ZEW-Index bleibt stabil

„Der ZEW-Index bleibt stabil. Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einer Phase fragiler Erholung. Die strukturellen Herausforderungen, insbesondere in der Industrie und bei den Privatinvestitionen, bleiben erheblich. Die anstehenden Reformen der Sozialversicherungssysteme sollten dazu genutzt werden, die Standortattraktivität wesentlich zu steigern“, kommentiert ZEW-Präsident Prof. Achim Wambach, PhD die aktuellen Ergebnisse.

Home Bias? Kein Privatanleger-Problem!

Um dem Home Bias bei Profianlegern auf den Grund zu gehen, analysierte der Leiter Fonds- und Managerselektion bei HQ Trust 500 weltweit anlegende Aktienfonds, die in Deutschland zum Vertrieb zugelassen sind. Zunächst gruppierte Jan Tachtler diese Fonds und ETFs nach dem Firmensitz des Fondsinitiators. Anschließend berechnete er, wie stark die Fonds im Durchschnitt in einzelne Länder investieren – und verglich diese Werte mit der Gewichtung im MSCI ACWI, dem globalen Aktienindex.

Deutsche Wirtschaft rückt 2026 ins Mittelfeld auf

Deutschlands Wirtschaft stagnierte im Jahr 2025. Das Bruttoinlandsprodukt lag nur um schmale 0,2 Prozent höher als im Vorjahr. Das überrascht kaum. Zur bekannten Strukturschwäche der deutschen Industrie gesellte sich in 2025 noch die Unsicherheit durch die erratische Zollpolitik der USA. Zudem konnten die von der Politik beschlossenen Ausgaben für Infrastruktur und Verteidigung bis Jahresende noch keine spürbare Wirkung entfalten.

ifo: Verbesserung lässt auf sich warten

Der Ifo-Geschäftsklimaindex hat im Dezember zum zweiten Mal in Folge auf 87,6 Punkte nachgegeben. Trotz des Rückgangs ist der Ausblick ist positiv. Die Erwartungen der Unternehmen sind besser als zu Jahresbeginn. Zur Erinnerung: Von Januar bis August hatten wir bereits einen Anstieg des Geschäftsklimas, bevor die Stimmung etwas gekippt ist.

Europa steht am Beginn einer goldenen Infrastruktur-Ausbauphase

Infrastructure Debt hat sich aus der Nische heraus zu einem festen Bestandteil institutioneller Portfolios entwickelt. Die Assetklasse profitiert von stabilen Cashflows, klaren Besicherungen und einer engen Verknüpfung mit den zentralen Transformationsfeldern Energie, Digitalisierung und Mobilität. Doch während das Kapital bereitsteht, fehlen vielerorts strukturierte Projektpipelines und effiziente Vergabeverfahren. Europas Infrastruktur droht nicht am Geld, sondern an Überregulierung zu scheitern. Wie privates Kapital in der Ausbauphase den strategischen Unterschied machen kann.

„Die USA trotzen den Zöllen, Deutschland fehlt der Mut“

Alte Systeme verlieren ihre Gültigkeit, neue sind nicht etabliert: Hauck Aufhäuser Lampe hat den Kapitalmarkt-Ausblick 2026 mit dem Titel „Übergangsphase“ veröffentlicht. Chefvolkswirt Dr. Alexander Krüger sieht die Weltwirtschaft im kommenden Jahr in einer sensiblen Phase, die wegen des Gegenübers von USA und China besondere Aufmerksamkeit erfordert.

Der Optimismus lässt noch auf sich warten

Das Warten auf den Aufschwung geht weiter. Der Einkaufsmanagerindex für die deutsche Industrie ist im November leicht gesunken und notiert bei 48,4 Zählern. Die magische 50-Punkte-Marke wird weiterhin verfehlt. Ein Wert oberhalb dieser Marke signalisiert, dass das Verarbeitende Gewerbe wieder wächst. Auch der Frühindikator für den Dienstleistungssektor im November hat sich nach dem deutlichen Anstieg im Vormonat etwas verschlechtert.

Positives Zeichen, aber dringende Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit von Staat und Privatwirtschaft

Am heutigen Montag, 21. Juli, empfing Bundeskanzler Friedrich Merz Top-Manager zum „Investitionsgipfel“ im Kanzleramt. Zuvor hatten 61 Firmen die Gründung der Initiative „Made for Germany“ bekannt gegeben. Deren Mitglieder planen in den nächsten drei Jahren einen dreistelligen Milliardenbetrag am Standort Deutschland zu investieren. Dr. Felix Schmidt, Senior Economist bei Berenberg, sieht darin ein positives Zeichen für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Es bedarf aber neben der engen Zusammenarbeit von Staat und Privatwirtschaft und mehr Haushaltsausgaben auch noch zusätzlicher Reformen:

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