BOJ überrascht den Markt

Tiffany Wilding, PIMCO-Ökonomin für Nordamerika, und Tomoya Masanao, Leiter von PIMCO Japan und Co-Leiter des asiatisch-pazifischen Portfoliomanagements, äußern sich zur aktuellen Geldpolitik der Bank von Japan vor dem Hintergrund steigender Inflationsraten.

OFI AM: Rohstoffmarkt bleibt angespannt

Anleger befürchten eine Rezession infolge der straffen Geldpolitik der Zentralbanken, allen voran der Fed. Diese Wachstumsrisiken wirken sich weiter auf die Nachfrage nach Industriemetallen aus. Der Anstieg der Zinssätze und des Dollars drückt die Kurse, insbesondere bei Rohstoffen, sagt Benjamin Louvet, Manager des OFI Financial Investment Energy Strategic Metals Fonds bei OFI Asset Management.

Italien — Sorgenkind Europas

Bei der italienischen Parlamentswahl ist eine Überraschung ausgeblieben. Das rechtsnationale Bündnis aus Fratelli d'Italia, Lega und Forza Italia hat die Abstimmung gewonnen. Auf den bei Investoren hochgeschätzten Wirtschaftsexperten Mario Draghi folgt eine europakritische, gesellschaftspolitisch konservative und ausgabenfreudige Giorgia Meloni als neue Ministerpräsidentin. Für die Kapitalmärkte heißt das: Perspektivisch nehmen die Unsicherheiten um die drittgrößte Volkswirtschaft im Euroraum zu. Italien wird wieder zum politischen Wackelkandidaten.

Anleihen-Renditen als Anker im Portfolio

In der ersten Hälfte des Jahres 2022 sahen Anleger den perfekten Sturm an den Rentenmärkten: Das Ausmaß der Zinserhöhungen, die Geschwindigkeit des Anstiegs und das Ausgangsniveau der Renditen – alle drei Faktoren kamen zusammen und sorgten für reichlich Gegenwind, sagt Peter Becker, Investment Director bei Capital Group.

Die EZB darf nicht länger warten

Die Europäische Zentralbank (EZB) hinkt bei der Normalisierung ihrer Geldpolitik weit hinterher und darf mit der Anhebung der Zinssätze nicht länger warten. Unter ihrer Präsidentin Christine Lagarde sollte die EZB daher einen aggressiven Ton anschlagen und endlich handeln – und zwar mit einer ersten Zinserhöhung um 50 Basispunkte, im Unterschied zu den von den Märkten erwarteten 25 Basispunkten. Denn ist es schwer vermittelbar, den Sommer mit negativen Zinsen zu verbringen, wenn die Inflation in der Eurozone weiter ansteigt: Im Mai lag sie bei 8,6 Prozent gegenüber Vorjahr und der Höhepunkt ist noch nicht erreicht. Ein zusätzliches Argument für die EZB, ihre Entschlossenheit zu zeigen, ist die Schwäche des Euro gegenüber dem Dollar, der die Rohstoffpreise weiter in die Höhe treibt.  

Auf der Suche nach dem verlorenen Wachstum

Wurde Anfang des Jahres für 2022 noch mit einem weltweiten Wachstum von 4,4 % gerechnet, liegen die Konsensschätzungen von Bloomberg jetzt bei 3,3 %. Dabei hatte alles so gut angefangen. Im Dezember schloss die Weltwirtschaft ein historisches Jahr 2021 mit einem Wachstum von 6,1 % ab, angetrieben von der Erholung nach der Coronakrise. Auch für das Folgejahr standen die Zeichen auf Aufschwung.

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