Es wird ungemütlich(er)

Die Impulslosigkeit und latente Fragilität der vergangenen Wochen ist typisch für die aktuelle Phase im jährlichen Börsenzyklus. Im Spätsommer weist das Marktgeschehen häufig eine erhöhte Volatilität und die Neigung zu Korrekturen auf. Dieser saisonale Effekt wird durch den erneuten Zinsdruck noch verstärkt.

Kann diese Börsenrallye weitergehen?

Während sich viele Anleger auf eine scheinbar unvermeidliche Rezession in den USA und eine damit verbundene Marktschwäche einstellten, erholte sich der S&P 500 Index überraschend und legte in den sechs Monaten bis zum 30. Juni 2023 um 16,9 % zu. Auch Europa und Japan konnten ihre starke Entwicklung fortsetzen und stiegen um 13,6 % bzw. 13,0 %, gemessen am MSCI Europe und MSCI Japan Index in US-Dollar.

Zinssorgen dämpfen die Börseneuphorie

Nach starkem Jahresauftakt verloren die Aktienmärkte zuletzt deutlich an Schwung. Dabei deutete in den ersten Wochen des Anlagejahres zunächst alles auf einen regelrechten Sweetspot hin: Verbesserte Konjunkturaussichten in China und Europa, nachlassende Inflationsdynamik und damit die Aussicht auf ein baldiges Ende der geldpolitischen Straffung in den USA lösten zeitweise zweistellige Kurszuwächse aus. Einzelne Investmentstrategen sprachen bereits vom Ende des Bärenmarktes. Doch diese Ankündigung kam zu früh.

Portfoliokonstruktion neu denken

Jahrelang kannten die Börsen nur eine Richtung, nach oben. Spätestens mit Ausbruch des Ukraine-Konflikts im Jahr 2022 erkennen wir, dass auch an den Finanzmärkten die Bäume nicht in den Himmel wachsen. Gleichzeitig bleibt der Anleihemarkt schwierig, da wenig renditeträchtig. Somit gewinnen Alternative Assets zunehmend an Bedeutung. INTELLIGENT INVESTORS im Gespräch mit Romina Smith, Head of Central Europe/Member of the Board bei Nuveen Asset Management Europe.

Gründe für Optimismus

Die Stimmung unter deutschen Anlegern ist nach wie vor verhalten, das legen aktuelle Umfragen dar. Laut Handelsblatt-Umfrage blicken die Anleger zum vierten Mal in Folge pessimistisch in die Zukunft. 64 Prozent der Befragten wissen nicht, ob sie in den kommenden beiden Wochen Anlagen verkaufen werden. Warum Investoren trotz der aktuellen Gemengelage Grund haben können, optimistisch zu sein, erläutert Andreas Fitzner, Portfoliomanager beim Vermögensverwalter Eyb & Wallwitz.

Immer gewinnen?!

Nichts im Leben ist eine Einbahnstraße. Auch an der Börse geht es wieder mal bergab. Angesichts der vergleichsweise hohen Kursstände ist nur die Frage, wann das eintritt. Wie kann in Phasen eines möglichen Marktcrashs der Schutz vor Verlust aussehen? Long-Short-Strategien stellen stabile Renditen in allen Marktphasen in Aussicht. Dazu bedarf es einiges an Know-how. INTELLIGENT INVESTORS war hierzu im Gespräch mit Ralf Walter, Portfoliomanager des Berenberg Absolute Return European Equities.

In ungeahnte Höhen

Immer mehr Investorengelder sammeln sich bei passiven Indexfonds (ETFs). Mittlerweile sind es weltweit 8 Bio. US-Dollar! Und die Zunft bleibt ideenreich. Erst vor wenigen Wochen ging in den USA der erste Bitcoin-Fonds an die Börse. Weitere werden folgen. Insbesondere beim Megathema ESG greifen Investoren zu den passiven Vehikeln.

Neue DeFi-Finanzinstrumente für Krypto-Investoren

Nach einem enormen Wachstum von Kryptowährungen im Jahr 2017 werfen die Steuerbehörde auf der ganzen Welt einen neuen Blick auf die Kryptowährungseinkünfte ihrer Bürger. Seitdem haben Bitcoin & Co. ebenfalls schwindelerregende Kursverluste erlebt, aber die Finanzämter wollen sicherstellen, dass die „neuen Kryptoinvestoren“ ihre Steuererklärungen ordnungsgemäß abgeben. In unserer Beratungspraxis begegnen wir einer Vielzahl von noch offenen Fragen der Besteuerung von Kryptowährungen, mit denen sich die Besitzer von Kryptowährungen befassen.

Ruhe vor dem Sturm?

Nach den erheblichen Kursverlusten an den Risikomärkten in jüngster Zeit und der anschließenden Erholung der Aktienkurse scheint ein ruhiger Sommer an der Börse in weite Ferne gerückt zu sein.  Anleger stehen vor der anstehenden Urlaubszeit vor allem vor zwei Fragen: Waren die Ereignisse ein Vorbote weiterer Kursrückgänge oder deutet die darauf folgende Belebung auf eine Bereitschaft der Anleger hin, jeden Kursrückgang als Kaufgelegenheit zu nutzen?

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