Clartan Associés: Quartalsergebnisse schlagen hohe Wellen

Die wichtigsten Aktienindizes sind jüngst wieder stark angestiegen. So weisen die europäischen Indizes inzwischen seit Jahresbeginn ein Plus von rund 20 % auf. Grund für den Aufschwung waren zu einem großen Teil die im Oktober veröffentlichten Unternehmensergebnisse über die ersten drei Quartale – doch nicht überall hat die Berichterstattung Jubelstimmung ausgelöst.

Die Fed bewegt sich auf einem schmalen Grat

Seit der letzten Sitzung der US-Notenbank (Fed) Ende September hat sich einiges geändert. Wie Fed-Chef Jerome Powell kürzlich zugab, ist die seit Monaten vorgebrachte Argumentation eines lediglich vorübergehenden Inflationsanstiegs – eine Beobachtung, die auf steigenden Energiepreisen, Arbeitskräftemangel und Störungen auf der Angebotsseite beruhte – nicht länger aufrecht zu erhalten. 

Bad news are good news – aber nur manchmal

Negative Konjunkturdaten prägen derzeit die Märkte. Vor allem die Datenlage in China hat sich merklich eingetrübt. Das Reich der Mitte bietet bis auf weiteres keine positiven Impulse für die globale Wirtschaft. Unternehmen haben ihre Ausblicke zum großen Teil nach unten revidiert. Konjunktursensitive Aktien zeigen sich relativ schwach, und wichtige Industrierohstoffe verlieren. Auch die Anleihemärkte senden ernstzunehmende Signale: Dort zeigen die Risikoaufschläge der Unternehmensanleihen zunehmend nach oben, weil Investoren an der Solvenz der Unternehmen zweifeln und höhere Risikoprämien verlangen.

Hidden Champions — wendig und anpassungsfähig

Krisen bergen immer auch Chancen. Man weitet den Blick. Anleger, die sich ausschließlich auf Blue Chips konzentrieren, verkennen die Möglichkeiten der kleineren Werte. Hidden Champions, wofür gerade Deutschland berühmt ist, zeigen sich aktuell im herausfordernden Umfeld gut gewappnet. Alexander Lippert, Portfoliomanager bei MainFirst Asset Management, erklärt, warum es sich lohnt, nach den wenigen über die Börse investierbaren, kleinen und mittelständischen Firmen Ausschau zu halten. 

Grüner Wasserstoff in Down Under — warum das für Immobilieninvestoren interessant ist

Europa hat sich in Sachen Klimaschutz viel vorgenommen: Bis 2050 soll die EU laut Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen klimaneutral werden. Um die hochgesteckten Ziele zur CO₂-Reduzierung zu erreichen, braucht es besonders in Fragen der Energiewirtschaft neue, zukunftsfähige Lösungen. In westlichen Industrienationen wird die fossile Energiegewinnung so schnell wie möglich klimafreundlicheren Alternativen weichen müssen. Am anderen Ende der Welt setzt man auf eine neue Karte: Australien will im großen Stil „Grünen Wasserstoff“ produzieren und zum Exportschlager machen.

Barings stößt europäisches Logistikportfolio ab

Barings hat ein nahezu 200.000 m² großes europäisches Logistikportfolio an Swiss Life Asset Managers veräußert. Der Verkauf erfolgte nach erfolgreicher Umsetzung des Businessplans für die Objekte, die Teil der Barings Core-Investment-Strategie waren. Das Portfolio besteht aus zehn Immobilien, die sich an Logistik-Hubs in Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien befinden, und verfügen über einen diversifizierten Mietermix.

Unternehmensgewinne verleihen Rückenwind

„Mit einem BIP von 2,0 % im 2. Quartal, das stärker als erwartet ausfiel, bleibt die wirtschaftliche Erholung in der Eurozone etwa ein Viertel hinter der Erholung in den USA zurück, weshalb wir unsere BIP-Prognose für 2021 BIP-Prognose für den Euroraum von 5,2 % auf 5,4 %. Angesichts des relativ hohen Prozentsatzes der europäischen Arbeitskräfte, die weiterhin von Kurzarbeit betroffen sind - etwa 8 % in Frankreich und fast 5,5 % in Deutschland sowie im gesamten Euroraum - halten wir die Erholung in Europa nicht für selbsttragend, und unsere BIP-Prognose für 2022 für den Euroraum bleibt bei 3,9 %.

Eyb & Wallwitz: Inflationswelle türmt sich auf, Sorgen bleiben gering

Die Juni-Daten zur Verbraucherpreisentwicklung in den USA zeigen, dass die Inflationswelle noch nicht abebbt. An den Finanzmärkten perlen die Inflationsrisiken zuletzt aber ab. Das liegt an der Kommunikation der FED und der starken Konjunktur. Ob sich die Erwartungen halten können, hängt auch von den Ergebnissen und dem Ausblick der US-Unternehmen in der aktuellen Berichtssaison zum zweiten Quartal ab.

Stottert der europäische Motor?

Die Erwartungen an eine Konjunkturerholung in Europa von der Corona-Pandemie könnten der Fondsgesellschaft Columbia Threadneedle Investments zufolge überhöht sein. Zwar zeigten die Indikatoren für das europäische Wirtschaftsklima weiterhin nach oben – vor allem für das verarbeitende Gewerbe, wo die Neuaufträge einen Post-Pandemie-Boom zu beflügeln scheinen.

Die FED ringt um den richtigen geldpolitischen Kurs

Die fulminante Erholung an den globalen Börsen lässt langsam nach. Frische Impulse, die den Aufschwung der vergangenen Monate verlängern könnten, sind derzeit nicht in Sicht. Gleichzeitig haben die Konjunkturerwartungen ihren Höhepunkt überschritten. Die zyklischen Marktsegmente sind deshalb nicht mehr so dominant wie noch vor wenigen Wochen. Die alles entscheidende Frage bleibt weiterhin, was macht die Inflation?

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