Gold: Reserve Nr. 1 der Zentralbanken

„Gold hat sich dank eines unaufhaltsamen Preisanstiegs und anhaltender Käufe durch Zentralbanken aus Schwellenländern zur wichtigsten Anlage in den Reserven der Zentralbanken entwickelt. Der Anteil übersteigt mittlerweile den von US-Staatsanleihen. Wir sehen die Käufe der Zentralbanken nach wie vor als die stärkste strukturelle Kraft auf dem Goldmarkt. Das fundamentale Umfeld bleibt günstig, trotz der hohen Volatilität, solange der Iran-Krieg andauert“ meint Carsten Menke, Head Next Generation Research bei Julius Bär:

Goldnachfrage steigt und Minenproduzenten legten zuletzt Rekordergebnisse vor

Der Goldpreis zeigte zuletzt leichte Schwäche. Getrieben wird der Markt aber weiter von anhaltenden Zentralbankkäufen und einer starken Investmentnachfrage, gerade aus Asien, während geopolitische Risiken zusätzlich stützen. Zugleich belastet das aktuelle makroökonomische Umfeld den Goldpreis. Trotz Rekordgewinnen und solider Bilanzen scheinen Goldminenaktien derzeit unterbewertet, sie zeigten im April ihre übliche Sensitivität gegenüber dem Goldpreis. „Sie outperformten in der ersten Aprilhälfte, als Gold ein Monatshoch von 4.841,75 US-Dollar erreichte, und blieben zurück, als die Preise gegen Monatsende nachgaben“, erklärt Imaru Casanova, Portfoliomanagerin Gold und Edelmetalle bei VanEck.

Unternehmervermögen zwischen Betrieb, Familie und Kapitalmarkt

Wer Unternehmervermögen steuert, verwaltet selten ein „Depot“ im klassischen Sinne. Es geht um Beteiligungen, Cashflows, Haftungs- und Absicherungsfragen, private Vorsorge, steuerliche Schnittstellen, familiäre Erwartungen sowie die psychologische Realität, dass Entscheidungen häufig unter Druck und in Phasen hoher Unsicherheit getroffen werden. In diesem Spannungsfeld positioniert sich die Goldpfad GmbH als Anbieter eines Financial-Life-Planning-Ansatzes, der Vermögensarchitektur und Entscheidungsfähigkeit zusammenführt.

Kupfer zwischen Hammer und Amboss

2025 war ein exzellentes Jahr für Rohstoffe. Neben Gold (+42 % in Euro) zeigten auch Industriemetalle deutliche Preisanstiege – allen voran Kupfer mit +27 % in Euro. Dabei scheint das „rote Metall“ seinem Spitznamen Doctor Copper, der von seiner historischen Funktion als Konjunkturindikator rührte, zunehmend zu entwachsen. Denn obwohl die globale Industrieproduktion zuletzt unter Potenzial lief, die US-Immo­bilien­investitionen schwach und der chinesische Zyklus weiterhin gedämpft waren, markierte der Kupferpreis zu Jahresbeginn ein neues Allzeithoch von über 13.000 US-Dollar pro Tonne. Die Erklärung liegt sowohl in der Angebots- als auch in der Nachfragedynamik – und rückt damit die Frage in den Vordergrund, ob es sich um ein zyklisches Phänomen oder einen strukturellen Paradigmenwechsel handelt.

Fed-Sorgen stützen Gold und Silber

Das US-Justizministerium hat eine strafrechtliche Untersuchung gegen die Fed eingeleitet – Gold und Silber reagierten positiv und stiegen am Montagmorgen um 1,5 % bzw. 5 %. Die Einmischung der Regierung in die Fed sei 2026 ein bullischer Faktor für Edelmetalle, stellt Carsten Menke fest, Head Next Generation Research bei Julius Bär:

Gold im Jahr 2025 – eine neue Ära struktureller Stärke und dauerhafter Anziehungskraft

Gold war schon immer mehr als ein Rohstoff“, schreibt Imaru Casanova, Portfoliomanagerin Gold und Edelmetalle bei VanEck. Über Jahrhunderte hinweg diente es als universelle Wertanlage, als Absicherung für unsichere Zeiten und als Symbol für dauerhaften Reichtum. „Historisch gesehen hat sich die Rolle von Gold in globalen Portfolios parallel zu den Währungsregimen entwickelt – vom klassischen Goldstandard bis zum heutigen, von Fiatgeld dominierten System. Jeder Übergang, ob gekennzeichnet durch Inflationsdruck, Finanzkrisen oder geopolitische Turbulenzen, hat die Widerstandsfähigkeit des Metalls erneut bestätigt.“

Silber-Rally Reloaded: Was 2025 mit 1980 gemeinsam hat

Der Silberpreis hat im Oktober 2025 erneut die Marke von 50 US-Dollar überschritten, ähnlich wie bei der Rally von 1980. Während damals spekulative Kräfte und Marktmanipulation den Preisanstieg dominierten, basiert der aktuelle Trend auf fundamentalen Faktoren wie globaler Geldmengenausweitung, geopolitischen Unsicherheiten und einer starken industriellen Nachfrage, insbesondere aus der Solar- und Elektronikbranche. Die weltweite Silberproduktion stagniert, während die Nachfrage weiter steigt, was zu einem Angebotsdefizit führt. Im Unterschied zu 1980 ist der Markt heute liquider, transparenter und stärker reguliert. Silber bietet institutionellen Investoren Chancen als Beimischung im Rohstoffportfolio und als strategische Positionierung im Rahmen der Energiewende. Kurzfristig bleibt die Volatilität hoch, langfristig bestehen jedoch positive Perspektiven.

Gold-Rallye hält an

Gold ist seit Jahresbeginn um über 39 % gestiegen und erreichte am 15. September einen historischen Höchststand von 3.669 US-Dollar pro Unze (Stand 15. Sept 2025). Auch Silber, Platin und Palladium profitieren von dieser Dynamik und verzeichnen Zuwächse von 41 %, 53 % bzw. 32 % (Stand: 12. Sept 2025).

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