Studie: Digitale Währungen – Innovation und Machtinstrument

Vor wenigen Jahren noch ein Nischenphänomen am Kryptomarkt, nun ein zunehmend wichtiger Baustein der globalen Finanzarchitektur: Stablecoins gewinnen rasant an Bedeutung für die Kapitalmärkte und die internationalen Zahlungsströme. „Durch die überwiegende Bindung von Stablecoins an den US-Dollar entstehen aber auch signifikante und oft noch unterschätzte geopolitische Nebenwirkungen“, erklärt Dr. Heinz-Werner Rapp, Gründer und Leiter des FERI Cognitive Finance Institute.

“Der Irankrieg belastet die Märkte – das Investmentumfeld bleibt grundsätzlich intakt”

Der Irankrieg hält die Marktteilnehmer weiter in Atem und dominiert das Marktgeschehen. Besonders stark unter Druck stehen die Börsen in Regionen, die in hohem Maße von Energieimporten abhängig sind – und wo die gestiegenen Energiepreise daher eine erhebliche Belastung darstellen. Dazu zählen neben Europa und Japan auch asiatische Schwellenländer. Die USA sind im Gegensatz dazu weniger betroffen, da sie energiepolitisch weitgehend autark sind. Hinzu kommt, dass vor allem große US-Technologiewerte derzeit als sichere Häfen gehandelt werden und daher im Vergleich zu anderen Branchen geringere Kursverluste verzeichneten. Neben soliden Bilanzen und einer starken Marktstellung profitieren sie vor allem von Geschäftsmodellen, die deutlich weniger energiepreisabhängig sind als die klassischen konsumsensitiven Sektoren.

Macht vor Regeln: Venezuela, die neue Weltordnung und vier Lehren daraus

Bereits an den ersten Tagen des Jahres hat sich eine zentrale These unseres Jahresausblicks für 2026 bestätigt: „Politik treibt Märkte“. Die regelbasierte Weltordnung löst sich auf, und es bildet sich eine neue Struktur heraus, in der einzelne Länder ihre Interessen ohne Rücksicht auf übergeordnete Werte durchzusetzen versuchen. Dass dies auch für die USA gilt, ist für nüchterne Beobachter keine Überraschung. Es handelt sich vielmehr seit dem Amtsantritt Donald Trumps um die konzeptionelle Grundlage, auf der die US-Regierung agiert. Die Folgen dieser Entwicklung gilt es genau zu analysieren. 

Wie widerstandsfähig sind die Aktienmärkte?

Die in den vergangenen Monaten immer geringere Marktbreite in Kombination mit hohen Bewertungen – insbesondere bei den Profiteuren des Booms künstlicher Intelligenz (KI) – machten sich auch zuletzt wieder bemerkbar. Zwar wirken solche Märkte oberflächlich betrachtet robust: Der US-Aktienindex S&P 500 hat im Jahresverlauf oft sehr attraktive risikoadjustierte Renditen geliefert.

COP30: Kollektiver Fehlschlag — verpasste Chance zur Abwehr gravierender Klimaschäden

Das Gastgeberland Brasilien hat zwar alles versucht, um den Klimagipfel erfolgreich abzuschließen. „Am Ende war jedoch – erneut – der Druck mächtiger Ölproduzenten und CO2-Emittenten zu groß, um echte Fortschritte zu erzielen“, sagt Dr. Heinz- Werner Rapp, Gründer und Leiter des FERI Cognitive Finance Institute, das jüngst eine umfassende Analyse zu drohenden Klimakipppunkten und globalen Klimarisiken veröffentlicht hat.

Feri: “Politik treibt Märkte“

Der Übergang zu einer multipolaren Weltordnung hat aus Sicht von FERI erhebliche Implikationen für die Asset Allocation. Sein Hauptaugenmerk legt der Multi Asset-Spezialist auf die Folgen einer anhaltend disruptiven Politik in den USA und besonders auf die Risiken für die Unabhängigkeit der US-Notenbank Federal Reserve (Fed). „Wir haben sehr bewusst für unseren Jahresausblick für das Jahr 2026 die Überschrift ‚Politik treibt Märkte‘ gewählt“, erläutert Dr. Marcel V. Lähn, Vorstand und Chief Investment Officer der FERI. „Ein breit angelegter Multi Asset-Ansatz mit flexibler Allokation ist weiterhin eine wirksame Strategie, um mit der Komplexität des Marktumfelds umzugehen und einen Mehrwert für unsere Kunden zu schaffen.“

“2026: Schwächere globale Wachstumsdynamik, aber kein Einbruch”

Die Weltwirtschaft hat sich im Jahr 2025 robuster gezeigt, als es nach dem Zollschock vom „Liberation Day“ am 2. April zu erwarten gewesen wäre. Auch wenn das Zollregime nicht so umgesetzt wurde, wie von US-Präsident Donald Trump auf den Tafeln im Rosengarten des Weißen Hauses in Washington angekündigt: Der durchschnittliche Importzoll der USA ist von weniger als 3 Prozent auf deutlich mehr als 10 Prozent gestiegen. Die anhand der Handelstheorie zu erwartenden Effekte einer solchen drastischen Zollerhöhung dürften nun mit der Zeit stärker spürbar werden und die globale Wachstumsdynamik im Jahr 2026 belasten. Zu rechnen ist mit steigenden Importpreisen in den USA, Druck auf den Preisen ausländischer Exporteure, einer Verringerung des realen Handelsvolumens und schließlich weltweiten Realeinkommensverlusten. 

Christoph Sporer wechselt zu FERI

FERI baut seine Expertise im Bereich Volatilitätsstrategien weiter aus und verstärkt sein Team Volatility Strategies mit Christoph Sporer. In seiner neuen Funktion ist er ab sofort in das Management der Volatilitätsfonds und die Weiterentwicklung der Anlagestrategien einbezogen. Darüber hinaus übernimmt er eine zentrale Rolle im Dialog mit Investoren. Damit trägt Sporer wesentlich dazu bei, die Schnittstelle zwischen Portfoliomanagement, Strategieentwicklung und Kundenbetreuung weiter zu stärken.

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