“KI-Investitionen treiben Gewinne – und Zinsen”

Die starke Gewinnentwicklung, maßgeblich angetrieben durch den KI-Boom, bleibt die wesentliche Stütze der Aktienmärkte, die sich trotz der bereits sehr starken Performance seit Jahresbeginn weiterhin robust zeigen. Die Wachstumsdynamik der Unternehmensgewinne ist selbst bereinigt um Sondereffekte auf einem Mehrjahreshoch und gewinnt zunehmend an Breite. Gleichzeitig sorgen gut gefüllte Auftragsbücher für eine hohe Ertragssicherheit und sprechen für eine Fortsetzung der positiven Entwicklung.

“Nervöse Anleger trotz starker Zahlen: Turbulenzen in der Halbleiterbranche”

Das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran hielt nur rund 20 Tage, dann nahmen beide Seiten ihre militärischen Attacken wieder auf. Zwar waren sich die Marktbeobachter weitgehend einig, dass das Abkommen auf einem fragilen Fundament stand: Wesentliche Streitpunkte blieben ungelöst, ein erneutes Aufflammen der Kampfhandlungen galt daher als wahrscheinlich. Die außergewöhnlich kurze Halbwertszeit überraschte dann aber doch viele Marktteilnehmer – entsprechend zogen die Ölpreise spürbar an, und mit ihnen die Sorgen vor einem erneuten Anstieg der Inflation.

Mega-Börsengänge werfen ihren Schatten voraus

Der übergeordnete Aufwärtstrend an den globalen Aktienmärkten ist weiter intakt, die Dynamik dürfte jedoch bald abnehmen. Die sehr starke Berichtssaison zum 1. Quartal 2026 war in den vergangenen Wochen ein wichtiger Treiber für die Börsen. Die positiven Impulse sind inzwischen jedoch weitgehend in den Kursen berücksichtigt, was sich auch an den hohen Bewertungen und den überkauften Trends ablesen lässt.

“Trotz geopolitischer Risiken: Märkte zeigen sich widerstandsfähig”

Die Marktteilnehmer richten ihren Fokus zunehmend auf ein baldiges Ende des Irankonflikts und eine Entspannung der damit verbundenen Energieengpässe. Die Börsen zeigten in den vergangenen Wochen daher wieder eine positive Tendenz. Zwar ist der Konflikt nach wie vor nicht gelöst und der Deeskalationspfad folgt der üblichen nichtlinearen Logik, wie die wechselnde Nachrichtenlage rund um die Blockade der Straße von Hormus zeigt.

“Der Irankrieg belastet die Märkte – das Investmentumfeld bleibt grundsätzlich intakt”

Der Irankrieg hält die Marktteilnehmer weiter in Atem und dominiert das Marktgeschehen. Besonders stark unter Druck stehen die Börsen in Regionen, die in hohem Maße von Energieimporten abhängig sind – und wo die gestiegenen Energiepreise daher eine erhebliche Belastung darstellen. Dazu zählen neben Europa und Japan auch asiatische Schwellenländer. Die USA sind im Gegensatz dazu weniger betroffen, da sie energiepolitisch weitgehend autark sind. Hinzu kommt, dass vor allem große US-Technologiewerte derzeit als sichere Häfen gehandelt werden und daher im Vergleich zu anderen Branchen geringere Kursverluste verzeichneten. Neben soliden Bilanzen und einer starken Marktstellung profitieren sie vor allem von Geschäftsmodellen, die deutlich weniger energiepreisabhängig sind als die klassischen konsumsensitiven Sektoren.

Das Ende von Trumps Notstandsregime – nicht aber der Zölle

Die vergangene Woche endete mit einem Paukenschlag: Der Oberste Gerichtshof der USA, der Supreme Court, hat entschieden, dass US-Präsident Donald Trump keine Zölle auf Basis des International Emergency Economic Powers Act (IEEPA) erheben darf. Die Kompetenz zur Erhebung von Zöllen ist Teil der Steuerhoheit des Kongresses; die Exekutive kann sie nur auf Grundlage einer ausdrücklichen gesetzlichen Delegation ausüben. Wichtig ist: Das Urteil ist statutenspezifisch, nicht generell handelspolitisch. Andere Instrumente wie Anti-Dumping-Maßnahmen bleiben unangetastet. Allerdings sind diese verfahrensgebunden und setzen mehrmonatige Prüfprozesse voraus – eine kurzfristige Substitution auf diesem Wege ist damit ausgeschlossen.

“US-Geldpolitik 2026: Zwischen Marktunterstützung und Führungsrisiko”

Zwischenzeitlich hatten die Marktteilnehmer an diesem Schritt gezweifelt – schließlich aber hat die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) den Leitzins auf ihrer Sitzung im Dezember ein weiteres Mal gesenkt und damit potenzielle Turbulenzen zum Jahresende vermieden. Dabei zeigte sich das Entscheidungsgremium, der zwölfköpfige Offenmarktausschuss (FOMC), jedoch so gespalten wie seit Jahren nicht mehr: Drei Mitglieder stimmten gegen den Mehrheitsbeschluss – und waren sich nicht einmal untereinander einig. Zwei Mitglieder votierten gegen eine Zinssenkung und ein weiterer...

Wie widerstandsfähig sind die Aktienmärkte?

Die in den vergangenen Monaten immer geringere Marktbreite in Kombination mit hohen Bewertungen – insbesondere bei den Profiteuren des Booms künstlicher Intelligenz (KI) – machten sich auch zuletzt wieder bemerkbar. Zwar wirken solche Märkte oberflächlich betrachtet robust: Der US-Aktienindex S&P 500 hat im Jahresverlauf oft sehr attraktive risikoadjustierte Renditen geliefert.

“Warum Bankaktien über weiteres Kurspotenzial verfügen”

Das Kapitalmarktumfeld ist weiterhin positiv – das Risiko anstehender nachhaltiger Kurskorrekturen scheint gering. Die jüngste Berichtssaison hat erneut gezeigt, dass die Unternehmen robuster sind als vielfach angenommen: Trotz Herausforderungen wie steigender Zollsätze haben sie insgesamt ein starkes Gewinnwachstum erzielt und stabile Ausblicke präsentiert. Von konjunktureller Seite sind ebenfalls keine großen Störfaktoren zu erwarten. Zwar befindet sich die Weltwirtschaft in einer spätzyklischen Phase – nur wenige Regionen wachsen dynamisch. Ein signifikanter Wachstumseinbruch oder gar eine globale Rezession sind derzeit aber nicht in Sicht. 

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