FERI: Märkte werden wieder unter Druck geraten

Ein leichtes Nachlassen der Inflationsdynamik und Gewinnprognosen über den Erwartungen haben in den vergangenen Wochen für kräftigen Aufwind an den Aktienmärkten gesorgt. Nachdem die Börsen Mitte Juni ihr bisheriges Jahrestief erreicht hatten, hat sich die Stimmung unter den Anlegern damit wieder etwas aufgehellt. Übertriebene Euphorie ist dennoch nicht angebracht. Bei den aktuellen Kursgewinnen handelt es sich um eine temporäre Erholung innerhalb eines übergeordneten Abwärtstrends. Denn das Fundament, auf dem die momentane Erholung beruht, ist weiterhin äußerst fragil.

Investmentumfeld bleibt fragil und riskant

Trotz der leichten Entspannung an den Aktienmärkten bleibt das übergeordnete Investmentumfeld fragil und riskant. In China drohen neue Corona-Lockdowns, in Europa wird eine Energiekrise immer wahrscheinlicher, die Kaufkraft leidet unter der Inflation und die globale monetäre Straffung kommt zunehmend in den "harten" Makrodaten an.

Qualitätsdividendentitel bieten Schutz bei wankenden Märkten

Angesichts der schwachen Aktienmärkte ist es für Anleger an der Zeit, "Dividenden-Aristokraten", "-Könige" und "-Diamanten" zur Aufstockung ihrer Portfolios in Betracht zu ziehen. Unternehmen, die ihre Dividende über mehrere Jahrzehnte hinweg jedes Jahr erhöht haben, sollten in einem Umfeld hoher Inflation, steigender Zinsen und zunehmender Ängste vor einer wirtschaftlichen Rezession nicht ignoriert werden.

Gründe für Optimismus

Die Stimmung unter deutschen Anlegern ist nach wie vor verhalten, das legen aktuelle Umfragen dar. Laut Handelsblatt-Umfrage blicken die Anleger zum vierten Mal in Folge pessimistisch in die Zukunft. 64 Prozent der Befragten wissen nicht, ob sie in den kommenden beiden Wochen Anlagen verkaufen werden. Warum Investoren trotz der aktuellen Gemengelage Grund haben können, optimistisch zu sein, erläutert Andreas Fitzner, Portfoliomanager beim Vermögensverwalter Eyb & Wallwitz.

Weiterer Schub für Aktien in 2022

Sind Aktien noch "erste Wahl"? Könnte nicht nach der mittlerweile über ein Jahrzehnt andauernden Hausse an den Aktienmärkten die Luft für diese Assetklasse langsam dünner werden? Mitunter auch eine Frage der Alternativen, die sich derzeit stellt. Für Christian Schmitt, Senior Portfolio Manager und Aktienexperte bei Ethenea Independent Investors S.A., steht in seinem Ausblick 2022 fest, dass die Aktienampeln weiter auf Grün sind. Der Schwung könnte jedoch etwas nachlassen, so der Experte.

Der bange Blick auf die Bewertungen

Die Aktienmärkte sind aus der Euphorie in eine Phase des Abwartens gewechselt. Verständlich, denn der Blick auf die Bewertungen lässt einen holprigen Jahresstart 2022 erwarten. „Noch immer sind die Bewertungen sehr hoch und angesichts der in der Realwirtschaft drohenden Risiken vielleicht auch schlicht zu optimistisch“, sagt Ivan Mlinaric, Geschäftsführer der Quant.Capital Management GmbH.

Globale Aktienmärkte im Stimmungshoch

Nach einer vorübergehend schwächeren Phase hat sich die Stimmung an den Märkten zuletzt wieder deutlich verbessert. Nachdem der US-Kongress das Infrastrukturpaket der Demokraten, das bis zu 550 Mrd. USD an neuen Investitionen vorsieht, verabschiedet hat, erreichten die Kurse an den globalen Börsen teilweise neue Rekordhöhen.

Trotz Einlenken der Notenbanken: Aktienmärkte weiter mit Chancenpotential

„Die Geldpolitik der Notenbanken kommt unter Druck. Die Zentralbanken haben zur Kenntnis genommen, dass dieser Druck länger anhalten könnte als ursprünglich erwartet. Dies führt zu einer Intensivierung der Diskussionen über das Tapering. Wir glauben allerdings nicht, dass dieses zum gegenwärtigen Zeitpunkt ein ernsthaftes Problem für die Aktienmärkte darstellt. Denn die möglichen Anpassungen werden schrittweise erfolgen und sind von den Märkten antizipiert.

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