Ifo-Index: Stimmung stabilisiert sich

Nach zwei spürbaren Rückgängen in Folge stabilisiert sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft. Der ifo-Geschäftsklimaindex ist im Mai leicht um 0,4 auf 84,9 angestiegen. Im März und April hatte die geopolitische Unsicherheit rund um den Irankonflikt die Stimmung in den deutschen Unternehmen noch merklich belastet. Mittlerweile haben die Geschäftserwartungen, die in den Vormonaten den Rückgang maßgeblich verursacht hatten, ihren Abwärtstrend gestoppt.

Let’s talk about Europe!

Über die Vereinigten Staaten als Motor und Epizentrum der Weltwirtschaft reden viele. Im vergangenen Jahr wurde das Comeback der europäischen Aktien ausgerufen. Nur ein kurzes Intermezzo oder steckt mehr dahinter? INTELLIGENT INVESTORS im Expertengespräch mit Dr. Christian Funke (Source for Alpha), Daniel Happ (Ampega) und Moritz Kronenberger (Union Investment). Mehr zu lesen gibt es demnächst in der Printausgabe. 

20 Euro, 2 Milliarden und die deutsche Lust am Hadern

Die aktuellen Entlastungspakete der Bundesregierung spalten Politik, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Der Spritrabatt gilt vielen Ökonomen als Symbol verfehlter Krisenpolitik, die steuerfreie 1.000-Euro-Prämie als teure und systemwidrige Nothilfe. Doch hinter der Kritik an der „Gießkanne“ steckt auch ein grundsätzlicher Zielkonflikt: Zwischen ordnungspolitischer Sauberkeit und akuter politischer Handlungsfähigkeit klafft in Krisenzeiten oft eine Lücke. Warum die theoretische Kritik berechtigt sein mag, schnelle Entlastung politisch aber dennoch notwendig sein kann, erläutert Carsten Klude, Chefvolkswirt von M.M.Warburg & CO, in folgendem Kommentar.

Deutsche Wirtschaft im perfekten Sturm

Der diese Woche von der Ifo veröffentlichte Geschäftsklimaindex zeigt eine deutliche Verschlechterung der Stimmung in der Industrie – und auch seine Erwartungen für die Exportwirtschaft hat das Institut deutlich nach unten korrigiert. Für Carsten Klude, Chefvolkswirt der Bank M.M.Warburg & CO, ist das keine Überraschung. Warum er die deutsche Wirtschaft aktuell im perfekten Sturm sieht – und warum die Politik jetzt zügig Antworten auf die neue geopolitische Realität finden muss, erklärt der Experte in folgendem Kommentar.

Keine klaren Aufwärts- oder Wachstumssignale

„Das Ifo-Geschäftsklima ist im Februar deutlich auf 88,6 Punkte gestiegen und signalisiert damit eine leichte Stimmungsaufhellung sowie eine leichte Überschreitung der Erwartungen. Trotz spürbarer Erholung senden weder das Ifo-Geschäftsklima noch andere Frühindikatoren wie der Einkaufsmanagerindex ein klares Aufwärts- oder Wachstumssignal.

ZEW-Index bleibt stabil

„Der ZEW-Index bleibt stabil. Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einer Phase fragiler Erholung. Die strukturellen Herausforderungen, insbesondere in der Industrie und bei den Privatinvestitionen, bleiben erheblich. Die anstehenden Reformen der Sozialversicherungssysteme sollten dazu genutzt werden, die Standortattraktivität wesentlich zu steigern“, kommentiert ZEW-Präsident Prof. Achim Wambach, PhD die aktuellen Ergebnisse.

Home Bias? Kein Privatanleger-Problem!

Um dem Home Bias bei Profianlegern auf den Grund zu gehen, analysierte der Leiter Fonds- und Managerselektion bei HQ Trust 500 weltweit anlegende Aktienfonds, die in Deutschland zum Vertrieb zugelassen sind. Zunächst gruppierte Jan Tachtler diese Fonds und ETFs nach dem Firmensitz des Fondsinitiators. Anschließend berechnete er, wie stark die Fonds im Durchschnitt in einzelne Länder investieren – und verglich diese Werte mit der Gewichtung im MSCI ACWI, dem globalen Aktienindex.

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