Venture Capital: Ein Deal sprengt alle Rekorde

Auf den ersten Blick erlebt Venture Capital derzeit einen außergewöhnlichen Exit-Boom: Im laufenden Jahr erzielte die Branche bereits rund 2,5 Billionen US-Dollar an Erlösen. Wer genauer hinschaut, sieht allerdings, dass der Rekord zu großen Teilen auf ein Unternehmen zurückgeht. Kay Gallus erklärt die Hintergründe und sagt, worauf Investoren bei Venture Capital achten sollten.

Bloß die Nerven behalten!

An Handelstagen, an denen die Kurse außergewöhnlich stark fallen, setzt bei vielen Investoren der Fluchtinstinkt ein: Schnell verkaufen, bevor es noch schlimmer wird! Andere nehmen nach überdurchschnittlich guten Börsentagen überhastet Gewinne mit. Doch der Blick in die Historie zeigt: In aller Regel wäre in beiden Fällen Durchhalten die bessere Entscheidung gewesen.

Was die Rendite über die langfristige Anleihen-Performance verrät

Anleihen gelten als gut planbare Anlage. Wer eine Anleihe kauft, kennt die vereinbarten Kupons und weiß, dass die Anleihe am Laufzeitende zum Nennwert zurückgezahlt wird, sofern der Emittent nicht ausfällt. In der Praxis benötigen Anleger das Kapital jedoch selten genau am Fälligkeitstag. Meist soll es weiter im Anleihemarkt investiert bleiben. Und nun wird es doch etwas komplizierter.

Büroimmobilien: Die Konjunktur leert die Etagen, nicht die Heimarbeit

Seit der Corona-Pandemie gilt das Homeoffice für viele als Hauptschuldiger für die steigenden Büroleerstände in deutschen Großstädten. Ein Blick auf rund 35 Jahre Marktdaten zeigt aber ein anderes Bild. Schon nach der Dotcom-Blase und der Finanzkrise zogen die Leerstände an – lange bevor jemand von Homeoffice sprach. Der eigentliche Treiber war und ist die Konjunktur.

“Günstige Bewertungen allein reichen nicht aus“

Günstig kaufen, teuer verkaufen. Kaum eine Börsenregel klingt so einleuchtend. Wer jedes Jahr in den am stärksten vernachlässigten Aktienmarkt investiert, sollte langfristig von Aufholbewegungen profitieren. Eine neue Analyse von Kapitalmarktstratege Pascal Kielkopf zeigt aber: In der Praxis funktioniert diese Strategie deutlich schlechter, als sie auf den ersten Blick klingt.

Warum ein 60/40-Portfolio Wandelanleihen oft überlegen ist

Wandelanleihen gelten als cleverer Kompromiss zwischen Aktien und Anleihen. Schließlich bieten sie die Stabilität einer Anleihe, kombiniert mit der Renditechance einer Aktie. Eine neue Analyse von Kapitalmarktstratege Pascal Kielkopf zeigt aber: In den vergangenen 15 Jahren lieferten globale Wandelanleihen exakt dieselbe Rendite wie ein schlichtes 60/40-Mischportfolio. Nur beim Risiko gibt es einen Unterschied – zum Nachteil der Wandelanleihen.

„Aktiv oder passiv?“ So einfach ist es nicht!

Viele Anleger diskutieren die Frage „aktiv oder passiv?“, als gäbe es darauf eine universelle Antwort. Dass es die nicht gibt, zeigt die Analyse von Jan Tachtler, der untersucht hat, wie hoch der Anteil der Fonds ist, die ihren Vergleichsindex über drei Jahre hinweg schlagen konnten. Sein Ergebnis: Outperformer gibt es in jeder Anlageklasse. Und Muster, die Investoren kennen sollten.

