Beben in Frankreich: Markt hat finanzpolitisches Risiko unterschätzt

Finanzpolitisches Beben in Frankreich: Nachdem Premierminister François Bayrou eine Vertrauensabstimmung über seine Finanzpläne beantragt hat, bangt die Grande Nation um politische Stabilität. Haushaltskürzungen in Höhe von 44 Milliarden Euro sieht Bayrous Plan vor – eine Mehrheit für die Abstimmung am 8. September ist nicht in Sicht. Warum der Markt das Risiko unterschätzt hat – und warum es sich in den kommenden Wochen lohnen kann, französische Staatsanleihen überzugewichten, erläutert John Taylor, Head of European Fixed Income bei AllianceBernstein.

Deutschland befindet sich in einem perfekten Sturm

Die Kapitalmärkte haben einen formidablen Start in 2025 hingelegt. Das muss nicht zwangsläufig so bleiben. Die Luft nach oben wird dünner. Die Nervosität nimmt zu. Wie schaut es rund um den Globus aus? Dr. Martin Lück, Gründer der Macro Monkey GmbH, ist ein versierter Kenner der Märkte. Wir sprachen mit ihm Mitte Februar.  INTELLIGENT INVESTORS: Herr Lück, ein ereignisreicher Jahresstart liegt hinter uns. Wie würden Sie die Stimmung an den Kapitalmärkten aktuell verorten? Dr. Martin...

Großbritannien in schwierigem Fahrwasser

"Angesichts der anhaltenden Nachwirkungen des Mini-Budgets unter der Regierung von Liz Truss erwarten wir, dass die Regierung unter Premierminister Rishi Sunak eine ernüchternde Kombination aus Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen vorschlagen wird. Politische Erwägungen dürften das Gleichgewicht stark in Richtung sofortiger Steuererhöhungen und verschobener Sparmaßnahmen verschieben. Der Umgang mit der Energiepreisgarantie ist besonders heikel, da die Regierung auf einem schmalen Grat wandelt: Einerseits müssen Verbraucher beschwichtigt werden, andererseits droht die Gefahr, dass die Regierung die Differenz zum Gaspreis ausgleichen muss, wenn dieser steigt.

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