Goldnachfrage steigt und Minenproduzenten legten zuletzt Rekordergebnisse vor

Der Goldpreis zeigte zuletzt leichte Schwäche. Getrieben wird der Markt aber weiter von anhaltenden Zentralbankkäufen und einer starken Investmentnachfrage, gerade aus Asien, während geopolitische Risiken zusätzlich stützen. Zugleich belastet das aktuelle makroökonomische Umfeld den Goldpreis. Trotz Rekordgewinnen und solider Bilanzen scheinen Goldminenaktien derzeit unterbewertet, sie zeigten im April ihre übliche Sensitivität gegenüber dem Goldpreis. „Sie outperformten in der ersten Aprilhälfte, als Gold ein Monatshoch von 4.841,75 US-Dollar erreichte, und blieben zurück, als die Preise gegen Monatsende nachgaben“, erklärt Imaru Casanova, Portfoliomanagerin Gold und Edelmetalle bei VanEck.

Marktchaos beflügelt den Goldpreisanstieg

„Gold hat einen beeindruckenden Start ins Jahr hingelegt, der möglicherweise die lang erwartete Rückkehr westlicher Investoren signalisiert“, schreibt Imaru Casanova, Portfoliomanagerin Gold und Edelmetalle bei VanEck, in ihrem aktuellen Goldkommentar. „Gold macht sich im wahrsten Sinne des Wortes auf den Weg nach Westen, genauer gesagt nach New York“, so die Goldexpertin. „Die von Trump angedrohten Zölle haben einen Ansturm auf physisches Gold ausgelöst und Anleger und Händler drängen darauf, sich Goldbarren zu sichern, bevor die Preise möglicherweise ansteigen. Dies hat die Märkte gestört, die Preisspannen zwischen London und New York vergrößert und das Angebot weiter verknappt.“

Goldpreis liegt momentan über dem fairen Wert

Mach dem jüngsten Höhenflug notiert der Goldpreis dem Vermögensverwalter WisdomTree zufolge über dem fairen Wert. Daher könnte es zunächst zu einer Korrektur kommen, bevor der Preis bis Ende 2025 wieder zulegt. „Im Konsensszenario klettert Gold bis zum vierten Quartal 2025 auf einen Wert von 3.070 US-Dollar pro Unze und bewegt sich damit deutlich über dem Höchststand vom Oktober 2024, auch wenn sich die Preise in den kommenden Monaten etwas abschwächen könnten, bevor wir diesen Punkt erreichen“, schreibt Nitesh Shah, Leiter Rohstoff- und Makro-Research bei WisdomTree, in einem aktuellen Kommentar.

Gold auf Rekordkurs

Fast parallel zu einigen Aktienindizes (wie dem DAX oder S&P 500) hat der Goldkurs Ende September mit 2.685 US-Dollar ein neues Allzeithoch erreicht. Das Edelmetall liegt mit einer Wertentwicklung von rund 28 Prozent im laufenden Jahr deutlich vor den meisten Aktienindizes. Die Hintergründe für diese Kursrallye sind vielfältig:

WisdomTree: Goldpreis könnte vor neuem Rekordhoch zunächst wieder fallen

Der Goldpreis könnte dem Vermögensverwalter WisdomTree zufolge zunächst einen weiteren Rücksetzer erfahren, bevor er zu einem neuen Rekordhoch ansetzt. „Im Konsensszenario klettert Gold bis zum zweiten Quartal 2025 auf einen Wert von 2.585 US-Dollar pro Unze, was über dem derzeitigen Höchststand vom Juli 2024 liegt“, schreibt Nitesh Shah, Leiter Rohstoff- und Makro-Research bei WisdomTree, in einem aktuellen Kommentar. „Auch wenn sich die Preise in den kommenden Monaten abschwächen könnten, bevor wir diesen Punkt erreichen.“

Zentralbanken pushen Goldpreis

Er steigt und steigt und steigt: Mit dem Goldpreis geht es seit vielen Monaten kontinuierlich nach oben. Wer ist dafür verantwortlich: Investoren? Zentralbanken? Die Schmuckindustrie? Shijiao You, Analystin im Bereich Strategische Asset Allokation bei HQ Trust, hat analysiert, wer mit seinen Käufen den Preis des Edelmetalls nach oben treibt – und wer derzeit Gold abstößt.

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