„Entscheidend ist weniger die Frage nach dem richtigen Sektor als die, überhaupt investiert zu sein“

In Phasen fallender Kurse richtet sich der Blick vieler Investoren bereits auf die anschließende Erholung. Doch welche Strategie erweist sich dabei als überlegen: die Fokussierung auf vergleichsweise stabile Sektoren – oder der gezielte Einstieg bei den größten Verlierern? Eine Auswertung von Kapitalmarktstratege Pascal Kielkopf liefert hierzu eine differenzierte Antwort.

Aktive ETFs? So aktiv sind sie wirklich

Wer einen aktiven ETF kauft, erwartet aktives Management – also ein Produkt, das gezielt vom Index abweicht, um Mehrrendite zu erzielen. Jan Tachtler hat sich die Produkte genauer angeschaut. Sein Befund: Die meisten aktiven ETFs sind aktuell deutlich weniger aktiv, als ihr Name vermuten lässt. Zeitraum: 31.01.2025 – 31.01.2026 | Quelle: Morningstar Direct, HQ Trust Research. Um herauszufinden, wie aktiv aktive ETFs tatsächlich verwaltet werden, berechnete der Leiter der Fonds- und Managerselektion bei HQ Trust für rund 40 in Deutschland verfügbare Produkte zwei Kennzahlen: den aktuellen Active Share und den Tracking Error über das vergangene Jahr. Als Benchmark diente jeweils der im Verkaufsprospekt angegebene Vergleichsindex – also die Messlatte, an der sich der Produktanbieter selbst messen lässt. Dass für die Analyse keine große Anzahl an Produkten zur Verfügung stand, ist kein Zufall: Der Marktanteil aktiver ETFs liegt weltweit nach wie vor deutlich unter zehn Prozent. Viele der Produkte sind zudem so neu, dass kein einjähriger Track Record vorlag – eine Mindestvoraussetzung für die Berechnung dieser Analyse. Zum Hintergrund: Der Active Share gibt an, wie stark ein Portfolio vom Vergleichsindex abweicht. Ein Wert von null Prozent bedeutet: Der Fonds ist identisch mit dem Index. Ein Wert von 100 Prozent bedeutet: Es gibt keine einzige gemeinsame Position. Der Tracking Error misst, wie stark die relative Wertentwicklung zu seiner Benchmark schwankt – und zwar über die Zeit. Ein niedriger Tracking Error bedeutet, dass die relative Rendite zu einem Index keinen starken Schwankungen unterliegt und der Fonds somit nah an der Wertentwicklung des Index liegt. Ein hoher Wert suggeriert starke Abweichungen durch den Manager. Die große Mehrheit der aktiven ETFs bleibt nah am Index „Die meisten der analysierten Produkte weisen einen Active Share unter 60 Prozent auf – und einen Tracking Error von unter zwei Prozent.“ „Das entspricht eher einem indexnahen als einem wirklich aktiven, konzentriertem Investmentansatz.“ Ausreißer gibt es – aber mit Erklärung „Nur einige wenige ETFs zeigen deutlich höhere Abweichungen.“ „Dabei handelt es sich häufig um eher thematische Produkte – etwa einen Klima-ETF, der als Benchmark den MSCI ACWI verwendet.“ „Hier sorgt schon die Themenfokussierung strukturell für einen höheren Active Share, unabhängig vom Aktivitätsgrad des Managers.“ Die Wahl der Benchmark spielt eine große Rolle „Vergleicht man einen aktiven ETF auf US-Aktien nicht mit dem S&P 500, sondern mit dem MSCI USA ergeben sich schon allein durch die unterschiedliche Titelanzahl der Indizes höhere Abweichungswerte. Der eine hat 500 Titel, der andere mehr als 600.“ „Gleiches gilt für MSCI World (rund 1650 Titel) und MSCI ACWI (rund 2900 Titel). Hier entstehen allein durch die Indexwahl Abweichungswerte, ohne dass der Manager zwingend aktiver agiert.“ Der Markt ist noch jung, das Bild kann sich ändern „Der Markt für aktive ETFs ist jung und wächst schnell. Was heute gilt, muss in zwei oder drei Jahren nicht mehr zutreffen.“ „Aktuell aber dominiert ein indexnahes Management.“

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