Kapitalmarktumfeld bleibt herausfordernd

Das Marktumfeld für Investoren bleibt nach Ansicht von Nuveen holprig. Die Experten von Nuveens Global Investment Committee (GIC) vergleichen es mit einer felsigen Landschaft voller Gipfel und Täler. „Wir sind noch nicht über den Berg. Das ist nach wie vor die Devise“, schreiben Chief Investment Officer Saira Malik und das GIC in ihrem Ausblick auf das Jahr 2023. Insgesamt möge das konjunkturelle und Kapitalmarktumfeld im kommenden Jahr etwas anders aussehen als 2022. „Aber Investoren sollten weiterhin mit rauem und gelegentlich unversöhnlichem Terrain rechnen.“

Eine Weltwirtschaft auf Achterbahnfahrt 

Nicht allzu oft wirken weltwirtschaftliche sowie geopolitische Entwicklungen gleichzeitig auf die Börsen ein: Die Corona-Krise, der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine, steigende Preise und steigende Zinsen – das aktuelle wirtschaftliche Umfeld ist nach wie vor von einem hohen Maß an Unsicherheiten und Veränderungen geprägt. Allerdings müsse man diese Phase in ihrem historischen Kontext betrachten, sagt Michael Blümke, einer der Lead Portfolio Manager des Ethna-AKTIV bei ETHENEA und wirft dabei einen Blick zurück, um die aktuelle makroökonomische Lage einzuschätzen. 

Der Bärenmarkt für Anleihen scheint vorbei zu sein – vorerst

„Die Baisse bei festverzinslichen Wertpapieren scheint vorbei zu sein - zumindest vorerst am wenigsten. Die Geschwindigkeit der Wachstumsverlangsamung in den letzten Monaten zeigt, dass eine Rezession eher früher als später eintreten wird. Dann dürfte der Inflationsdruck nachlassen, was die Wahrscheinlichkeit böser Zinserhöhungsüberraschungen auf kurze bis mittlere Sicht verringert. Was danach passiert, ist schwieriger zu sagen.

Schutz für Institutionelle Investoren

Die Inflationswerte steigen und inzwischen dürfte niemand mehr davon ausgehen, dass es sich bei den hohen Teuerungsraten um ein kurzfristiges Geschehen handelt. Der Druck auf die Zentralbanken, die Zinsen zu erhöhen, ist hoch. Die aktuelle geopolitische Lage verschärft die Situation noch. Für Anleger in Anleihen bedeutet dies besondere Herausforderungen. Höhere Marktzinsen könnten zu aktienähnlichen Verlusten führen. Damit wird eine Anlageklasse, die eigentlich der Risikoabsicherung dient, selbst zum Risiko. Eine Möglichkeit, die Gefahren zu mindern, ist...

Value-Comeback hält an

Erleben Value-Titel einen zweiten Frühling? Bereits seit einigen Monaten werden Value-Aktien vermehrt nachgefragt. Die Renaissance von Value-Aktien dürfte dem ETP-Anbieter WisdomTree zufolge weiter anhalten. Denn die Erwartung, dass die Zinsen weiter stiegen, treibe Investoren in Anlagen mit kurzer Zinssensitivität (Duration).

Unterschiedliche Marschrichtungen

Die vergangenen Wochen standen ganz im Zeichen der Zentralbanken. „Anfang März hat die Europäische Zentralbank (EZB) vorgelegt und eine Beschleunigung ihrer Anleihekäufe zugesagt, um auf die Verschärfung der Finanzierungsbedingungen besser reagieren zu können“, sagt Dr. Volker Schmidt, Senior Portfolio Manager bei Ethenea. „Die EZB hat angekündigt, ihre Anleihekäufe im Rahmen des Pandemie-Notfallprogramms (PEPP) von derzeit knapp 20 Milliarden Euro wöchentlich deutlich zu erhöhen. Damit möchte sie einem Anstieg der Anleiherenditen entgegenwirken.“  

Tristesse bei Fixed Income?

Chris Iggo, CIO AXA Investment Managers Core Investments sieht für festverzinsliche Wertpapiere weiterhin wenig Spielraum und hält anhaltend niedrige Renditeniveaus für am wahrscheinlichsten. Er analysiert, wo im Jahr 2021 Potential und Diversifizierung mit Anleihen noch zu finden sind. 

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