“US-Geldpolitik 2026: Zwischen Marktunterstützung und Führungsrisiko”

Zwischenzeitlich hatten die Marktteilnehmer an diesem Schritt gezweifelt – schließlich aber hat die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) den Leitzins auf ihrer Sitzung im Dezember ein weiteres Mal gesenkt und damit potenzielle Turbulenzen zum Jahresende vermieden. Dabei zeigte sich das Entscheidungsgremium, der zwölfköpfige Offenmarktausschuss (FOMC), jedoch so gespalten wie seit Jahren nicht mehr: Drei Mitglieder stimmten gegen den Mehrheitsbeschluss – und waren sich nicht einmal untereinander einig. Zwei Mitglieder votierten gegen eine Zinssenkung und ein weiterer...

Wie widerstandsfähig sind die Aktienmärkte?

Die in den vergangenen Monaten immer geringere Marktbreite in Kombination mit hohen Bewertungen – insbesondere bei den Profiteuren des Booms künstlicher Intelligenz (KI) – machten sich auch zuletzt wieder bemerkbar. Zwar wirken solche Märkte oberflächlich betrachtet robust: Der US-Aktienindex S&P 500 hat im Jahresverlauf oft sehr attraktive risikoadjustierte Renditen geliefert.

“Warum Bankaktien über weiteres Kurspotenzial verfügen”

Das Kapitalmarktumfeld ist weiterhin positiv – das Risiko anstehender nachhaltiger Kurskorrekturen scheint gering. Die jüngste Berichtssaison hat erneut gezeigt, dass die Unternehmen robuster sind als vielfach angenommen: Trotz Herausforderungen wie steigender Zollsätze haben sie insgesamt ein starkes Gewinnwachstum erzielt und stabile Ausblicke präsentiert. Von konjunktureller Seite sind ebenfalls keine großen Störfaktoren zu erwarten. Zwar befindet sich die Weltwirtschaft in einer spätzyklischen Phase – nur wenige Regionen wachsen dynamisch. Ein signifikanter Wachstumseinbruch oder gar eine globale Rezession sind derzeit aber nicht in Sicht. 

Japans geldpolitische Wende und ihre Gefahren für die globalen Kapitalmärkte

Selten zuvor waren die Stimmungsumschwünge der Marktteilnehmer abrupter und die Schwankungen an den globalen Börsen größer als in den vergangenen zwei Monaten. Am Tiefpunkt des Abverkaufs im Zuge des von Donald Trump so genannten „Liberation Day“, als der US-Präsident umfassende Zölle verkündete, waren die Aktienmärkte extrem überverkauft: Der Fear and Greed Index, der die Stimmung der Anleger misst, signalisierte massive Panik.

“Droht ein nachhaltiger Bärenmarkt? Klare Antwort: Nein!”

Die wichtigen US-Börsen verzeichneten in den vergangenen Wochen deutliche Kursverluste. Der Leitindex S&P 500 hat von seinen vorherigen Höchstständen zeitweise um mehr als 10 Prozent nachgegeben – ein Rückgang, der offiziell als Aktienmarktkorrektur gilt. Diese Entwicklung hat Ängste vor einem anhaltenden Bärenmarkt in den USA geschürt, der andere Aktienmärkte mit nach unten reißen könnte.

“Aufwärtstrend an den Aktienmärkten hält an”

Die globalen Börsen verzeichnen zum Jahresende beeindruckende Gewinne. Weder geopolitische Spannungen noch das schwache Wachstum in China oder die Dauerflaute der deutschen Wirtschaft konnten den Bullenmarkt bremsen. Selbst die Turbulenzen am japanischen Währungs- und Aktienmarkt, ausgelöst durch die Zinswende der japanischen Notenbank, wurden schnell überwunden.

“Marktstabilisierung auf unsicherem Fundament”

Die globalen Börsen konnten die Turbulenzen der letzten Wochen schnell überwinden und notieren vielfach in der Nähe ihrer Jahreshöchststände. Ein entscheidender Faktor für die Stabilisierung ist wieder einmal der Hype um Künstliche Intelligenz (KI). Allein Nvidia hat in den letzten Wochen einen dreistelligen Milliardenbetrag an Marktkapitalisierung hinzugewonnen. Diese enorme Wertsteigerung bei einem der weltweit führenden Unternehmen in der Halbleiterindustrie und Technologiebranche zeigt eindrucksvoll, wie die massiven KI-Investitionen die internationalen Börsen stützen. Da die großen Tech-Konzerne, die hinter diesen Investitionen stehen, über immense finanzielle Mittel verfügen, könnten sie den KI-Boom noch weiter befeuern. 

Sommerflaute? Von wegen! Märkte im Stresstest

Der diesjährige Börsensommer wird als einer der turbulentesten in die Finanzgeschichte eingehen. Nachdem bereits im Juli Zweifel am KI-Hype und Sektorrotationen für Unruhe sorgten, setzte sich diese Instabilität auch im August fort. Eine überraschend restriktive Haltung der japanischen Notenbank führte zu einer Aufwertung des Yen, was eine massive Auflösung des bei Investoren beliebten Yen-Carry-Trades zur Folge hatte.

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