Europa bleibt Dividendenhochburg

Auch für das Jahr 2026 wird ein weiterer Anstieg der Dividendenausschüttungen in Europa erwartet. Gemessen am MSCI Europe Index dürfte erneut ein Rekordjahr erreicht werden. Damit würden die Ausschüttungen – mit Ausnahme des von der Pandemie überschatteten Jahres 2020 – seit der Finanzkrise kontinuierlich steigen. Bei einer aktuellen Dividendenrendite (für das Jahr 2026) von ca. 3,2 % rechnen Analysten für den Zeitraum von 2025 bis 2028 mit einem durchschnittlichen Dividendenwachstum von rund sieben Prozent pro Jahr.

Globale Dividendenausschüttungen erreichen Rekordniveau

Die globalen Dividendenausschüttungen haben im zweiten Quartal 2024 ein neues Rekordniveau erreicht und sind im Vergleich zum Vorjahr um 7,5 Prozent gestiegen, was mehr als einer Verdoppelung entspricht. Dies geht aus dem aktuellen „Dividenden-Update“ von Vanguard hervor. Besonders Europa und die Schwellenländer trugen maßgeblich zu diesem Wachstum bei, wobei Finanzwerte, Energie und zyklische Konsumgüter als treibende Kräfte fungierten.

Jetzt können offene Immobilienfonds ihre Stärken ausspielen

Offene Immobilienfonds (OIF) haben in Vertriebsgesprächen derzeit manchmal keinen leichten Stand. Vergleichbare Renditen lassen sich inzwischen auch mit weniger komplexen und vermeintlich weniger risikobehafteten Kapitalanlagen erzielen. Auch steht die Assetklasse Immobilien als solche derzeit unter eher kritischer Beobachtung. Manch einer verweist auf die stark gefallenen Kurse börsennotierter Immobilienunternehmen. Doch das Produkt offener Immobilienfonds folgt eigenen Gesetzmäßigkeiten.

Bei Dividenden steht Asien hoch im Kurs

Viele Anleger müssen in der aktuellen Situation ihre regionale Aktienallokation überdenken. Insbesondere europäische Dividendentitel stehen vor dem Hintergrund des Kriegs in der Ukraine auf dem Prüfstand. Anleger sollten bei ihrer Suche nach Rendite ihren Blick nach Asien wenden, schreibt George Gosden, Portfoliomanager des Threadneedle (Lux) Asian Equity Income, in einem aktuellen Marktkommentar. Denn die Region kann mit überdurchschnittlichem Dividendenwachstum punkten.

Dividendenjäger aufgepasst!

Dividenden werden oftmals als neuer Zins gepriesen. Zweifelsohne haben sie bei Investoren einen hohen Stellenwert. Nach Kürzungen und Streichungen im Pandemiejahr 2020, könnten die Unternehmen 2022 neue Höchststände bei den Dividendensummen erreichen – trotz zusätzlicher Belastung durch den Urainekrieg. Zu diesem Schluss kommt Thomas Meier, Portfoliomanager des MainFirst Global Dividend Stars & MainFirst Euro Value Stars.

TSO steckt sich weiter große Ziele

Mit einem Volumen von über 160 Millionen US-Dollar ist die Platzierungsphase des TSO Active Property III (kurz „AP III“) beendet. Das gab TSO bekannt. Im Dezember 2021 gab es satte Ausschüttungen für die Investoren. Zudem plant der auf US-Gewerbeimmobilien spezialisierte Anbieter neue Produkte für 2022.

Instis greifen weiter verstärkt zu Real Assets

Wie die Erzielung von vernünftigen Renditen über Anlagen mit regelmäßigen Ausschüttungen gelingt, bleibt auf absehbare Zeit eine der großen Sorgen von institutionellen Investoren im deutschsprachigen Raum. „Vor diesem Hintergrund wurden Real Assets in der ersten Jahreshälfte weiterhin stark nachgefragt“, beobachtet Dr. Rupert Hengster, Geschäftsführer von HLK.

„Das Jahr der Dividenden-Aufholjagd“

Corona ist auch bei den Konzernen nicht spurlos vorübergegangen. Viele börsennotierte Unternehmen haben ihre Dividenden gekürzt. Im Gespräch mit Nicolas Simar, Senior Portfolio Manager Euro & European High Dividend bei NN Investment Partners, wollte die II-Redaktion erfahren, wie es im laufenden Jahr hinsichtlich der Ausschüttungen weitergeht.

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