

Der Ifo-Geschäftsklimaindex hat im Dezember zum zweiten Mal in Folge auf 87,6 Punkte nachgegeben. Trotz des Rückgangs ist der Ausblick ist positiv. Die Erwartungen der Unternehmen sind besser als zu Jahresbeginn. Zur Erinnerung: Von Januar bis August hatten wir bereits einen Anstieg des Geschäftsklimas, bevor die Stimmung etwas gekippt ist.

Positives Zeichen, aber dringende Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit von Staat und Privatwirtschaft

Am heutigen Montag, 21. Juli, empfing Bundeskanzler Friedrich Merz Top-Manager zum „Investitionsgipfel“ im Kanzleramt. Zuvor hatten 61 Firmen die Gründung der Initiative „Made for Germany“ bekannt gegeben. Deren Mitglieder planen in den nächsten drei Jahren einen dreistelligen Milliardenbetrag am Standort Deutschland zu investieren. Dr. Felix Schmidt, Senior Economist bei Berenberg, sieht darin ein positives Zeichen für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Es bedarf aber neben der engen Zusammenarbeit von Staat und Privatwirtschaft und mehr Haushaltsausgaben auch noch zusätzlicher Reformen:

ifo-Index: Herbstliches Grau in Abstufungen

Nach den schlechten Einkaufsmanagerindizes am Freitag kommt der vergleichsweise trübe ifo-Index nicht wirklich überraschend. Im Verarbeitenden Gewerbe hat sich die Stimmung nochmals weiter eingetrübt und ist damit auf den tiefsten Stand seit dem ersten Lockdown im Jahre 2020 gerutscht.

Ifo-Index im Mai: Gute Aussichten

Der ifo-Index für den Monat Mai hat die Markt-Erwartungen nicht erreicht, zeichnet aber weiterhin ein konstruktives Bild für die deutsche Konjunktur. So hat sich in der Industrie die Stimmung deutlich verbessert, und zwar sowohl in der in der Einschätzung der aktuellen Lage als auch bezüglich der weiteren Aussichten.

US-Volkswirtschaft robuster als Europa

Die US-Wirtschaft hält sich noch immer resilienter, als vor dem Hintergrund des sehr starken Anstiegs der Leitzinssätze zu erwarten gewesen wäre“, sagt Tobias Friedrich, Senior Manager Products & Markets bei Santander Asset Management, in seinem aktuellen Marktkommentar.

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