Silber-Rally Reloaded: Was 2025 mit 1980 gemeinsam hat

Der Silberpreis hat im Oktober 2025 erneut die Marke von 50 US-Dollar überschritten, ähnlich wie bei der Rally von 1980. Während damals spekulative Kräfte und Marktmanipulation den Preisanstieg dominierten, basiert der aktuelle Trend auf fundamentalen Faktoren wie globaler Geldmengenausweitung, geopolitischen Unsicherheiten und einer starken industriellen Nachfrage, insbesondere aus der Solar- und Elektronikbranche. Die weltweite Silberproduktion stagniert, während die Nachfrage weiter steigt, was zu einem Angebotsdefizit führt. Im Unterschied zu 1980 ist der Markt heute liquider, transparenter und stärker reguliert. Silber bietet institutionellen Investoren Chancen als Beimischung im Rohstoffportfolio und als strategische Positionierung im Rahmen der Energiewende. Kurzfristig bleibt die Volatilität hoch, langfristig bestehen jedoch positive Perspektiven.

Von Äpfeln, Birnen und grünen Rosinen: Wie weit ist der Finanzsektor bei der Dekarbonisierung?

Als Finanziers spielen Banken seit jeher eine Hauptrolle in unserem Wirtschaftssystem. Das gilt auch für die Energiewende: Kaum ein Unternehmen kommt bei der kostspieligen Transformation zu einer emissionsfreien Industrie ohne Kredite aus. EU-Richtlinien wie Nachhaltigkeitsberichterstattung (CSRD), Eigenkapitalanforderungen (CRR III), Offenlegungsverordnung (SFDR) und EBA-Guidelines für ESG-Risiken sollen diesen Prozess beschleunigen. Nun liegen die ersten Berichte und damit Vergleichswerte vor. Welche Schlüsse lassen sich daraus ziehen?

Infrastrukturwerte weiterhin attraktiv

Die Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump ist eine Herausforderung für den Welthandel. Tim Humphreys, Head of Global Listed Infrastructure bei Ausbil Investment Management und Fondsmanager des NYLIM GF AUSBIL Global Essential Infrastructure Fund, der in Deutschland von Candriam vertrieben wird, erläutert in seinem Kommentar, warum Investitionen in essenzielle Infrastruktur im aktuellen Marktumfeld besonders interessant sind und wie das Comeback von Gas die Landschaft der Infrastrukturinvestments verändert:

Der Fortschritt in der Energiewende eröffnet neue Geschäftsmodelle

Rekordhohe Temperaturen, immer früher einsetzende Dürreperioden, verheerende Waldbrände und Wirbelstürme, dramatische Überschwemmungen – die Auswirkungen des Klimawandels sind für alle sichtbar und spürbar. Eine im Auftrag der deutschen Bundesregierung durchgeführte Studie prognostiziert, dass deren volkswirtschaftliche Kosten bis zum Jahr 2050 in Deutschland allein auf bis zu 900 Mrd. Euro ansteigen könnten.

Die Energiewende wird Aktien antreiben – einschließlich Big Oil

Für Investoren, die sich unabhängig von der Energiequelle an der Energiewende beteiligen wollen, bietet der nahezu universelle Bedarf an größeren und intelligenteren Netzen den Anbietern wichtiger Netzkomponenten und Baudienstleistungen starken Rückenwind. Die Internationale Energieagentur schätzt, dass weltweit bis zum Jahr 2040 rund 80 Millionen Kilometer Übertragungsleitungen neu gebaut oder ersetzt werden müssen, um die Versorgung überwiegend mit erneuerbaren Energien sicherzustellen.

Mit Fonds die nachhaltige Transformation finanzieren

Green Deal, Energiewende, nachhaltige Transformation: Deutschland und Europa stecken in einem Dilemma: Zum einen ist der Status Quo aus maroder, überlasteter und unzureichender Infrastruktur die Folge gravierender Investitions- und Modernisierungsdefizite der vergangenen Jahrzehnte; zum anderen hängt der Erfolg der anstehenden nachhaltigen Transformation davon ab, dass massiv investiert und gebaut wird, und zwar in einem gigantischen Ausmaß.

„Der Markt für Energiewendeprojekte ist nach wie vor von starkem Wachstum und Kapitalbedarf geprägt“

Die EB-SIM, der auf nachhaltige Investments spezialisierte Asset Manager der Evangelischen Bank, arbeitet weiter an der Energiewende. Erst kürzlich hat sie mit dem EB Clean Energy Debt dafür einen neuen Fonds aufgelegt. INTELLIGENT INVESTORS-Chefredakteur Alexander Heftrich sprach mit Senior Investment Manager Johannes Justinger nicht nur über das Produkt, sondern auch über Sinn und Finanzierbarkeit der Energiewende.

Natixis IM-Tochter Mirova startet 6. Energiewende-Fonds

Mirova, die auf nachhaltige Investments spezialisierte Tochtergesellschaft von Natixis Investment Managers, hat mit dem Fundraising für ihren sechsten Fonds im Bereich Energiewende begonnen und will bis zu 2 Milliarden Euro an frischem Kapital einsammeln. Der Mirova Energy Transition 6 (MET6) investiert in Infrastrukturprojekte der Energiewende. Er folgt auf den Mirova Energy Transition 5 (MET 5), der im Februar 2021 gelauncht wurde und sein Fundraising-Ziel mit 1,6 Mrd. Euro in weniger als 18 Monaten übertroffen hat....

Nicht nur in die Klassenbesten investieren: ESG-Upgrades können Erträge steigern

Der Kampf gegen den Klimawandel hat seit einigen Jahren die Finanzbranche erreicht. Der einfache Ausschluss von Sektoren und Unternehmen, die bei ESG-Ratings schlecht abschneiden, reicht jedoch nicht mehr aus, um die weltweite Energiewende zu vollziehen. Zudem verschenken Anleger durch den alleinigen Fokus auf emissionsarme Unternehmen Ertragspotenziale. Mit Investments in sogenannte ESG-Verbesserer und -Wegbereiter können Erträge gesteigert und gleichzeitig die Energiewende vorangetrieben werden. Nach welchen Arten von Unternehmen Anleger Ausschau halten sollten, erläutert Jeremy Taylor in seinem Marktkommentar.

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