Die Rolle von Uran verschiebt sich derzeit grundlegend – politisch wie ökonomisch. Während der Konflikt im Iran zum Teil darauf zurückzuführen ist, dass man dessen nukleare Aufrüstung verhindern will und damit hochangereichertes Uran in den Mittelpunkt militärischer Strategien rückt, gewinnt der Rohstoff parallel auch in der globalen Energiepolitik wieder an strategischer Bedeutung. So hat die Debatte um die Rolle der Kernenergie in Europa zuletzt deutlich an Schärfe gewonnen. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bezeichnete Anfang März 2026 den Ausstieg Deutschlands aus der Atomkraft als „strategischen Fehler“ und kündigte an, Europa zu einem globalen Zentrum der nächsten Generation von Kernenergie zu machen. Dafür möchte von der Leyen unter anderem mehr als fünf Milliarden Euro in die Kernforschung stecken.






