Fragile Stimmung bei Banken

Die vergangenen Wochen waren für diskretionäre Makro-Fonds ein extremes Deleveraging-Ereignis. Es scheint, dass sie im Laufe des Monats März auf breiter Front eine immense Menge Geld verloren haben. Die Ereignisse im europäischen Bankensektor waren wahrscheinlich das Ergebnis einer Kombination aus Positionsauflösungen und den beiden beliebtesten Trades für diskretionäre Makro-Fonds im März, nämlich Short-Zinsen und Long-Finanztitel.

Bankaktien weiter unter Druck — Deutsche Bank bricht zeitweise ein

Zum vergangenen Wochenende gab es für Aktionäre der Deutschen Bank ein böses Erwachen. Die Aktie stürzte am Freitag regelrecht ein. Nach wie vor ist die Angst in der Branche groß, dass weitere Finanzinstitute wackeln könnten. In der Spitze rutschte die Aktie bis auf 8 Euro ein. Die Credit Default Swaps (CDS) sausten gleichzeitig in die Höhe. Am Montagvormittag (27.03., 9.00 Uhr) hat sich der Titel deutlich stabilisiert; liegt aktuell bei knapp 9 Euro. Branchenkenner sehen keine Schieflage der Bank.

Daniel Pfändler: Lage im US-Bankensektor ist besorgniserregend

Mit einer Bilanzsumme von über 200 Milliarden US-Dollar hat sich die SVB unter anderem auf Startup-Kredite – gerade auch im Krypto-Bereich – spezialisiert. Aufgrund der Einbrüche auf diesem Markt, der auch viele Startup-Projekte negativ beeinträchtigt hat, sieht sich die SVB mit sehr schwierigen Bedingungen konfrontiert. Gleichzeitig ist mit den Zinserhöhungen und dem Rückgang der verfügbaren Dollar-Liquidität das geldpolitische Umfeld deutlich restriktiver geworden. Dies haben auch die Banken zu spüren bekommen. So nehmen die Einlagen bei US-Banken bereits seit letztem Frühjahr und verstärkt seit September ab. Gemäß den letzten verfügbaren Daten wurden allein in den ersten drei Wochen des Februars über 100 Milliarden US-Dollar abgezogen. Hierbei dürften die deutlich gestiegenen Renditen für Anleihen und Geldmarktprodukte eine wichtige Rolle spielen.

Value-Comeback hält an

Erleben Value-Titel einen zweiten Frühling? Bereits seit einigen Monaten werden Value-Aktien vermehrt nachgefragt. Die Renaissance von Value-Aktien dürfte dem ETP-Anbieter WisdomTree zufolge weiter anhalten. Denn die Erwartung, dass die Zinsen weiter stiegen, treibe Investoren in Anlagen mit kurzer Zinssensitivität (Duration).

Auswirkungen des finalen Basel III-Reformpakets gesunken

Die Bundesbank hat mit aktualisierten Daten erneut die Auswirkungen der Basel III-Regelungen auf die deutschen Finanzinstitute berechnet. Demnach steigen die Mindestkapitalanforderungen weniger stark als in früheren Modellrechnungen, geht aus einer entsprechenden Pressenotiz hervor. Wie in den vorherigen Analysen bleibt die Einführung des Output-Floors der wesentliche Treiber für den Anstieg der Mindestkapitalanforderungen.

Von „Werkbänken“ zu Innovationstreibern

Die Weltwirtschaft hat Rückenwind. Staatliche Unterstützung in Rekordhöhe und eine aufgestaute Verbrauchernachfrage sorgen in Verbindung mit Impferfolgen dafür. Auch in den Schwellenländern, allen voran auf dem asiatischen Kontinent, zeigen sich Erfolge.

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